Archive for the ‘Ergon 24h Racing Team’ Category

Weltmeisterlich: Ergon 24h Racing Team gewinnt 24h-WM auf Canyon

Montag, August 27th, 2012

Ergon 24h Racing TeamMehr als 650 Mountainbiker aus 13 Nationen kamen am vergangenen Wochenende nach Sulzbach Rosenberg zum Radsport-Event “Bike on Fire” in der Maxhütte in der Oberpfalz.
Höhepunkt der zweitägigen Veranstaltung, die 2012 bereits zum vierten Mal stattfand, war die 24-Stunden Mountainbike-Weltmeisterschaft.
Auch die Profis vom Ergon 24 h Racing Team waren mit ihren Canyon-Teambikes am Start, um sich den Titel des Weltmeisters zu holen. Tatkräftige Unterstütung bekamen sie dabei von Canyon Hero und Dirtbike-Legende Tibor Simai. Das Ziel war klar: Vollgas geben und das 24 Stunden lang, denn wer in diesem Zeitraum die meisten Runden absolviert, darf sich Weltmeister nennen.

Sicherten sich den WM-Titel:Nadine Rieder, Tibor Simai, Daniel Eiermann und Max Friedrich

Gesagt, getan, nach spannenden 23:44:07 Stunden und 83 Runden stand das Ergon 24h Racing Team (Viererteam Mixed) ganz oben auf dem Siegertreppchen!!
Herzlichen Glückwunsch an Nadine Rieder, Tibor Simai, Daniel Eiermann und Max Friedrich!

Irina Kalentieva im Pech bei Europameisterschaft

Dienstag, Juni 12th, 2012

Strömender Regen und technische Probleme prägten das Damenrennen bei den Mountainbike Europameisterschaften in Moskau. Auch Irina Kalentieva vom Topeak-Ergon Racing Team blieb nicht davon verschont.

Das Damenrennen am Sonntag bei den Mountainbike Cross-Country Europameisterschaften in Moskau fand unter extrem widrigen Bedingungen statt. Strömender Regen verwandelte die 4,1 Kilometer lange Strecke in einen glitschigen Parcours aus Schlamm, Matsch und Sand. Aufgrund der extremen Witterung entstand eine regelrechte Materialschlacht, so waren technische Probleme bei fast allen Beteiligten an der Tagesordnung. Auch Irina Kalentieva vom Topeak-Ergon Racing Team war davon betroffen.

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Nach gutem Start befand sich Irina in aussichtsreicher Position innerhalb einer fünfköpfigen Spitzengruppe, in der nahezu alle Favoritinnen versammelt waren. Nachdem sich die spätere Siegerin Gunn-Rita Dahle-Flesjaa ende der zweiten Runde erfolgreich von der Spitzengruppe absetzen konnte, kämpfte Kalentieva fortan mit drei weiteren Fahrerinnen um Silber und Bronze. Doch schon in der zweiten Runde sah sie sich mit immensen Bremsproblemen konfrontiert und dann versagte irgendwann auch noch die Schaltung. „Das hintere Ritzel war völlig verschlammt und ließ sich nicht mehr schalten”, erklärte die zweimalige Weltmeisterin. Daraufhin hat Irina in der vierten Runde noch mal in der Feedzone angehalten und zusammen mit dem Teammechaniker versucht die Schaltung frei zu spülen, aber leider ohne Erfolg.

Die letzte Runde musste „Ira”, quasi ohne Bremse und mit defekter Schaltung absolvieren. Bis ins Ziel nach fünf Runden und insgesamt 22,51 Kilometern fiel sie dann bis auf den neunten Platz zurück. „Ich bin natürlich sehr enttäuscht, denn ich wollte hier unbedingt eine Medaille holen”, so die 34-Jährige. „Es wäre zwar schwierig gewesen Gunn-Rita heute zu schlagen, aber Silber oder Bronze wären schon möglich gewesen, denn ich habe mich während des Rennens in der Verfolgergruppe sehr gut gefühlt.” Die Vorbereitungen waren perfekt, die Trainingswerte exzellent — und dann so was! Aber die Form stimmt, sie habe festgestellt, dass sie mit den Favoritinnen auf Augenhöhe sei: „Ich habe gesehen, dass ich, was die Olympischen Spiele angeht, auf dem richtigen Weg bin.”

