Archive for the ‘Anja Kallenbach’ Category

Alpencross Wien-Nizza: 3. Etappe

Montag, August 1st, 2011

Heute waren es 2538 hm auf 122 km und es ging von Bad Ausee nach Saalfelden am steinernen Meer

Unglaublich aber wahr, ich habe heute die Sonne gesehen! Mehrmals! Man tat das gut!!!! Kein Regen!

So heute hat es dann auch mit den ersten Livedaten geklappt, zumindest bis zum Mittagessen in Bischofshofen, danach hat sich der Sender verabschiedet. Meine Schuld, ich hatte gestern nur eine Steckdose, sodass ich zwischen Sender, Powercontrol und Garmin wechseln musste. Aber ich bin gut in Saalfelden angekommen, also gut ist relativ! Ihr habt ja gesehen, wie schlecht es mir auf dem Rad heute ging, das Halsweh ist noch nicht weg und so fehlt die Kraft. Das vernünftigste wäre morgen ein Pausentag zum Auskurieren und dann erst weiter. Aber das geht leider nicht, morgen soll das Wetter am Großglockner noch ganz gut sein, höchstens Sprühregen, aber dann kann es auch Schnee geben. Also muss ich da morgen irgendwie drüber. Ich habe echt großen Respekt vor morgen, denn ich muss ehrlich sagen, das 10kg Gepäck habe ich schon unterschätzt. Wenn ich sonst mit Gepäck unterwegs war, dann war das die Hälfte und wenn dann auch noch die Kraft fehlt, dann zieht es besonders runter. Also bitte denkt morgen alle an mich!!!!! Das wird sicher mindestens so hart wie der Ötztalmarathon, aber irgendwie muss es gehen!

Aber nun zu heute. Also los ging es mit dem Pötschenpass. Der war nicht steil und nicht lang und war so schön zu fahren. Leider war es nicht mehr so idyllisch wie gestern, sondern sehr viel Verkehr, besonders viele LKW. Dafür war dann die Abfahrt auch wie eine Autobahn, so dass ich selbst mit Tasche nicht bremsen musste und am Ende wurde man mit einem schönen Blick auf den See belohnt. Außerdem war ich wegen der Sonne echt einfach nur glücklich!

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So, dann war erst mal Schluss mit lustig! Die Anfahrt nach Gosau und damit zum Pass Gschütt zieht sich in nicht enden wollenden kleinen Rampen durch dichten Wald es gibt also nichts zu sehen, ganz schlecht für mich, wie ihr wisst. Dafür entschädigt dann aber das Panorama vom Dachstein in Gosau. Da muss man dann aber echt schnell schauen, denn danach wird es mit einer 500m langen 17% – Rampe echt fies! Hier hat es mir besonders gefehlt, dass man mit dem Gepäck nicht im Wiegetritt fahren kann. Das Lustige ist, ich dachte, das wäre noch nicht die 17%-Rampe, ich dachte die würde erst noch kommen und habe deswegen nach der Rampe erst mal total demoralisiert angehalten, um wieder Luft zu bekommen.

Aber genau in dem Moment bekomme ich eine SMS von Andy! Willkommen in Gosau und das er mich gerade auf SRMlive sieht und an mich denkt! Andy, du bist mein Held des Tages! Das war Aufmunterung im besten Moment! Denn jetzt habe ich nur noch an lustige Ortsschildsprints mit Kathi und Andy gedacht, die ich immer verliere und an tolle gemeinsame Ausfahrten mit coolen Eiscafestopps und so ging auch dieser Pass vorbei. Oben gab es zur Belohnung auch das erste Passschild dieser Tour, was ich bewusst wahrgenommen habe. Entweder gab es sonst keine, oder sie sind im Regen untergegangen.

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Nach einer viel zu kurzen Abfahrt ging es dann immer an einem Fluss entlang und ich dachte nur, was ist denn jetzt los, es ist doch fasst flach, wieso komme ich einfach nicht vorwärts! Also hab ich erst mal angehalten und einen Riegel eingeworfen (das erleichtert schließlich auch das Gepäck) und dann hatte ich wohl auch wieder genug Zucker im Gehirn, um zu bemerken, dass der Fluss mir entgegenfließt, es ging also hoch! Bei St. Martin am Tenneberg begann dann auch endlich die heiß ersehnte Abfahrt bis Bischofshofen, herrlich!

Da hab ich dann erst mal einen Apfelstrudel gegessen und dann gings los zum Dientnersattel. Puh ab jetzt ging es nur noch schwer an den steilen Stellen bin ich fasst Zickzack gefahren und ich weiß auch nicht mehr genau, wie ich es bis oben geschafft habe. Da ist das SRM eine tolle Ablenkung, weil es so viele Zahlen zu schauen gibt und besonders gut gelöst, dass die km/h-Anzeige nur ganz klein unten links ist, das ist viel weniger frustrierend. Besser man guckt auf Watt und Herzfrequenz und sieht nicht, dass man gerade nur noch 6,5 km/h hat, früher dachte ich immer, da würde man umfallen!

