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Erik Zabel mit den Young Heroes bei der Jugendtour in Assen

Freitag, August 12th, 2011

Die Jugendtour in Assen (NL) ist wohl so etwas wie die Tour de France der Jugendklassen. Nicht zuletzt deshalb, sind wir mit den Canyon Young Heroes dort gestartet.

 

Wir hatten jeden Tag ein Rennen und durch die enormen Starterfelder mit geschätzten 600
Startern in allen Klassen waren wir eigentlich immer von früh bis spät an der Rennstrecke.
Bei den Jungs der U17 waren 138 Fahrer am Start und bei den Mädchen, hier starteten U17 und Juniorinnen zusammen, waren es 122. Solche Starterfelder sind natürlich viel größer als das, was die Kids aus ihren Heimländern kennen.
Super ist bei solchen Events der Zusammenhalt untereinander. Man hilft sich gegenseitig und die Gruppe wächst weiter zusammen. Was auch für die Betreuer im Hintergrund gilt.
Ein besonderes Lob möchte ich Gerian und ihrem Mann Peter von niederländischen Canyon Partner aussprechen. Ohne sie wären wir manches Mal in Probleme geraten. Vor allem Peter war bei den Kids beliebt, hatte er doch die Zeitfahrräder von Omega Pharma – Lotto dabei. Auch muss ich den Veranstaltern ein großes Lob aussprechen, die Rennen waren super organisiert.

Einen stressigen Job hatten die beiden Mechaniker Christoph und Olaf, die täglichen Extrawünsche und die Umbauarbeiten der Kids haben wohl des Öfteren viel Kraft gekostet. Trotzdem haben sie alles gut gemeistert und die „Böcke“ für die Rennen perfekt vorbereitet. Nach getaner Arbeit war immer noch Zeit abends ein Bier zusammen zutrinken. Eule ist Eule!!! Brauche darüber wohl nicht viel sagen. Mit 72 Jahren ist er früh immer noch der Erste und abends der Letzte der arbeitet. Er war natürlich wieder der teaminterne Star.

Carolins kleiner Bruder Felix, war ein weiterer Star im Team. Selber super bei den U15ern gefahren und am Ende Etappensieger, Trikotgewinner und in der Gesamtwertung auf dem Podium.
Hatte ihm versprochen, wenn er am letzten Tag aufs Podium kommt, darf er im Canyon Young Heroes Outfit fahren und damit aufs Podium klettern. So motiviert konnte er nicht anders. Er hat sich über das Trikot riesig gefreut.

Abschließend bleibt zu den Resultaten zusagen, dass wir bei den Jungs durch Thomas Copponi zwei dritte Etappenplätzen und einem Tag im weißen Trikot als unsere Highlights hatten. Die Mädchen standen den Jungs in nichts nach, sie waren sogar erfolgreicher in ihren Klassen. Zwei Doppelsiege und Platz 2 in der Gesamtwertung können sich auch mehr als sehen lassen.

Alles in allem hat mir die Zeit mit den Kids auch richtig Spaß gemacht. Die Übernachtung
in den Bungalows war super und abends zusammen essen und über Tag den sprechen war interessant.

ProRace, Jedermänner, Fußballfans und eine Sturmwarnung

Freitag, Mai 27th, 2011

Ein kleiner Erfahrungsbericht über ein erfolgreiches Wochenende in Berlin. Der Skoda Velothon stand ins Haus und Canyon ist mit einem Stand auf der Strasse des 17. Juni dabei. Direkt gegenüber des Pavillons von upsolut, dem Veranstalter des zweitgrößten Jedermannrennens in Deutschland beziehen wir Stellung. Der Stand ist schnell aufgebaut und die Räder platziert. Jetzt geht es an die Feinheiten. Erik Zabel auf unserem Standbild braucht einen prominenten Platz und unsere Merchandising-Artikel müssen wirksam präsentiert werden. Gegen 20:00 Uhr ist der Stand fertig für den Ansturm am nächsten Tag und es beginnt zu regnen – was für ein Timing.