Am Wochenende stand noch ein weiteres Großereignis unter Ergon-Beteiligung an — die Trans Germany vom 6. bis 9. Juni 2012. Nadine Rieder vom Ergon 24h Racing Team fuhr dabei auf einen hervorragenden 6. Platz in der Gesamtwertung. Und auch Sonya Looney vom amerikanischen Topeak-Ergon Racing Team schlug sich beachtlich und landete nach der Schlussetappe auf Rang 18.

Bigham gewinnt Alpentour Trophy

Mittwoch, Juni 6th, 2012

Bei der 14. Alpentour Trophy vom 31.05 bis 03.06.2012 in Schladming boten die Fahrer vom Topeak-Ergon Racing Team eine gelungene Vorstellung: Sally Bigham holt den Gesamtsieg und Alban Lakata wird Zweiter. Max Friedrich vom Ergon 24h Racing Team wird ebenfalls Zweiter in der Masters-Klasse.

Bereits seit 13 Jahren wird die Alpentour Trophy in Österreich ausgetragen und gilt heute als eines der wichtigsten Cross-Country-Etappenrennen in Europa. Auf vier Tagesetappen mussten die mehr als 300 Teilnehmer aus insgesamt 26 Nationen 214 Kilometer und 8.800 Höhenmeter rund um das Dachsteingebirge absolvieren. Darunter ein 16 Kilometer langes Bergzeitfahren mit 1.100 Höhenmetern. Wer die Berge in dieser Region kennt, weiß dass es sich hierbei keinesfalls um einen Kindergeburtstag handelt. So war auch das Starterfeld mit großen Namen bestückt.

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Doch Sally Bigham vom Topeak-Ergon Racing Team blieb davon gänzlich unbeeindruckt. Man könnte sogar meinen sie sei in diesem Jahr ausgezogen, der Marathon-Konkurrenz das Fürchten zu lehren. Nach dem Andalucia Bike Race, dem Cape Epic und Riva-Marathon, entschied die 34-jährige Britin jetzt auch die Alpentour Trophy für sich. Und das in beeindruckender Art und Weise.

Von Anfang an ließ Sally keine Zweifel aufkommen, dass sie dieses Rennen gewinnen will. In eindrucksvoller Manier fuhr die Vize-Weltmeisterin von Etappensieg zu Etappensieg und sicherte sich mit einem üppigen Vorsprung von knapp 1,5 Stunden überlegen die Siegertrophäe.

„Es war wirklich sehr schön hier in Schladming”, freute sich Sally nach dem Rennen. „Der Kurs mit tollen Singletrails bergauf wie bergab war quasi perfekt für mich.” Außerdem sei sie sehr zufrieden mit ihrem Equipment, denn sie hätte nicht die geringsten technischen Probleme gehabt. „Ich fühle mich derzeit in blendender Verfassung und bin wirklich glücklich über meine Vorstellung hier. Jetzt freue ich mich schon auf mein nächstes Rennen, die Marathon-Europameisterschaften in Tschechien in zwei Wochen.”

Auch der zweite Topeak-Ergon-Racer und österreichische Lokalmatador, Alban Lakata, hinterließ einen guten Eindruck. Zwar immer noch gebeutelt von schweren Stürzen bei den letzten Worldcups, lieferte der Marathon-Weltmeister von 2010 eine souveräne Leistung ab und wurde letztendlich zweiter im Gesamtklassement.