Ja und oben habe ich dann gedacht, wow jetzt ist es geschafft für heute. Ich hatte gar nicht mehr auf der Rechnung, dass es nur ganz kurz runter geht und dann noch der Filzsattel kommt. Puh, das ist gar nicht gut für die Moral!

So jetzt muss ich dringend schlafen, denn morgen wird es sicher nicht lustig!

Alpencross Wien-Nizza: 2. Etappe

Sonntag, Juli 31st, 2011

Heute waren es von Mariazell und Bad Ausee 158 km und 1505 hm.

Hallo,
ich bin mit letzter Kraft angekommen in Bad Aussee, dabei war das doch die Etappe mit den wenigsten Höhenmetern. Der Tag fing schon schlecht an, bin mit Halsschmerzen aufgewacht und der tägliche Wetterbericht per SMS von Georg (Danke!) und auch der Blick aus dem Fenster verhießen nichts Gutes. Na gut, es war immerhin trocken bei der Abfahrt, aber saukalt (9 Grad) und ein starker Wind, den ich natürlich fasst die ganze Zeit von vorne hatte machte es nicht einfacher!
Ein gutes hatte das Wetter, meine Tasche war heute ziemlich leer. Denn ich hatte Beinlinge, Überschuhe und alles andere was ging an.

Alpencross Wien-Nizza: 1. Etappe

Samstag, Juli 30th, 2011

Heute waren es 93 km und 2054 hm. Es ging von Berndorf nach Mariazell.

Was für ein Scheiß! Es ist lausig kalt und regnet in Strömen! Das macht keinen Spaß! Ich war so durchgefroren, dass ich für die letzten 25km den Zug genommen habe, da war es wenigstens trocken und bei dem Gegenwind dachte man echt, man fährt rückwärts. Ich weiß nicht, ob ihr heute die Livedaten sehen konntet, denn ich habe den Sender vorsichtshalber in eine Plastiktüte in die Tasche getan.
Das Fahren mit den Taschen ist auch noch alles andere als optimal, muss heute Abend noch mal anders packen. Fotos gabs heute leider keine, dafür waren meine Hände zu kalt. Eigentlich sollte es erst morgen besseres Wetter geben, jetzt ist aber wieder Regen angesagt, ich weiß wirklich nicht, ob ich das morgen noch mal 158km aushalte, das ist echt nichts für die Moral! Ich will Sommer! Und nicht denken ich mache eine Expedition am Nordpol!

Alpencross Wien-Nizza: Meine Live SRM Daten

Freitag, Juli 29th, 2011

Neben meinen Berichten hier im Blog könnt ihr dank SRM System auch live verfolgen, wo ich mich gerade befinde und wie so meine Leistungsdaten sind. Das wird sicherlich auch von Etappe zu Etappe ziemlich schwanken. Und ich weiß, dass ihr zuschaut und das motiviert, weil ich kann so nicht einfach so mogeln.

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Hier das ganze auch noch als Link

Freue mich über jede Anfeuerung. :)

Anja

Alpencross Wien-Nizza: Letzte Vorbereitungen

Freitag, Juli 29th, 2011

Das wichtigste ist natürlich das Rad! Für eine solche Tour braucht man ein zuverlässiges Rad, das mit Gepäck gut klarkommt (ein leichter Carbonrahmen ist hier nicht die erste Wahl, obwohl ich sonst mein Canyon SLX liebe!) und die Geometrie für eine angenehme Sitzposition besitzt. Das ist bei Canyon natürlich das Roadlite. Ich darf auf meiner Tour das neue Roadlite für 2012 testen! Da habe ich aber gestaunt, als ich den Karton geöffnet habe! Das Design vom neuen Roadlite ist ein absoluter Hammer!!! Das ist kein braver einfacher Alurahmen mehr, es sieht jetzt aus wie ein absolutes Profirad!

