Archive for the ‘Rudi Selig’ Category

Auf ins zweite Jahr: Rudi Seligs Blog auf canyon.com

Montag, Februar 4th, 2013

Der deutsche Nachwuchssprinter Rüdiger “Rudi” Selig hat uns bereits im letzten Jahr an seinem Leben als Neo-Profi im Team Katusha teilhaben lassen und uns in monatlichen Blogbeiträgen seine Erfahrungen im Profizirkus geschildert. Ein hervorragender 2. Platz beim ProRace Berlin, der 5. Platz bei der Tour of Qatar und ein respektabler sechster bei der Volta Limburg Classic beweisen, dass Rudi das Zeug dazu hat, 2013 auf seinem Canyon Bike vorne mitzumischen und weitere Erfolge zu sammeln.
Wir wünschen Rudi alles Gute für die neue Saison und freuen uns auf viele weitere spannende Einblicke und persönliche Berichte.

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Letzte Woche hat er sich mit einem Bericht aus dem Trainingslager zurückgemeldet.

Hallo liebe Canyon-Fans,
zuerst einmal wünsche ich euch ein gesundes neues Jahr, wir haben uns ja lange nicht gehört und seit dem letzten Blog ist viel passiert – Gutes aber auch weniger Gutes.

Ein Blick zurück aufs letzte Jahr.
Am 18.Dezember, gleich zum Start des Trainingslagers in der Toskana, bekamen wir die Hiobsbotschaft über den Entzug der Pro Tour Lizenz für Katusha. Eine schockierende Nachricht und ein schwarzer Tag für das Team. Niemand wusste so recht wieso, weshalb und warum das so geschehen ist und die Stimmung war auf dem Nullpunkt. Jedoch versuchen wir das Beste daraus zu machen und kämpfen weiter. Direkt nach dieser bitteren Pille sind wir vor den International Gerichtshof (CAS) gezogen und hoffen auf einen positiven Ausgang für das Team Katusha. Um nicht all zu viele Rennen zu verpassen, haben wir erfolgreich ein Pro Conti Lizenz beantragt. Mehr kann ich derzeit nicht dazu sagen…

Vor Beginn des Trainingslagers in der Toskana, bekam ich Achillessehnen Probleme – ein unpassenderer Moment hätte es kaum sein können. So quälte ich mich eine Woche lang herum, bevor ich mir eingestehen musste, dass es keinen Sinn macht. Der Teamarzt sagte Ruhe!! Lange drei Wochen musste ich pausieren (unter anderem die letzte Woche im Camp, wo es für einen Sportler sehr schwer ist, zuzusehen, wie deine Kollegen trainieren fahren und Du im Zimmer sitzt und Dich ausruhen musst). :-(

Da das Wetter in Deutschland Anfang des Jahres eh miserabel ist und meiner Sehne Wärme gut tut, bin ich am 5.Janaur erstmals wieder für eine Stunde auf der Rolle im Keller gefahren. Und ich hatte das erstemal seit langer Zeit keine Schmerzen beim fahren! Super !!!
Flug gebucht und sofort nach Mallorca, um rechtzeitig für das zweite Trainingslager wieder fit zu sein! Erik Zabel, der auch vor Ort war, hat mich behutsam aufgebaut und steigerte langsam wieder die Trainingsintensitäten. Der Plan ging auf. Am 12.Januar ging das Camp los und ich fühlte mich von Tag zu Tag fitter. Das ganze Team ging mit neuen Ambitionen an das Training heran!