„Die Alpentour Trophy war für mich ein wichtiger Gradmesser. Da ich nach meiner Sturzserie bei den letzten zwei Weltcup-Rennen nicht gerade viel Selbstvertrauen mitnehmen konnte”, meinte der aus Lienz stammende Osttiroler hinterher. Zudem hätten ihn die davon erlittenen Verletzungen an Steißbein und Schulter im Trainingsaufbau um einiges zurückgeworfen. „Mit diesem Trainingsrückstand und den im Rennen noch immer spürbaren Schmerzen muss ich mich diesmal mit dem zweiten Platz zufrieden geben”, fügte der zweifache Trophy-Gewinner hinzu. Außerdem hätte er wegen der erstklassigen Besetzung der diesjährigen Alpentour einen guten Eindruck davon bekommen, in welchen Bereichen es noch nicht ganz passen würde.

Für das dritte erfreuliche Ergebnis bei der Alpentour sorgte Max Friedrich vom Ergon 24h Racing Team. Der amtierende Deutsche Meister der Masters-Klasse, musste sich im Gesamtklassement der Masters-Elite-Wertung lediglich vom ehemaligen Olympiasieger Bart Brentjens geschlagen geben. Und das denkbar knapp in einem Wimpernschlagfinale mit 97 Hundertstel Sekunden Rückstand.

Erste Erfolge für das neuformierte Ergon 24h-Team

Mittwoch, Mai 9th, 2012

Ergon 24h Racing TeamNach dem Abgang von Kim Tofaute und Benjamin Brochhagen zum Jahresende wurde das Ergon 24h Racing Team für 2012 neu aufgestellt.
Neu hinzugekommen sind 24h Weltmeister Daniel Eiermann (28) aus Interlaken in der Schweiz und Ex-Straßenprofi Benny Braut (22) aus Koblenz. In der personellen Umstrukturierung sieht Friedrich eine besondere Herausforderung aber auch eine große Chance: „Durch Daniel und Benny haben wir enorm an Stärke gewonnen. Zusammen mit Trevor Allen, Nadine Rieder und mir haben wir eine schlagkräftige Truppe, die sich hauptsächlich auf Marathon und 24h-Rennen konzentrieren wird.

Das neu fomierte Ergon 24h Racing Team: v.l. Trevor Allen, Benjamin Braut, Nadine Rieder, Daniel Eiermann, Max Friedrich / Fotos: Sportograf Archiv und Tino Pohlmann
v.l.n.r.: Trevor Allen, Benjamin Braut, Nadine Rieder, Daniel Eiermann, Max Friedrich


Gelungener Auftakt

Zum fünften Mal in Folge holte sich Max Friedrich am 6. Mai den Titel bei den Deutschen Marathon-Meisterschaften beim Rothaus Singen Bike-Marathon.
Die Renntaktik von Max ist voll aufgegangen „Der ganze Aufwand hat sich gelohnt – ein weiteres Jahr in weiß“, strahlte Friedrich hinterher.

Max Friedrich holte sich beim Rothaus Singen Bike-Marathon bereits zum 5. Mal inFolge den Titel des Deutschen Meisters / Fotos: Sportograf Archiv und Tino Pohlmann

Dabei sah es am Vortag noch gar nicht nach einem erneuten Erfolg für den 35-Jährigen aus. Friedrich fühlte sich schlecht, fast schon krank. Umso höher ist es zu bewerten, dass er sich einer starken Verfolgergruppe der Eliteklasse anschloss, deren Tempo er auf Gedeih und Verderb mitging.
Eine Taktik die sich auszahlen sollte: „Wir sind immer schön gekreiselt. Das war für mich zwar ein Höllentempo, aber ich wusste, wenn ich dran bleiben kann, dann klappt es wieder“, erklärte der Serien-Meister. Damit deklassierte Friedrich seinen schärfsten Konkurrenten, Uli Brucker, der ihn noch vor drei Wochen in der Bundesliga vorgeführt hatte, um satte 8:35 Minuten.
Insgesamt benötigte Friedrich 3:46:20 Stunden für die 94 Kilometer lange Distanz.
Wir sagen herzlichen Glückwunsch und wünschen dem Team weiterhin viel Erfolg!