Der Samstag beginnt mit einem kurzen Frühstück im Hotel und für zwei meiner Kollegen mit einer 20 Kilometer Radtour durch Berlin zum Canyon-Stand. Ich fahre mit dem Auto und gehe kurz vor Beginn der Expo am Brandenburger Tor nochmal in mich und genieße die Ruhe vor dem Sturm. Uns steht ein heißer Tag bevor, der schnell vorüber gehen sollte. Zwar stehen insgesamt 10 Stunden zur Beratung auf dem Plan, aber es ist alles sehr kurzweilig und macht riesigen Spaß mit unseren Kunden zu fachsimpeln, sich ihre mitgebrachten Räder präsentieren zu lassen und sie für ein eventuell neues Rad zu begeistern. Sogar einige Anhänger der Fußballvereine von Schalke und Duisburg, die gespannt auf das abendliche Pokalfinale im Olympiastadion hin fiebern, kreuzen am Stand auf und interessieren sich für unsere Räder. Radfahren ist, anders als Fußball wohl doch ein Sport für Jedermann.

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Am Tag des Rennens stehe ich gegen 6 Uhr auf, um meine Koffer zu packen und mich auf die kleine Jedermann-Runde mit Erik “Ete” Zabel vorzubereiten. Leider fällt das Frühstück aus, da ich einfach zu früh bin. Also fahre ich mit leerem Magen und vollen Trinkflaschen zum Start auf dem Pariser Platz. Tausende Menschen in bunten Trikots warten dicht gedrängt auf den Startschuss. Im VIP-Block treffe ich einen Teamkollegen in Canyon-Montur. Es ist unser Fotograf Tino Pohlmann. Diesmal ohne Kamera und Objektiv, aber dafür mit dem Ultimate CF SLX Ete – Sondermodell und verdammt gut in Form. 5 Minuten vor dem Start kommt dann auch Erik und plötzlich tummeln sich unzählige Journalisten und Fotografen um uns. Punkt 7:49 Uhr mit einer Minute Vorsprung vor dem Hauptfeld werden wir auf die Strecke losgelassen. Ich muss sagen, auch nach mittlerweile 21 Jahren ist es ein gutes Gefühl durch das Brandenburger Tor zu rollen. Die ersten Kilometer sind ein Schaulaufen für die Presse und wir fahren auf unseren Canyon-Rennrädern gut in Szene gesetzt hinter den Presse-Motos her. Ich frage Ete noch, wann das Rennen der Profis beginnt und er antwortet – wir sind doch schon mitten drin. Jetzt hat das Posen auch ein Ende und das Tempo zieht an.

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Die ersten Attacken werden schon nach wenigen Kilometern gefahren und das Feld zieht sich in die Länge. Und schon höre ich hinter mir das erste Krachen. Block A hat uns von hinten aufgefahren und wohl auch einige überrollt. Man hört Material über den Asphalt schliddern und Radler schreien. Keine schönen Momente. Aber das sollten nicht die letzten Stürze auf der Fahrt durch Berlin sein. Ab da an versuche ich, auch wenn es viel Kraft kostet im Wind zu fahren, möglichst weit am Rand des Feldes zu bleiben oder ganz vorn mitzufahren. Durch den Grunewald kristallisiert sich eine Spitze heraus, die bis kurz vor Schluss sehr gut zusammen fährt. Etwa 15-20 Radler und Radlerinnen machen das Tempo, währenddessen die große Masse an unseren Hinterrädern lutscht. Jetzt bekomme ich doch ein wenig Hunger. Ich ziehe mir ein Energy-Gel aus der Trikottasche und presse es mir zwischen die Zähne. Gut essen ist anders, aber man merkt auf der Stelle die Wirkung. Die Gruppe läuft und so fahren wir auf teilweise verwinkelten Straßen gen Tempelhof. Gerade hier merkt man wieder was Windschatten bedeuten kann und dass die Mehrheit nie in einer Gruppe trainiert. Einige werden voll von der Windkante erwischt und platzen vom Feld ab.

Die nächste und wahrscheinlich neben dem Brandenburger Tor und dem Fernsehturm die einzige Sehenswürdigkeit die ich richtig wahrnehmen kann ist die Eastside-Galerie – ein recht ansehnliches Stück der Berliner Mauer. Leider bekommt man wenig von der Umgebung mit, aber aus reinem Selbsterhaltungstrieb heraus, ist man bestrebt voll konzentriert auf die Fahrer vor einem zu achten. Jetzt ist es nicht mehr weit ins Ziel. Alle die sich bis hier hin nur im Windschatten ausgeruht haben fahren jetzt vorbei. Zum einen eine taktisch kluge Sache um Energie zu sparen, zum anderen etwas unsportlich denen gegenüber, die die Arbeit verrichten. Leider wird es jetzt auch wieder unruhiger im Feld und einige gehen bedauerlicherweise zu Boden. Wann trainiert man schon im Renntempo bei 45 Kilometer pro Stunde in der Ebene und in einer großen Gruppe? Mein bisheriges Training in diesem Jahr reicht leider nicht ganz aus und ich muss die Gruppe etwa 2 Kilometer vorm Ziel ziehen lassen. Wahrscheinlich aber auch ein glücklicher Umstand, da sich beim Zielsprint noch vier oder fünf Fahrer lang gemacht haben. Ich fuhr allein durch das Trümmerfeld und dann ins Ziel. Ein gutes Gefühl dort bejubelt und vom Moderator namentlich erwähnt zu werden.