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Das Rad als Rennpferd…

Ausstattung: – Sram force mit Apexschaltwek und 32er Ritzel (das werde ich brauchen!) – Kurbel Sram SRM – Laufräder Mavic Ksyrium SR -Vorbau/Lenker: Ritchey – Sattelstütze: Iridium (sie muss die schwere Tasche halten) – Sattel: Selle Italia Gewicht: 8,5 kg

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…und als Packesel! Dank Topeak habe ich mit dem Beamrack MTX mit Sideframes und der größten Tasche dem Trunkbag tour eine superpraktische Gepäckbeförderung. Gepäckträger mit Schnellspanner an der Sattelstütze befestigen, Tasche aufschieben, fertig! Das Packen dauert da schon viel länger…

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Das war der erste Test mit allem was ich eigentlich so mitnehmen wollte. Nun das waren 9kg Gepäck, simuliert mit Wasserflaschen und das ging leider gar nicht, was sicher auch an dem sich bewegenden Wasser lag. Trotzdem ist das so viel zu schwer! Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass das alles soviel wiegt! Also muss jetzt abgespeckt werden! Zum Beispiel Akku aus dem Laptop, nur ein Miniduschgel und Shampoo bis zum ersten Ruhetag (da kann ich nachladen) und weniger Ersatzschläuche, kein Notzelt …

Hier die Liste aller Sachen, die es schließlich in meine Packtaschen geschafft haben:
– Riegel (ja, 12 Riegel für die ersten Tage wiegen 900g, das kann ja nur noch leichter werden)
– Getränkepulver (ich hätte besser Glühwein mitnehmen sollen)
– Netbook 10 zoll (so ziemlich das dämlichste, was man über die Alpen schleppen kann, aber ihr wollt ja etwas von mir lesen)
– SRMsender + Ladekabel (gut er befindet sich normalerweise außerhalb der Tasche)
– 1 paar Schuhe
– 1 Trikot/ Hose/ Socken zum wechseln
– Regenjacke / Windjacke / Weste
– Ärmlinge / Knielinge / Beinlinge / Regenüberschuhe – Handy + Ladekabel
– Garmin + Ladekabel
– 1 lange Hose
– 1 T-shirt
– 1 Unterhose
– Minitool
– 2 Ersatzreifen + Reifenheber + Pumpe
– Fotokamera + Ersatzakkus
– Lampe
– kleiner Stoffteddy (damit ich nicht so ganz alleine unterwegs bin)
– Warnweste
– ein paar Seiten mit Landkarten und einige Flyer
– Fahhradschloss (braucht man heutzutage ja leider)

Unglaublich, dass das alles zusammen 9kg wiegt!

Mehr Infos bald hier im Blog

Anja

Alpencross Wien-Nizza: Für Ärzte ohne Grenzen die Alpen längs durchqueren

Dienstag, Juli 26th, 2011

Hallo,
ich heiße Anja und viele von euch kennen mich schon aus den Canyon Roadbike-Katalogen der letzten Jahre. Ich fahre jetzt seit fünf Jahren Rennrad und war von Anfang an völlig pässebegeistert. Ich fahre auch gerne Rennen wie die Transalp oder den Ötztaler, aber meistens sieht man ja beim Rennen nicht so viel von der Landschaft und so waren meine schönsten Erinnerungen auf dem Rad immer die einwöchigen Touren in der Umgebung von Meran.
Und wie ihr ja wisst, kann man im Winter ja meist nur vom Radfahren träumen und ich hatte da zufällig den Autoatlas in der Hand und habe mal angekreuzt, welche Pässe ich schon immer mal fahren wollte. Die Kreuze ergaben einen schönen Bogen von Wien nach Nizza und so kam mir die verrückte Idee zu dieser Tour: einmal die Alpen längs durchqueren, statt quer! Gut, alle Pässe konnte ich jetzt doch leider nicht ganz in die Planung aufnehmen, denn sonst fährt man im Zickzack, dass man 6 – 8 Wochen brauchen würde.
Durch einen Freund von mir der 2 Jahre für Ärzte ohne Grenzen als Arzt unterwegs war, hörte ich immer viel von seiner Arbeit, und wie schlecht es den Menschen in den Krisengebieten geht und auch von anderen Projekten, die mit sportlichen Aktivitäten auf dieses Problem aufmerksam machen.

 

So ist dieses Projekt entstanden. Canyon spendet jedes Jahr für wohltätige Zwecke und war sofort von meinem Projekt begeistert! Ich werde jetzt also ca. drei Wochen 2213km, 41 Pässe und 54659 Höhenmeter mit dem 2012er Roadlite, dass ich exklusiv teste, durch die Alpen fahren. Natürlich werde ich sicher wieder viel tolle Erlebnisse erleben, aber auch sehr harte Tage haben. Aber den Menschen, die krank sind und keine ärztliche Versorgung haben, geht es viel schlechter als mir an den härtesten Anstiegen. Also bitte helft auch mit und spendet etwas:

Empfänger: Ärzte ohne Grenzen
Spendenkonto: 97 0 97
Empfängerbank: Bank für Sozialwirtschaft
Bankleitzahl: 370 205 00
Betreff: Alpcross 2011

Schon 60 Euro genügen beispielsweise, um die medizinische Grundversorgung von 100 Opfern einer Naturkatastrophe einen Monat lang zu sichern!