550 Km in 3 Tagen: Canyon Heroes Nadine und Tibor auf Tour

Mittwoch, April 11th, 2012

Ergon 24h Racing TeamCanyon Hero und Ergon 24h-Fahrerin Nadine Rieder und Dirt Bike-Legende Tibor Simai machten sich Ende März (27. – 29. 3) auf zu einer Trainingstour der besonderen Art. Mit dem Rennrad von München über Deggendorf nach Wien. 550 km in 3 Tagen.
Mit dabei ein Ultimate CF, ein Aeroad, Gepäck und jede Menge gute Laune!

Freut Euch auf einen spannenden Erlebnisbericht von Nadine.

Tibor und ich beschlossen mit dem Rennrad von München nach Wien zum Vienna Air King zu fahren. Da die Wettervorhersage für den geplanten Zeitraum super war, packten wir unseren Stuff, checkten unsere Canyon Bikes und los ging’s Richtung Deggendorf. Daniel, ein Freund von Tibor, begleitete uns ab München City.

Mit dem Rennrad von München über Deggendorf nach Wien: Nadine Rieder und Tibor Simai on Tour

Unterwegs hatte Tibor leider einen aufgeschlitzten Mantel, den er aber provisorisch mit dem alten Schlauch flickten konnte… und so kamen wir nach 6 Stunden im Sattel in der schönen Altstadt an.

Der folgende Tag begann entspannt, da der Bikeshop ums Eck erst um 9 Uhr öffnete…äh ja, oder auch nicht…;)
Tibor: „Ein Durano 25×700 solls bitte sein!“
Verkäufer: „Sowas fährt hier keiner, 23×700 wollen alle und Conti sind die Besten“
Tibor: „Ah, die ersten Tour-Teams fahren schon 25er und Bikes werden auch auf das größere Maß gebaut und ich möchte bitte nen Schwalbe“
Verkäufer: „Conti 25er haben wir hier“
Tibor: „Ok, ich nehme den 23er Durano“
Gleich vom Fahrradfachgeschäft;) begaben wir uns auf den bekannten Donauradweg (eher bei der älteren Generation beliebt;). Wir radelten immer ein paar Meter neben dem Wasser und genossen es einfach nur auf der Rennmaschine zu sitzen. Das perfekte Wetter und die tolle Landschaft zauberte uns immer wieder ein Grinsen ins Gesicht.
Als wir zur Mittagszeit in Passau ankamen beschlossen wir in einem Ergon-grün dekorierten Lokal zu essen. Farbe ist Programm, eh klar.

Gut gestärkt ging es dann für ein paar Stunden weiterin Richtung Linz…alles lief super, bis wir auf einmal an einem Schild „Radweg Ende – Radfahrer bitte Fähre benutzen“ standen. Zwei Passanten informierten uns, dass die Fähren erst ab dem 1. April wieder in Betrieb seien und da waren wir zum ersten Mal extrem unlocker…
…ein gutes Stück zurück fahren und einen anderen Weg nehmen? Oder doch schwimmen? ;-) no way!!!

Mit dem Rennrad von München über Deggendorf nach Wien: Nadine Rieder und Tibor Simai on Tour

Ein paar hundert Meter entfernt entdeckten wir einen Bauernhof mit Bewirtung und dort versuchten wir dann auch unser Glück…Es stellte sich heraus, dass dies der Hof der Fährenbesitzer war und nach einer Apfelschorle und einem netten Gespräch bekamen wir von der Gastgeberin das Angebot, von ihrem Sohn in einem kleinen Boot über die Donau gebracht zu werden… man, hatten wir ein Glück:) Und so ging es nach kurzer (etwas nasser) Bootsfahrt auf der anderen Uferseite der Donau weiter…

Eigentlich war unser Tagesziel Linz. Als wir dort jedoch am frühen Abend ankamen, sahen wir erschrocken ein Radwegschild „Wien 229km“. Mit so viel hatten wir nicht gerechnet und es war ja auch schon Mittwoch, der Plan war aber: Donnerstag Abend Wien.
229km an einem Tag…hm, das war uns etwas zu unsicher, weil sollte es zu irgendeinem Zwischenfall kommen, könnte es sehr knapp werden mit der Zeit… Trotz Hunger und nicht mehr allzu großer Motivation nahmen wir uns deswegen vor noch mindestens 30km zu fahren und so schafften wir es gerade noch vor Einbruch der Dunkelheit nach St. Pantaleone.