Leider gab es ein paar kleine Zwischenfälle … Nach den ersten zwei kleinen Stürzen von Vladimir Isaychev und Giampaolo Caruso (nur leichte Blessuren durch wegrutschen in der Kurve), ging das Team etwas gezügelter heran. Nur leider kam es im letzten Block, vorletzter Tag des Trainingslagers noch schlimmer. Im Teamzeitfahrtraining hängte sich Vladimir Gusev an Petr Ignatenko auf und beide kamen schwer zu Fall. Im Krankenhauswurde dann bei Gusev ein gebrochener Mittelfinger und ein schweres Hämatom am Oberschenkel diagnostiziert und Petr ignatenko riss sich eine Sehne in der Schulter… Am selben Tag klagte dann auch noch Alexey Tsatevich über Knieprobleme womit das Drama perfekt war.
Jeder war geschockt und das Wetter war derselben Meinung und belohnte uns mit Schauern. :-(
Trotz der kleinen Zwischenfälle war das Trainingslager erfolgreich und wir haben jeden Tag mindestens 5:30 Stunden (immer mit Programm, sei es am Berg oder auf der Flachen) absolviert. Viele Fahrer sind wirklich schon sehr gut in Form. Der Start in die Saison kann beginnen.
In wenigen Tagen fällt endlich der Startschuss und das Team startet in die ersten Rennen der Saison.

Ich bin bereit und so motiviert, dass es mir schwer fällt die Ruhephasen einzuhalten, die der Körper so dringend braucht!!

Bis bald, bleibt gesund!
Euer Rudi

“Gesundheit ist das oberste Gebot” – neuer Blog von Rudi Selig

Donnerstag, September 6th, 2012

Rüdiger “Rudi” Selig ist mit 23 Jahren einer der jüngsten Fahrer im Kader unseres russischen ProTour-Teams Katusha.
Der deutsche Nachwuchssprinter bestreitet seine erste Saison im Profizirkus und er hat großes Potenzial auf seinem Ultimate CF SLX ganz vorne mitzumischen. Leider hat ihn ein Virus-Erkrankung momentan außer Gefecht gesetzt, so dass er sich aus seiner Heimat Berlin bei uns meldet.
Gute Besserung Rudi, werd schnell wieder fit!

Rudi Selig, hier im Interview beim Garmin Pro Race in Berlin, bei dem er den 2. Platz belegte!

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Hallo liebe Canyonfans,
am Sonntag bin ich das Rennen GP Jef Scherens in Belgien gefahren, bei dem auch unser Klassikerspezialist Oscar Freire mitgefahren ist. Diese, doch sehr anspruchsvolle Strecke über 183km und zwei Bergen pro Runde (insgesamt 14 Runden) war ein reiner Stadtkurs. Sprich ich bin die ganze Zeit möglichst weit vorne gefahren, um dem Zieharmonika-Effekt aus dem Weg zu gehen und wertvolle Körner gerade nach den vielen Kurven zu sparen! Oscar gelang es dann in die entscheidende Gruppe zu kommen, wo er jedoch als absoluter Favorit betrachtet wurde und er keine Chance hatte das Rennen zu gewinnen. Platz 12 sprang dann nur für ihn raus.

Trotzdem war es eine schöne Runde und durch die Vorbelastung der World Ports Classics (wo nebenbei Alexander Kristoff, den 3.Rang in der Gesamtwertung einfahren konnte-Congrats hier nochmal) setzte es den richtigen Kick, um für die kommenden drei Rennen in Belgien fit zu sein.
Daher musste ich sehr tief gehen – alles geben was ich hatte und noch mehr! Am Abend nach dem Rennen merkte ich dann schon, das mein Immunsystem ziemlich am Limit gewesen ist, aber durch die sehr schöne Hotelanlage von unserem sportlichen Leiter Piva Valerio (dem Malpertuus) und der grandiosen Kost eines echten Italieners, konnte man sich perfekt erholen und relaxen.
Leider half das alles nichts und am nächsten Tag bemerkte ich starke Kopfschmerzen und gegen Abend sogar Schüttelfrost. Anfangs dachte ich, dass ich zu wenig getrunken habe und becherte was das Zeug hielt-brachte jedoch alles nichts, außer das ich Stammkunde auf dem Klo war.
Okay, alles halb so schlimm dachte ich, zeitig ins Bett, viel Ruhe und Mittwoch bin ich wieder fit für das Rennen Rik van Steenberg…mhhh falsch gedacht! Ich wachte auf und merkte das einiges nicht stimmt…Schüttelfrost, Fieber, unendlich starke Kopfschmerzen und Gliederschmerzen… Doc sagte dann das, was ich nicht hören wollte: Virusinfekt! Rik van Steenberg und Paris-Brüssel kann ich vergessen! Tief schlucken und anerkennen, das mein Körper Ruhe braucht, auch wenn mir das schwer fiel… Mit dem Flieger sofort am nächsten Tag nach Hause und Bettruhe:-/
Naja, nun lieg ich hier und muss mich zwingen, Tee zu trinken und viel Obst zu essen, um möglichst schnell wieder auf die Beine zukommen! Dann kann ich vielleicht in einer Woche beim GP Wallonie wieder am Start stehen…