Kurz nach dem Rennen erhalte ich vom Veranstalter eine SMS mit meiner Platzierung. Ich wurde 5. von 38 männlichen Teilnehmern beim VIP-Rennen. Meine Zeit liegt bei 1:39:33 auf der 60er Runde und der Schnitt bei 38,82 Kilometern pro Stunde. Eine gute Leistung wenn man bedenkt, dass ich kaum trainiert habe. Wären da nicht zwei Spanier gewesen, dann stünden 3 Canyon-Rennräder auf dem Podest. Erik holte sich den ersten Platz und Tino Pohlmann Silber.

Das Highlight in Berlin war dann das ProRace. Zum ersten Mal seit elf Jahren findet 2011 wieder ein Rennen auf Berliner Straßen statt. Und so wie sich das Rennen präsentiert, hat Berlin gute Chancen bald den WorldTour-Status zu bekommen und wieder ganz oben mitzuspielen. Mit dabei sind unser Hero Erik Zabel als sportlicher Leiter der Veranstaltung und unser Team Omega Pharma-Lotto mit insgesamt sechs Fahrern. Darunter auch Top-Sprinter André Greipel und sein Anfahrer Marcel Sieberg. Kurz vor dem Start habe ich noch Zeit mit Marcel und einigen Betreuern des Teams zu sprechen. Sie sind guter Dinge und freuen sich bei traumhaftem Wetter die Premiere des ProRace in Berlin bestreiten zu dürfen. Insgesamt gehen 22 Teams an den Start der 182 Kilometer langen Strecke durch Berlin und das angrenzende Brandenburg. Schon nach 15 Kilometern bildet sich eine Spitzengruppe mit 6 Fahrern, deren Chancen bei einem maximalen Vorsprung von 6 Minuten nicht schlecht stehen. Mit dabei der Franzose David Boucher aus dem Omega Pharma-Lotto-Team. Da der Großteil der ProTour-Mannschaften vorn mit vertreten ist, halten sich diese Teams im Hauptfeld zurück die Ausreißer einzuholen.

Als die Fahrer noch auf der Flachstrecke rund um Berlin unterwegs sind, schaut Erik Zabel für eine Stunde bei uns am Stand vorbei und gibt Autogramme und macht mit jedermann sehr bereitwillig Fotos. Ein Star zum Anfassen. Auch sein ehemaliger Radsportkollege Stephan Schreck aus Erfurt lässt sich kurz blicken und auch das Radsporturgestein Artur Tabat, der Veranstalter von Rund um Köln holt sich ein Poster von Ete ab.

Kurz darauf werden wir am Stand noch zum Zittern gebracht. Der Veranstalter ging reihum und warnte uns vor einem aufziehenden Sturm. Er erfuhr von der Feuerwehr, dass sich ein Unwetter im Anzug befindet und wir mit Windstärken bis 9 nach der Beaufort-Skala zu rechnen hätten. Das wäre der Super-GAU für unser Zelt. Wir unternahmen einiges, um Zelt und Material zu schützen und waren dann doch froh, als der Sturm ausblieb und wir und die gesamte Veranstaltung ohne Schäden davon kamen.

Nachdem das Feld nach 117 Kilometern durchs Berliner Umland das erste Mal über die Meile am Brandenburger Tor kommt, machen das deutsche U23-Team und LKT-Brandenburg die Hauptarbeit um die Spitze einzuholen. Erst in der achten und letzten der 8,5 Kilometer langen Runde durch Berlin stellt das Feld die Führenden und es kommt zum Sprintfinale. Hier wird unser Topmann André Greipel unbeabsichtigt durch seinen Kumpel Robert Wagner eingeklemmt und jeder Siegeschance beraubt. Am Ende steht mit Marcel Kittel aus Thüringen aber dennoch ein Deutscher ganz oben auf dem Treppchen.