Glücklicherweise gab’s ein Gasthaus mit noch „einem freien“!! Dreibettzimmer. Kaputt und ausgehungert saßen wir nach dem Duschen mit T-Shirt, Jogginghose und FlipFlops (mehr hat in den Rucksack leider nicht reingepasst;)…) im Restaurant und genossen von Vorspeise über Hauptgang und Dessert, Dessert 2,…. das Essen.
Was für ein Tag… Auf dem Tacho hatten wir 180km und 6:30 Stunden Fahrzeit…

Mit dem Rennrad von München über Deggendorf nach Wien: Nadine Rieder und Tibor Simai on Tour

Am letzten Tag unserer Tour hatten wir also noch um die 200 km vor uns… Um nicht wieder zeitlichen Stress zu bekommen, fuhren wir rechtzeitig los und machten erst Mittagspause als wir die Hälfte der Kilometer hatten…
Wir hatten super Rückenwind und konnten frisch gestärkt wieder ein gutes Tempo fahren. Wien kam immer näher… Ca. 30km vor unserem Ziel verließ uns ein bisschen der „Flow“ und wir wollten einfach nur noch ankommen… Wegschilder mit unterschiedlichen Kilometer-Angaben und leichtes Tröpfeln verunsicherte uns… Jetzt hieß es beißen…
Ab in die Regenjacken und immer Richtung Rathausplatz. Wir wurden ganz schön nass, aber das war mir ehrlich gesagt egal. Die Freude, es wirklich geschafft zu haben war viiiiel größer…egal ob nass oder trocken, geschafft ist geschafft!!!:)
Die letzte Etappe war mit 7:30 Stunden Fahrzeit und 205km eindeutig die längste, die wir aber auch wieder ohne große Probleme locker meistern konnten…Cool!!!

Für die nächsten drei Tage blieben unsere Rennräder im Hotelzimmer und zurück ging es leider mit dem Auto, bei 2°C den Weg nochmal zurück viel sowas von aus…

Es war das erste Mal, dass wir so eine lange Tour von A nach B gemacht haben und es hat wirklich riesen Spaß gemacht…

Ein neuer Plan steht schon…

Ergon 24h: Max Friedrich wird Deutscher Meister

Donnerstag, September 22nd, 2011

Max FriedriErgon 24h Racing Teamch vom Ergon 24h Racing Team hat seinen deutschen Meistertitel im Mountainbike-Marathon am vergangenen Wochenende beim “Bank1Saar Marathon” von St. Ingbert erfolgreich verteidigt.

Im saarländischen St. Ingbert fuhr der 34-Jährige bei widrigsten Bedingungen auf der 100 Kilometer langen Runde mit knapp 3000 Höhenmetern der Konkurrenz in der Masters-Klasse auf und davon. Die rund 200 Teilnehmer der Deutschen Meisterschaft hatten mit einem Temperatursturz auf unter 10 Grad und teilweise heftigem Regen zu kämpfen. Die schlammige Strecke stellte daher enorme Anforderungen an Mensch und Material. Friedrichs Bremsbeläge waren schon nach etwas mehr als der Hälfte des Rennens verschlissen, sodass seine Hinterradbremse komplett ausfiel – eine zusätzliche Schwierigkeit auf den vielen technisch anspruchsvollen Passagen.
Mit einer Zeit von 4:35:05 Stunden und knapp achteinhalb Minuten Vorsprung erreichte er mit erhobenen Armen das Ziel und durfte sich als neuer und alter Deutscher Meister im Mountainbike Marathon feiern lassen. Friedrich bleibt damit auf der Langstrecke seit vier Jahren ungeschlagen. “Nachdem ich bei der Deutschen Cross-Country-Meisterschaft in Albstadt nur vierter wurde, war das hier sehr wichtig für mich”, verriet Friedrich hinterher. Auch die Strecke schien dem gebürtigen Frankfurter zu liegen: “Ich kenne hier jede Wurzel und jeden Stein, das zahlt sich im Endeffekt aus, auch wenn die Bedingungen alles andere als optimal waren.”