Allgemein ist Gesundheit mindestens genauso wichtig wie das Training-das ist ein richtiger Vollzeitjob! Immer aufpassen, sich nicht zu kalt anzuziehen, jederzeit Wechselklamotten dabei haben und möglichst ein Schal und Mütze-egal welches Wetter ist! Selbst beim Brötchen holen, auch wenn es 30Grad sind fahr ich auf dem Roller mit Schal, langer Jacke und Jogginghose…umso ärgerlicher, wenn man dann doch krank geworden ist- Wille meinte immer: Krank wird man nur, wenn man zu viel zeit hat (über jeden kleinen Huster nachzudenken) und wenn man Kopfschwach ist (kann sich auch einiges einreden)! Aber manchmal hat man einfach keine Chance.
In diesem Sinne, bleibt gesund und achtet auf eure Kleidung
Euer Rudi

Rudis Blog: Gänsehaut-Feeling bei der Eneco Tour

Mittwoch, August 15th, 2012

Rüdiger “Rudi” Selig ist mit 23 Jahren einer der jüngsten Fahrer im Kader unseres russischen ProTour-Teams Katusha.
Der deutsche Nachwuchssprinter bestreitet seine erste Saison im Profizirkus und er hat großes Potenzial auf seinem Ultimate CF SLX ganz vorne mitzumischen
Freut Euch auf seinen Rückblic k auf die Eneco Tour 2012.

Seid mir lieb gegrüßt,
seit nun genau einer Woche kreiseln wir mit der Eneco Tour im Dreiländereck (Belgien, Niederlande und Luxemburg) umher und heute war die Abschluss-Etappe mit der berühmten Mauer von Geraardsbergen als Abschlussberg.
Mein Einstieg in die von mir geliebte Eneco Tour, war mehr als schön und freue mich jetzt schon auf nächstes Jahr! Komisch, bisher war dieses Freudengefühl so kurz nachdem Rennen erst einmal vorhanden und zwar nach dem Klassiker Paris-Roubaix. Also heißt es was! :-)

Wahnsinnig groß aufgezogen, wie üblich im Radsportverrückten Belgien! Daher kamen auch Unmengen von Zuschauern an die Strecke, um uns mit aller Kraft (teils auch durch Alkohol gestärkt) anzufeuern! Grandiosen Gefühl, wenn man quasi den Berg „hochgeschriehen“ wird! Gänsehaut garantiert…
Die Sprintankünfte, die wir immer für Alexander Kristoff (beste Platzierung war der 5.Rang) angefahren sind, waren so was von dermaßen nervös, das selbst mir als Sprinter teilweise die Muffe ging!

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Als ginge es um Leben und Tod, Hauptsache als erstes in die – meist nicht mal letzte – Kurve fahren. Das bedeutete vor jeder Kurve sprinten, als wäre es das Finale!!!
Anfangs leichte Angst, aber irgendwann ist Dir dann auch alles egal und der Tunnelblick kommt. Und den braucht man in solchen Rennen unbedingt. Wer anfängt zu überlegen, was für Konsequenzen entstehen könnten, wenn ich jetzt in diese Lücke steche, hat verloren. Das alles ist wie ein Spiel, leider jedoch nicht mit drei Leben.
Gatis Smukulis, unserer Silberrücken (so genannt, weil es wortwörtlich ein Gorilla ist), sagte nur immer: „alle die da vorn reinhalten sind kranke, verrückte und todesmutige Gestalten!“
Hab den Satz jetzt mal etwas entschärft;-)

Leider musste Vladimir Isaiychev wegen Knieschmerzen aufgeben, außerdem ist sein Bruder tödlich bei einem Motorradunfall verunglückt – mein herzlichstes Beileid an dieser Stelle…
Mikhail Ignatiev hat uns nach dem Einzelzeitfahren verlassen, um sich auf die 3.und letzte Grand Tour vorzubereiten. Am 18.beginnt dann die spanische Vuelta Rundfahrt.