Robert Brückner

Tradition verpflichtet – Rick Zabel gewinnt in Köln und Frankfurt

Dienstag, Mai 3rd, 2011

Zwar startet er noch in der U19-Klasse, setzt aber auch hier schon voll auf Sieg. Innerhalb einer Woche gewann der ehemalige Canyon Young Hero und jetziger “Friend of Canyon” Rick Zabel die Juniorenrennen von Rund um Köln und Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt. Viele Experten sind der Meinung, er könnte in einigen Jahren in die Fußstapfen seines Vaters treten. Der kann zwar einerseits das Talent seines Sohnes einschätzen, tritt aber auch etwas auf die Euphorie-Bremse. Immerhin hat es bei ihm auch etwas gedauert, bis er und seine Trainer sein Talent richtig einschätzen konnten: „Meine ersten guten Rennen hatte ich in meinem zweiten Juniorenjahr, also in dem Alter, in dem Rick jetzt ist. Dann bin ich 2-3 Jahre bei den Amateuren gefahren, wo ich auch vorne mit dabei war und dann spielt man mit dem Gedanken: ‚Vielleicht macht das Sinn, jetzt den Schritt zu gehen.“ Bis dahin bleibt er an der bisher sehr positiven Entwicklung seines Sohnes dran und unterstützt ihn auf und neben der Strecke.

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Mittlerweile hat Erik Zabel zumindest das professionelle Fahren an den Nagel gehängt, begleitet seinen Sohn aber so oft es geht zu wichtigen Rennen und fiebert am Streckenrand leidenschaftlich mit. „Wenn du selbst fährst kannst du deine Emotionen viel besser kontrollieren. Jetzt am Streckenrand fühlst du das alles noch viel stärker“, beschreibt Erik. Das besondere an den Jugend- und Juniorenrennen: Die Fahrer und Fahrerinnen haben nicht nur ihre Verträge und Siegprämien im Kopf. Sie genießen den Sport, leben den Wettkampf. Als sportlicher Leiter bei HTC Columbia kennt Erik nicht nur die Perspektive aus dem Sattel, sondern auch die Sicht aus dem Teamwagen und weiß: „Bei den Profis geht es viel organisierter zu als bei den Junioren. Das macht es für mich etwas einfacher zu arbeiten. Selbst bei Jungprofis kannst du dich auf Erfahrungen berufen. Es ist deren Job, die Aufgaben sind klar verteilt. Bei der Jugend und den Junioren ist das alles offener. Die Fahrer lernen bei jedem Rennen dazu. Alle fahren erstmal los und der Stärkste oder der Cleverste gewinnt am Ende. Das ist wirkliches Pure Cycling.“

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Heute geht es für Rick nach Tschechien wo morgen der Nations Cup startet. Auf die Fahrer warten hier 522,2 Kilometer aufgeteilt auf fünf Etappen. Den Anfang macht die Friedensfahrt, die mit 95,5 Kilometern zu den schwersten Junioren-Rennen der Welt zählt. Rick wird dabei das Aufgebot des BDR anführen und gemeinsam mit seinen Mitfahrern für ein erfolgreiches Abschneiden des BDR kämpfen.

Spannende Tage bei der Tour de France

Donnerstag, Juli 1st, 2010

Dieses Jahr wird die Tour wieder einmal sehr interessant. Der Start ist in Rotterdam, ehe es dann über Belgien durch Brüssel und Spa nach Frankreich geht. Hier ist einer der wichtigsten Etappenorte Arenberg. Schon in der ersten Woche wird erstklassiger Radsport geboten. Auf den flachen Etappen gibt es immer wieder die Gefahr von Seitenwinden, wodurch sich einige Fahrer absetzen könnten. In den wallonischen Bergen werden die Klassiker-Spezialisten versuchen, ihre Chance aus einer kleinen Gruppe heraus zu suchen und die Kopfsteinpflasterpassagen versprechen eine enorme Spannung. Eventuell gibt es hier schon die eine oder andere Überraschung. Ich habe das in meiner aktiven Zeit selbst erlebt und war dabei, als Iban Mayo seine Siegträume nach einem Sturz schon nach wenigen Tagen begraben musste. Die Frage wird hier also sein ob die Favoriten gut durch kommen oder Zeit verlieren. Aber auch wenn es keine Überraschung gibt finde ich es großartig, dass diese Passagen in den Tourplan mit aufgenommen wurden. Die Kopfsteinpflasterpassagen ehren die Wurzeln des Radsports.