Schon die Vorbereitungen auf dieses Rennen liefen perfekt. Friedrich blieb während der Saison weitgehend von Verletzungen verschont und konnte daher in den letzten Monaten fast 500 Kilometer auf dem Kurs abspulen. Motivation und Formkurve zeigten demnach stetig nach oben. Belohnt wurde der Kelkheimer jetzt mit seinem vierten Deutschen Marathon-Meistertitel – herzlichen Glückwunsch!

24h WM: Es kommt gerne anderes, wird dann aber doch gut.

Freitag, August 26th, 2011

Ergon 24h Racing TeamEs kommt gerne anderes, wird dann aber doch gut. So oder so ähnlich könnte die Headline zur 24h WM in diesem Jahr lauten.

Aber von vorne. Da wir am Freitag ewig im Stau gestanden hatten, bin ich erst Samstagmorgen auf die Runden kommen. Etwas verträumt startete ich drei Stunden vor dem Start auf die Besichtigungsrunde. Einen Kilometer kam ich, bis ich brutal geweckt wurde. Schiene, Feuchtigkeit und ein flacher Anfahrtswinkel. Jeder Radfahrer kennt das Ergebnis. Ich lag mit satten Schürfwunden an Knie und Ellenbogen auf der Nase. Schlimmer war aber die Prellung der Hüfte. Im Kopf lief schon der Film: „Alles für die Katz. Vorbereitung, Training und …“

Wunden versorgen lassen, erholen und versuchen den Sturz hinzunehmen. Um 13.15 Uhr stand ich in der Wechselzone. Kim kam regelrecht in die Zone gehechtet: „Wir liegen vorne, gib alles!“, schrie er mir noch zu. Ich schaltete von jetzt auf gleich in den Rennmodus um. Schmerzen waren egal, schließlich lagen wir vorne.
Das Spiel ging Stunden weiter. Wir drehten unsere Runden im 2er-Rhythmus (jeder fuhr 2 Runden) und lagen mit Univega und AS Group – Quantec an der Spitze des 2er Männerfeldes. Zwischenzeitlich konnte sich Univega absetzen und einen Vorsprung herausfahren. Gegen 22 Uhr wurde es aus unserer Sicht spannend, Kim und ich konnten zu den Führenden aufschließen und die Verfolger hinter uns lassen. Zu meinem Erstaunen gingen wir zwei Runden später erneut in Führung. Schnell konnten wir einige Minuten Vorsprung herausfahren. Das Zeitpolster hielt aber nicht lange. Gegen 2 Uhr war der Traum vom Titel dahin. Univega lag bereits wieder mit einigen Minuten Vorsprung vorne, und auch AS Group –Quantec kam gefährlich näher. Was habe ich in diesen Minuten den Sonnenaufgang herbei gesehen. Es kam aber wie es kommen musste, wir konnten das Tempo von AS Group –Quantec nicht halten. Lagen aber auf einem recht sicheren 3. Rang. Sicher deswegen, da wir bereits über sechs Runden auf die Viertplatzierten herausgefahren hatten.
In der Nacht hatte ich noch ein Aha-Erlebnis. Mitten auf der Runde ging plötzlich die Lampe aus. Auch wenn man die Runde schon einige Male gefahren ist, macht Licht es doch einfacher.

Endlich, der Sonnenaufgang. Meiner Meinung nach ist das immer wieder einer der schönsten Momente in einem 24h-Rennen. Es wird heller, wärmer und das Rennen fällt einem wieder leichter. Auch die Motivation kommt zurück, schließlich war es ja nicht mehr weit.
Die Platzierungen waren dennoch wie in Stein gemeißelt. AS Group – Quantec versuchte zwar noch mal zum den Führenden aufzuschließen, aber Univega war deutlich stärker.