Für mich auch eine neue Erfahrung war der 6,6km lange Tunnel, den wir auf der 5. Etappe bestritten haben. Wahnsinnig laut, dunkel und schnell (65km/h) mit der einzigen Sicherheit zu hoffen, dass der Fahrer vor Dir, weiß, was er tut. Lustig war auch das Ereignis auf der 4.Etappe, als wir eine viel befahrene Straße in Belgien lang sprinteten… Links und rechts waren quasi Schaufenster, wo jedoch nicht Sachen oder Essen ausgestellt waren, sondern Frauen! Prostituierte auf Stühlen, leicht bekleidet sozusagen als Ausstellungsstücke!?!
Es dauerte nicht lange bis das jemand bemerkte und das Rennen war „neutralisiert“ und alle Fahrer schauten nach den Frauen. Vielleicht reiner Instinkt, aber es kam zu keinerlei Stürze, obwohl niemand auf die Straße schaute. :-)

Das nächste große Rennen folgt am Sonntag den 19.in meiner Heimat in Deutschland. Die Hamburg Cyclassics stehen auf dem Programm und dann sehe ich auch mal Ete wieder!
Bleibt fit und gesund euer Rudi

Rudi Seligs Premiere bei der Eneco- Tour 2012

Montag, August 6th, 2012


Rüdiger “Rudi” Selig ist mit 23 Jahren einer der jüngsten Fahrer im Kader unseres russischen ProTour-Teams Katusha.
Der deutsche Nachwuchssprinter bestreitet seine erste Saison im Profizirkus und er hat großes Potenzial auf seinem Ultimate CF SLX ganz vorne mitzumischen

Kurz vor seinem Start bei der Eneco Tour 2012 meldet er sich mal wieder mit einem kurzen Einblick in sein Leben.
Wir drücken ihm die Daumen für eine gelungene Premiere bei der Eneco-Tour 2012!

Seid gegrüßt liebe Canyon-Freunde,
Nach der Polenrundfahrt habe ich erstmals ein wenig rausgenommen und hab die Woche über viel mit meiner Freundin unternommen, die gerade Semesterferien hat.
Danach hieß es wieder ranklotzen, denn die für mich sehr wichtige Eneco-Tour steht auf den Plan!

Das 7-tägige WorldTour-Rennen ist ein Etappen-Radrennen durch die Niederlande und Belgien. Die diesjährige Auflage startet heute, am 6. August im niederländischen Waalwijk und endet in Belgien an der Mauer von Geraardsbergen.

Ich habe schon letztes Jahr mit voller Begeisterung diese Rundfahrt verfolgt und nun werd ich selber am Start stehen!
Das freut mich ungemein, da drei, vielleicht sogar vier Etappen was für mich sind. Dann noch ein Einzelzeitfahren und ein Teamzeitfahren, die sicher sehr hart werden.
Zwei bergige Etappen mögen auch noch verkraftbar für mich sein.

Von meinem Team Katusha werden folgende Fahrer am Start stehen: Katusha Maxim Belkov, Simon Spilak, Vladimir Isaychev, Mikahil Ignatiev, Pavel Brutt, Gatis Smukulis und Alexander Kristoff. Also eine sehr starke Mannschaft, mit der wir sicher gut mitmischen können.

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Natürlich hab ich mit großer Begeisterung das Olympische Straßenrennen verfolgt und mich tierisch über die Bronzemedaille von unserem Norweger Alex Kristoff gefreut!
Hezlichen Glückwunsch nochma!
Ansonsten gibt es bei mir nichts neues, außer das mir nun schon drei Mal der Roller geklaut worden ist – innerhalb von zwei Monaten! Aber da ich zurzeit eh kein Führerschein besitze (einen Monat Fahrverbot wegen zu schnellen Fahrens – Schande über mein Haupt), stört es mich nur geringfügig.