Nach den ersten Tagen kommt aber erst noch die schwere zweite Hälfte mit den Alpen und vier Pyrenäenetappen. Anschließend dann noch ein langes Zeitfahren in Bordeaux bevor es auf die ersehnte Champs Elysees in Paris geht. Die dritte Woche ist sehr schwer und Tage im Hochgebirge werden mit Sicherheit ihre Spuren hinterlassen. Aber es gibt in meinen Augen keine Etappe, an der sich mit Sicherheit die Tour entscheiden wird, da es dieses Jahr eine Aneinanderreihung von Höhepunkten geben wird. Mein Favorit – und ich denke, das ist keine Überraschung – für die Tour ist Alberto Contador. Ich glaube, wenn er durchkommt und alles nach Plan verläuft ist er der stärkste Fahrer im Peloton. Allerdings wird das starke Team Radio Shack etwas dagegen haben und es wir werden sehen, ob die Mannschaft mit ihrer Geschlossenheit Contador den Schneid abkaufen kann. Die Tour 2010 ist eher etwas für Kletterer als für Zeitfahrer und spielt daher Contador noch mehr in die Karten.

Wir werden mit dem Team HTC-Columbia mit Mark Cavendish sowohl auf Etappensiege als auch auf die Gesamtwertung und gute Leitungen in den Bergen gehen. Denn da sind wir mit Michael Rogers, Maxime Monfort und Kanstantsin Siutsou gut aufgestellt. Außerdem haben wir mit Tony Martin noch einen starken Nachwuchsfahrer. Wenn er sich keine großen Schwächen erlaubt kann er auch eine gute Tour fahren. Letztes Jahr hatte er ja einen Tag, an dem es nicht so gut lief und er sich über 30 Minuten Rückstand einhandelte. Wenn das dieses Jahr nicht passiert ist er auch weit vorne zu finden. Aber Tony hat ja seine Karriere noch vor sich und sein erstes Ziel ist es, eine gute Tour zu fahren – da fällt erst der zweite Blick aufs Ergebnis.

Bis bald,
Erik

Deutsche Meisterschaften bei den Profis und dem Nachwuchs

Mittwoch, Juni 30th, 2010

Die Koffer sind schon gepackt, morgen geht es nach Rotterdam zum Tour-Start. Aber ich hatte auch in den vergangenen Wochen einiges zu tun und einen vollen Terminkalender. Im Juni war das Highlight natürlich die Deutsche Meisterschaft der Profis, bei der ich mit dem Team HTC Columbia dabei war. Ich war schon vorher wieder in engem Kontakt mit dem Team und bin dann am Tag selbst im Begleitfahrzeug von Tony Martin als sportlicher Leiter mitgefahren. Er hatte echt einen super Tag seine Vorstellung war richtig klasse. Es freut mich sehr für ihn, dass er seine guten Leistungen jetzt mit dem Deutschen Meistertitel krönen konnte

Ann Leonie Wichmann gewinnt Deutsche Meisterschaft der Jugend

Davor war ich viel mit dem Nachwuchs unterwegs. Denn in Bundenthal standen für sie die Deutschen Meisterschaften auf dem Programm. Besonders erfreulich war da der Sieg von Ann Leonie Wichmann, die bei der Jugend den ersten Platz machte. Bei den Juniorinnen fuhr Lisa Fischer auf den zweiten Platz, was sehr erfreulich für das gesamte Young Heroes Team war. Beim Jugendrennen der Jungs konnte Jan Brockhoff den fünften und Simon Evers den siebten Platz gewinnen. Bei den Junioren hatten wir mit Rick und Lucas auf den Plätzen neun und zehn zwei weitere Nachwuchsfahrer in den Top 10. Wir können mit diesen Ergebnissen rundum zufrieden sein. Zusätzlich konnte ich auch nochmal sehen, was die anderen aus dem Team so machen, da die auch alle mit dabei waren. Mich hat gefreut, dass sie alle in der Gruppe ankamen und keiner abgehängt wurde. Wir können uns also auf die nächsten Rennen der Young Heroes freuen…

In den kommen Tagen werde ich euch noch einmal etwas über die anstehende Tour berichten und eine kleine Einschätzung geben.