Im Laufe des Vormittags fuhr ich zu Teamkollegen Nadine auf. Sie war mit Trevor im 2er Mixed Team unterwegs. Zusammen ließen sich die Runden flüssiger fahren, also im Konvoi weiter. Um 12.10 Uhr standen Trevor und ich das letzte Mal in der Wechselzone. Noch 50 min bis zum Zielschluss. Es gab zwei Möglichkeiten, im normalen Tempo drei Runden fahren oder das Rennen Rennen sein lassen  und locker zwei Runden á 25 Minuten fahren. Da der Drops in beiden Teams gelutscht war, fiel die Entscheidung leicht. Trevor und ich drehten zwei Runden zum Ausfahren und genossen die Atmosphäre, die Sonne und einfach auch mal das stehen bleiben, um ein kurzes Päuschen einzulegen.

Heute fünf Tage später bin ich im Groben wieder hergestellt. Die Wunden heilen und die Nächte kann ich wieder durchschlafen. Nur die Gewissheit, in der nächsten Zeit kein 24h-Rennen zu fahren, bleibt.

Kurz noch zu den Ergebnissen:

Nadine Rieder / Trevor Allen (2er Mixed) – Platz 2 oder Vize-Weltmeister
Kim Tofaute / Benjamin Brochhagen (2er Männer) – Platz 3

Die gesamten Ergebnisse gibt es hier.

Eurer Benny

Ergon 24h Racing Team: Grundlagenkilometer auf Mallorca

Freitag, März 25th, 2011

Ergon 24h Racing TeamMit den Saisonhighlights vor Augen bereitet sich das Team auf die Saisonziele vor.

Um mit den nötigen Grundlagenkilometern die Saisonziele in Angriff nehmen zu können, flog die Mannschaft ins Trainingslager nach Mallorca.

Kleinere Rennen bestritten die Fahrer bereits erfolgreich. Dennoch flogen Kim, Trevor und Benny Anfang März nach Mallorca um die dortigen guten klimatischen Bedingungen zu nutzen und optimal vorbereitet die Saison-Highlights angehen zu können. Währenddessen startet Teamneuzugang Nadine Rieder auf Zypern beim Sunshine Cup.

Innerhalb von sieben Trainingstagen wurden reichlich Kilometer gesammelt, dabei spielte das Wetter bestens mit. „Die Bedingungen auf Mallorca waren perfekt. Wir konnten viel in den Bergen fahren und damit wertvolle Höhenmeter sammeln. Die Trainingswoche wird uns im Laufe der Saison weiterbringen“, so Benny. Auch Trevor, der das erste Mal auf Mallorca war, hatte nur positive Worte: „Die Woche hätte nicht besser laufen können. Das Training auf Mallorca war wie im Paradies. Die kleinen Straßen, in Verbindung mit der Landschaft, waren traumhaft.“

Das Saisonhighlight bleibt auch 2011 die 24h Weltmeisterschaft. Hier haben Kim und Benny den Titel fest vor Augen. Ebenfalls im 2er-Team werden Nadine und Trevor starten. „Wir werden wieder alles geben, um im dritten Jahr den Weltmeistertitel zu holen. Mit dem Trainingslager haben wir einen wichtigen Grundstein für ein erfolgreiches Rennen gelegt.“

Ergon 24h Racing Team: Mit Frauenpower in die Saison 2011

Dienstag, Januar 4th, 2011

Ergon 24h Racing TeamDie Mannschaft vergrößert sich 2011 und geht mit weiblicher Verstärkung in die neue Saison.

Nachdem das Team im vergangenen Jahr in die erste Saison startete, wird aktuell die zweite Saison vorbereitet. Teammanager Kim Tofaute zur Entwicklung: „Mit dem Ergon 24h Racing Team haben wir einen neuen Weg eingeschlagen. Das 24-Stunden-Format boomt. Wir sind das erste Team, das sich auf dieses Format spezialisiert. Nach dem Gewinn des Vize-Weltmeistertitels im Jahr 2009, von Benny und mir, war die Gründung ein sinnvoller Schritt. Nach der Titelverteidigung in dieser Saison gehen wir jetzt in das zweite Jahr und werden uns mit Nadine Rieder verstärken.“
Nadine Rieder