Am letzten Juli-Wochenende fuhren meine Trainingsgruppe und ich eine RTF in Berlin mit, das ehemalige “Rund um Berlin” mit 230km…also gutes Training…dachte ich!
Als ich morgens aus dem Fenster schaute, war mir klar, dass es alles andere als schön wird (Dauerregen)!!!Solch eine Sintflut habe ich selten erlebt und unser Trainer wollte es richtig wissen! „Wir fahren die gesamte Strecke…OKAY!!!“

Nach 251km, 1Platten,7std30 (davon 5std im Regen),kam ich erschöpft, aber glücklich Zuhause an.
So, ich melde mich dann wieder nach der Eneco Tour-drückt mir die Daumen!!!

LG und bleibt schön fit
euer Rudi

Nicht viel taktieren, auf die Plätze, fertig, los – Rudi Seligs Premiere bei der Polen-Rundfahrt

Montag, Juli 9th, 2012

Rüdiger “Rudi” Selig ist mit 23 Jahren einer der jüngsten Fahrer im Kader unseres russischen ProTour-Teams Katusha.
Der deutsche Nachwuchssprinter bestreitet seine erste Saison im Profizirkus und er hat großes Potenzial auf seinem Ultimate CF SLX ganz vorne mitzumischen

Von 10. bis 16.Juli wird er bei der 69. Polen-Rundfahrt an den Startt gehen. Wir wünschen ihm alles Gute und viel Erfolg!

Hallo liebe Canyon-Fans,
ich melde mich aus dem sonnigen Berlin. So so macht Radfahren richtig Spaß! Kurz, kurz (oben und unten) ist es einfach am angenehmsten zum langen radeln. Nach vier Stunden eine Bäckerpause und dann gibt es nichts Schöneres auf Erden.

Ich hatte nach der, für mich leider mäßig laufenden Deutschen Meisterschaft, richtig Motivation meine Form zu steigern für meine Premiere bei der Polenrundfahrt! Das heißt lange Grundlage fahren und extrem auf die Ernährung achten, da die Rundfahrt sehr wellig bis bergig ist.
Mein Tagesablauf sieht wie folgt aus:

7:30 Uhr aufstehen
8:15 Uhr Abfahrt
13:15-14:15 Uhr Ankunft
14:30-15:00 Uhr Gymnastik und Dehnung
15:30Uhr Essen
16:00-16:45 Uhr Schlafen
17:00-22 Uhr Sonstiges und dann schlafen

Im Großen und Ganzen ein sehr gechillter Tag. Am Wochenende dann nochmal richtig lange Trainingseinheiten mit Programm (EB, Motortraining und Antritte) und am Montag flieg ich dann nach Wroclaw.
Am 10. Juli geht dann die 7tägige Rundfahrt los. In Polen fahre ich ganz besonders gerne Radrennen, da es ehrliche, offene und vor allem harte Rennen sind.
Nicht viel taktieren, auf die Plätze, fertig, los!!! Ich liebe es! Und durch meinen knappen 2.Platz im letzten Jahr bei der Mazowia Tour, bin ich noch motivierter mir dort einen Namen zu machen.

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Anschließend möchte ich eine kleine (5 Tage) Saisonpause machen, in der ich mit meiner Freundin an die Ostsee fahren möchte, wo meine Mutter ein kleines Ferienhäuschen besitzt. Und dann geht’s nach Leipzig, zu der Hochzeit meines besten Freundes, worauf ich mich besonders freue!