Bis Bald
Euer Erik

Erfolgreicher Start der Young Heroes

Freitag, April 30th, 2010

Autor Erik ZabelDer ein oder andere von euch hat ja vielleicht schon die ersten Rennberichte der Young Heroes gelesen und festgestellt, dass die Jungs und Mädels auch dieses Jahr wieder gut drauf sind. Das Kick Off Meeting im Rahmen von Mailand Sanremo hat mir dieses Jahr besonders gut gefallen. Wir hatten ja den Vorteil, dass wir ein paar „alte Bekannte“ dabei hatten. So hat sich die Atmosphäre schnell gelockert und die Fahrer sind besser ins Gespräch gekommen. Alles in Allem war das also ein wirklich tolles Wochenende und alle Fahrer sind glücklich mit ihrem neuen Material nach Hause gefahren.

Jetzt ist also der erste Teil der Saison vorbei und wir haben auch schon einige Ziele erreicht. Aber die Saisonziele der einzelnen Fahrer legen natürlich primär die Trainer der Vereine fest. Wir mischen uns da gar nicht ein, denn es ist wichtig, dass die Fahrer vor allem in ihren jungen Jahren im gewohnten Umfeld bleiben und dort fahren können.

Saisonhighlight Vattenfall Young Classics

Das Young Heroes Saisonhighlight wird aber auf jeden Fall wieder der Start bei den Vattenfall Young Classics. Wie 2009 werden wir auch dieses Jahr wieder ein schlagkräftiges Team zusammenstellen und dann bei diesem wichtigen Rennen gemeinsam als Young Heroes Team auftreten. Wer da mitfährt ist allerdings noch völlig offen. Wir werden genau verfolgen, wie sich die einzelnen Fahrer die Saison über behaupten werden. Wir gehen dann mit den sechs stärksten Fahrern an den Start und wer Interesse an diesem Rennen hat kann sich schon jetzt mit guten Leistungen empfehlen. Wir geben jedem Fahrer die Chance, sich in das Team reinzufahren.

Letzte Woche war ich dann noch auf einem Sichtungsrennen in Frankfurt/Oder auf der Bahn für Jugend und Junioren. Lukas und der Rick sind bei den Junioren gefahren, Sarah, Ann-Leonie, Simon, Jan und Philipp eine Klasse darunter. Die waren zwar alle über ihre jeweiligen Landesverbände da, aber es war schön, sie hier fahren zu sehen. Sie haben sich auch alle gut verkauft, ein attraktives Rennen abgeliefert und mehrfach attackiert.

Bis Bald,
Erik

Die belgische Radsportleidenschaft spürst Du an jeder Ecke

Freitag, Februar 26th, 2010

Autor Erik ZabelHallo zusammen,

ich bin derzeit in Belgien und habe dabei geholfen, die Mannschaft HTC-Columbia auf die beiden ersten belgischen Rennen des Jahres vorzubereiten. Denn es ist immer etwas ganz besonderes hier zu fahren: Die Stimmung, die Leute, die Radsportbegeisterung merkst Du an jeder Ecke. Wir werden sehen, wie unsere Fahrer abschneiden. Wir haben gut trainiert und uns die Strecken genau angeguckt, aber in solchen Rennen kann immer alles passieren. Ich melde mich Anfang der kommenden Woche nochmal und sag euch, wie wir das Wochenende erlebt haben.

Bis bald
Euer Erik

Rick legt sich bei den Six Days ins Zeug

Dienstag, Februar 2nd, 2010

Autor Erik ZabelHallo zusammen,

ich schreibe euch gerade aus meiner Geburtsstadt Berlin, in der ich in der letzten Woche einiges zu tun hatte. Denn während hier das Sechstagerennen läuft gibt es auch ein umfangreiches Rahmenprogramm. Ich bin schon am Mittwoch angereist und habe dann am Donnerstag den Startschuss für die Sixdays gegeben. Ich habe ja hier bis zu meinem 19. Lebensjahr gelebt und bin seit Anfang der 90er Jahre in Unna zuhause. Und in Berlin habe ich mir immerhin meine ersten Sporen als Radsportler verdient und meinen letzten Sieg gefeiert. Das scheint auch das Publikum zu wissen. Die haben mich hier so empfangen als ob ich gar nicht weg gewesen wär. Da sieht man schon wie groß die Begeisterung für den Sport ist, wenn die einen ehemaligen Rennfahrer mit so einem Applaus begrüßen.