Die 21-jährige Sonthofenerin ist sportlich kein unbeschriebenes Blatt, so ist sie bereits dreimalige deutsche Meisterin. Außerdem konnte sie den 2. Platz der Marathon EM 2008 für sich verbuchen. Neben den Starts bei 24h Rennen, wird Nadine auch ein Augenmerk auf die Cross-Country U23 EM und WM legen. „Wenn die 24h Rennen auch eine neue Herausforderung für mich sein werden, freue ich mich dennoch auf die neuen Aufgaben und die zukünftige Teamgemeinschaft“, gibt Nadine zu Protokoll.
Komplettiert wird die Equipe durch die bisherigen Teammitglieder Trevor Allen, Kim Tofaute und Benjamin Brochhagen.

Sportlich wird die Mannschaft bei den großen 24h Events an den Start stehen. Dabei wird sie nicht nur im Solo durch Trevor oder im 2er-Team mit Kim und Benny, sondern auch in 4er Mixed Kategorie vertreten sein. „Durch den Neuzugang von Nadine ergeben sich andere Möglichkeiten in der Besetzung der Rennen. Wir planen auch ein 4er-Mixed Team aus Team- und Gastfahrern neben einem 2er-Team an den Start zu bringen“, erläutert Benny, der für die PR-Arbeit verantwortlich ist.

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Oktoberfest: Saisonabschluss mit 2 Siegen für Ergon 24h

Mittwoch, Oktober 20th, 2010

Ergon 24h Racing TeamDas Ergon 24h Racing Team beendet die Saison mit zwei Siegen: Kim gewann den letzten Lauf des Rheinland Cups. Trevor machte es ihm nach und war erfolgreich beim Oktoberfest 8 Stunden Rennen in Bristol/UK.

Das letzte Rennen in der Saison ist immer etwas Besonderes. An der Startlinie lässt man sich die Saison durch den Kopf gehen, freut sich über die Erfolge, die Trainingspause ist aber auch in Reichweite. Kim und Trevor haben es in diesem Jahr geschafft, sich mit einem erfolgreichen Abschluss in die Trainingspause zu verabschieden.

Kim gewann bereits am 9. Oktober den letzten Lauf des Rheinland Cups in Büchel. In einem souveränen Rennen setzt er sich vom Start weg an die Spitze des Senioren 1 Feldes. Nach 1:07:10 gewann er nicht nur das Rennen, sondern holte auch die Führung in der Gesamtwertung zurück. „Das letzte Rennen der Saison mit einem Sieg zu beenden ist optimal. Mit dem Vize-Weltmeistertitel als Highlight geht die Saison jetzt positiv zu Ende. Ich freue mich trotzdem auf die Trainingspause“, so Kim kurz vor der Siegerehrung.

2028, Tofaute, Kim, Ergon 24h,GER

Trevor war beim Saisonfinale ebenfalls erfolgreich. Mit seinem Universitätskommilitonen John Whittington bestritt er das Kona Oktoberfest 8 hour enduro in Bristol/UK. Das Rennen wurde zum ersten Mal als Saisonfinale veranstaltet. Nach dem Rennen feierten die Fahrer die Saison mit einer großen Party. Trevor und John setzten sich bereits auf der ersten Runde auf dem 9,5 km langen Kurs ab. Nach der vorgegebenen Distanz von 8 Stunden siegte das Duo überlegen mit einer Runde Vorsprung. Trevor zu dem Rennen: „Das Rennen zu gewinnen ist super. Ich bin froh, die Saison erfolgreich beendet zu haben.“

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Das Ergon 24h Racing Team verabschiedet sich nun in die Trainingpause. Die Fahrer freuen sich auf einige Wochen Ruhe, bevor die Vorbereitungen auf die nächste Saison beginnen.

Bedanken möchte sich das Team bei den Fans, den kleinen und großen Helfern im Hintergrund und nicht zuletzt bei den Sponsoren. 2011 geht das Team ins zweite Jahr und möchte noch erfolgreicher sein als 2010.