Die Tour de France ist wieder mal sehr spannend, leider auch durch die spektakulären Stürze, was zeigt, dass die Tour echt Ausnahmezustand ist und selbst die Profis da mehr reinhalten, um ein gutes Ergebnis einzufahren… Passiert eben auch selbst bei den großen…

Mit Spannung verfolge ich natürlich, wie sich mein Team auf der großen Schleife schlägt. Mit Denis Menchov und Óskar Freire haben wir zwei erfahrene Top-Fahrer am Start, die gute Chancen haben im Gesamtklassement vorne mitzuspielen. Eine tolle Leistung auf den ersten Etappen lieferte auch Vladimir Gusev, der sich immer wieder im Peloton nach vorne absetzen konnte. Ich wünsch euch viel Spaß beim Schauen und drückt Katusha und den Deutschen die Daumen. Aktuell ist ja noch Andreas Klöden im Gesamtklassement vorne mit dabie und durch den Doppelsieg von André Greipel auf der 4. und 5. ist meine Laune sowieso auf dem Höhepunkt;-)

Liebe Grüße und bleibt gesund Euer Rudi

Starke Leistung von Rudi Selig beim ProRace Berlin

Dienstag, Juni 12th, 2012

Rüdiger “Rudi” Selig ist mit 23 Jahren einer der jüngsten Fahrer im Kader unseres russischen ProTour-Teams Katusha.
Der deutsche Nachwuchssprinter bestreitet seine erste Saison im Profizirkus und er hat großes Potenzial auf seinem Ultimate CF SLX ganz vorne mitzumischen.


Und das er das Zeug dazu hat, hat er mit seinem Platz 2 beim ProRace Berlin am 10. Juni erneut eindrucksvoll bewiesen. Glückwunsch Rudi, weiter so!

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Hallo liebe Canyon Fans,
ich melde mich wieder mal nicht aus der Heimat, denn seit gestern sind wir in den Niederlanden unterwegs, wo wir ab Donnerstag die ZLM Ster Electro Tour bestreiten werden.
Hier ist völlig das Fußballfieber ausgebrochen – alles ist Orange.
Und morgen dann steht der ultimative Höhepunkt an: Holland vs. Deutschland!
Mal sehen, ob ich mich nach dem Spiel hier verstecken muss;-)

Das ProRace Berlin, das seine überzeugende Premiere letztes Jahr gefeiert hat, war einer der Höhepunkte in meiner bisherigen Saison.
Allein schon deswegen, weil ich seit eineinhalb Jahren in der Hauptstadt wohne!

In der Woche davor hab ich sehr intensiv mit meinem Trainer Torsten Wittig trainiert und mich speziell mit Motortraining auf dieses Rennen vorbereitet. Es schult den hochfrequenten, runden Tritt und die Kraftausdauer. Direkt nach dem Training merke ich meistens nichts von der Anstrengung, allerdings nach meiner heimischen Gymnastik Runde spüre ich doch, das ich ganz schön platt bin und freue mich auf meine 30 Minuten Mittagsschlaf nach dem Essen. Diese Zeit ist für mich extrem wichtig, um meine Kraftreserven wieder aufzufüllen und mich zu regenerieren.

Danach widme ich mich meiner neuen Freundin Lisa, die mir hilft, mich von dem Gedanken: „Das Rennen am Wochenende ist extrem wichtig und ich muss gut fahren!!!“ ablenkt…Aufgabe erfolgreich absolviert!

Ich finde es enorm wichtig, dass man auch noch ein Privatleben hat! Meiner Meinung nach, sollte man sich nicht zu krass auf den Sport versteifen, sonst kann es passieren, dass man sich zu viel Druck macht (womit 95% der Sportler nicht umgehen können) und nach dem Misserfolg dann auch die Lust an diesem geilen Leben nach und nach verloren geht! Man kann nicht 365 Tage im Jahr, 24Stunden lang nach dem Optimum leben, dann geht man seelisch daran kaputt!

Naja, jedenfalls mit Glücksgefühlen im Bauch und hochmotiviert ging ich in das Rennen, konzentrierte mich vier Stunden lang nur auf mein Ziel, dass ich mit „Wille“ vor dem Rennen besprochen hatte. Den Sprung aufs Podium und am besten Sieg!