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Das Ganze ist so voll mit Leben und Gefühlen, dass es einem fast die Beine umhaut

Montag, Februar 1st, 2010

Autor OnlineredaktionVor genau einem Jahr fuhr Erik Zabel sein letztes Rennen als Profi. Das Berliner Sechstagerennen ist einer der sportlichen und kulturellen Höhepunkte der Hauptstadt und für Erik waren es ganz besondere sechs Tage. Schließlich ist er gebürtiger Berliner und nie zuvor hatte er an diesem Rennen teilgenommen. Die Bilderbuchkarriere von Erik Zabel fand am Ende der Berliner 6 days 2009 ein Bilderbuchende. Er siegte zusammen mit Robert Bartko vor seinem langjährigen Rivalen und Freund Bruno Risi. (den er übrigens vor einigen Tagen ebenfalls verabschiedete >>)

In diesem Jahr kehrte er in das Velodrom zurück und übernahm den Startschuss zum 99. Berliner Sechstagerennen.

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Aus einer ganz besonderen Perspektive beobachtete im letzten Jahr der Fotograf Tino Pohlmann das letzte Rennen von Erik. Er war 6 Tage immer an Eriks Seite und dokumentierte den Sportler und den Menschen Erik Zabel in Momenten des Triumphes und der völligen Erschöpfung.

       “Mir war es ein inneres Anliegen bei so einem Ereignis und bei Erik Zabels letztem Rennen dabei zu sein. Solche Momente wiederholen sich nie wieder – wie das so üblich ist in der Fotografie. Allerdings wollte ich ein inneres – gefühltes Bild sichtbar machen und in einer mehrtägigen Annäherung zum Thema umsetzen und auch spüren. Den Betrachter möchte ich so nah wie möglich an die Person Erik Zabel heran bringen sowie das Ereignis selbst erfahrbar machen. Das Ganze ist so voll mit Leben und Gefühlen, dass es einem fast die Beine umhaut, wenn man bei der Sache sechs Tage lang quasi mitfährt…”

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Die so entstandenen Bilder haben wir jetzt in einer Galerie zusammengestellt. Ihr findet diese unter dem Navigationspunkt “Über Canyon/Impressionen” oder ihr folgt einfach folgendem Link.

Galerie “Sixdays Berlin 2009″ von Fotograf Tino Pohlmann

Tinos komplettes Schaffen könnt ihr euch übrigens im Portfolio und in seinem Blog” anschauen.

Hallo liebe Canyon Gemeinde

Dienstag, Januar 26th, 2010

Autor Erik Zabelauch wenn es nicht mehr ganz aktuell ist, wollte ich euch trotzdem erzählen, dass ich nach den Weihnachtstagen ein kleines Minitrainingscamp auf Mallorca abgehalten habe. Dazu habe ich sechs Juniorenfahrer zu mir nach Mallorca eingeladen und wir haben hier auf der Insel ein paar gemeinsame Radkilometer abgespult – und natürlich am 31.12. schön Sylvester gefeiert. Außerdem waren noch zwei Fahrer in Arenal, die wir dann auch abgeholt haben um gemeinsam zu fahren. Mit dabei war natürlich mein Sohn Rick, der ja mittlerweile aus den „Young Heroes“ rausgewachsen ist, Jan Brockhoff und Lisa Fischer samt Familie. Mit einigen anderen Freunden von Rick aus dem RSC Turbine Erfurt. Als die Jungs und Mädels dann Anfang Januar wieder zurück in die Schule mussten, ging es für mich gleich weiter zum Trainingslager von HTC-Columbia.

Zabel als Berater im Trainingslager

Vom 8. Bis zum 18. Januar war ich dann mit dem Jungs von HTC-Columbia im Trainingslager. Wir sind hier auf Mallorca zusammen ein paar Trainingseinheiten gefahren. An einem Tag haben wir uns auch eine Runde auf dem Puig ausgesucht und ich konnte mit den Jungs noch ganz gut mithalten. Ich war froh noch so fit zu sein und als dritter oben anzukommen. Das wirklich wichtige daran aber ist, dass mir das in meinem Job auch weiterhilft. Als sportlicher Leiter hast Du mit den Fahrern immer eine Interview-Situation, wenn du im Training aber 4 bis 5 Stunden als Teil der Gruppe mitfährst sind die Jungs weitaus offener und fragen in lockererer Atmosphäre.

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