Jedoch waren hochkarätige Sprinter am Start, wie André Greipel, Robert Hunter, Andre Schulze und Robert Wagner, die mir den Sieg nicht schenken würden…
Der Sprint verlief für mich perfekt, ich hatte das Hinterrad von Sprintstar André Greipel und versuchte 200m vor dem Ziel noch an ihm vorbei zuziehen.
Allerdings hat er eine solch hohe Endgeschwindigkeit, das ich nur bis zur Kurbel kam und es mich dann aufstellte.
Mit 67,8km/h (laut SRM) überquerte ich die Ziellinie auf Platz 2 und war super happy!
Ziel erreicht!!

Am nächsten Tag stand die Anreise nach Holland auf dem Programm. Mal nicht mit dem Flieger sondern mit dem Auto. War schon anstrengend, und das obwohl es bis letztes Jahr unser täglich Brot war solche Strecken mit dem Auto zu absolvieren.
Da sieht man mal, wie schnell man sich an Luxus gewöhnt. ;-)

Mit meinem guten Ergebnis in Berlin bin ich heiß auf mehr und will eine gute Tour hier abliefern, also drückt mir die Daumen!
Regnerische Grüße aus Eindhoven
Euer Rudi

Rudi Selig on Tour. Nächster Halt: Neuseen Classics und Bayern-Rundfahrt

Montag, Mai 7th, 2012

Schönen guten Tag liebe Canyon-Fans,

letzte Woche war ich mit Erik Zabel in Berlin unterwegs, um ein wenig für den Berliner Velothon zu promoten…es war lustig und gleichzeitig faszinierend, wie viele, trotz schlechten Wetters auf dem Flughafen Tempelhof erschienen sind!
Der Radsport boomt, wie allein die Zahl des letztjährigen Berliner Velothons gezeigt hat! (13. 000 Teilnehmer !!) Dabei konnte ich mal wieder vor zig Zuschauern demonstrieren, wie robust das Canyon Ultimate CF SLX Rennrad (trotz Carbonrahmen) sein kann bzw muss! ;-)
Ete würde wieder sagen: „Rudi lass die Räder ganz“.

Einige Fotos von dem Training gibt es auf der Website des Skoda Velothon Berlin.

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Dann stand am Dienstag mit „Rund um den Finanzplatz Eschborn“, einer der wenigen deutschen Klassikern auf dem Rennplan. Lief für mich nicht ganz wie geplant, ist einfach zu bergig gewesen. :-(
Trotzdem konnten wir mit Alexander Kristoff den 6.Platz belegen, was den Tag ziemlich rettete.
Gestern hatte ich, wie immer nach einem Wettkampftag, frei und bin endlich mal mein neues Grand Canyon AL 9.9 SL gefahren…
Und wie schon beim GranFondo in Koblenz, als ich merkte wie der MTB-Markt boomt, war ich von dem Rad begeistert und freue mich schon auf den Winter, um mit diesem Rad an die Grenzen zu gehen!
Letztes Jahr bin ich Crossrad gefahren mit meiner Trainingsgruppe, die alle Crossräder besitzen. Klarer Vorteil ist die Schnelligkeit mit diesen Rädern, aber Wendigkeit und Comfort sind eher weniger vorhanden.
3 Kilo mehr wiegt das MTB, perfekt fürs Training Und vor allem im Wald bei steilen Abfahrten wird mir dann keiner mehr was vormachen und auf der Geraden komm ich mit den großen Felgen auch locker mit – ich bin gespannt! ;-)

Meine Vorbereitung auf mein nächstes Highlight läuft während dessen schon. Neuseen Classics und Bayernrundfahrt! Das sieht meist so aus: normales Straßentraining wie gehabt und dann direkt wenn man nach Hause kommt 30-40min Dehnung, Stabilisationstraining und Aerobic.

Rumpfstabilität ist beim Radsport sehr wichtig, um die ganze Kraft direkt aufs Pedal zu bekommen, ohne das Kraft durch wackeln des Oberkörpers verschwendet wird.
Schon nach einigen Tagen ist die bessere Kraftübertragung gerade bergauf extrem spürbar…Kann ich nur weiter empfehlen!
Und meine Knieprobleme die ich seit dem Sturz beim Scheldeprijs (Anfang April)hatte, habe ich so auch weg bekommen.

So, bleibt gesund und fleißig
Euer Rudi