The Strive Diaries: Entry 1 – Auftakt der Enduro World Series in Chile

  April 23rd, 2014 | 17:47 | Onlineredaktion

Fabien Barel // Foto: Jérémie Reuiller

Ein Tagebuch lebt von Erlebnissen, Eindrücken und Erfahrungen – den guten wie den weniger guten. Nur die schönen Momente für die Ewigkeit festzuhalten, wird den „Strive Diaries“ nicht gerecht. Das Athletenleben des Canyon Factory Enduro Teams ist voller Höhen und Tiefen, die wir Euch mitteilen möchten. Wir könnten hier also ausnahmslos über die genialen Trails in Chile schreiben, wollen Euch in diesem Eintrag aber auch die Rückschläge nahe bringen.

Unsere Reise nach Chile war ein Trip ins Unbekannte, in vielerlei Hinsicht. Neben den logistischen Unwägbarkeiten hat uns vor allem die wahnsinnig dynamische Mountainbike-Szene überrascht. In Chile wird Enduro mit Hingabe gelebt – davon könnten sich viele europäische Länder eine Scheibe abschneiden. Das südamerikanische Land hatte es auf jeden Fall verdient, den Premierenlauf der Enduro World Series (EWS) 2014 auszurichten.

Das Strive AL – die Abfahrt beginnt bergauf

Um die Zeit in Chile optimal zu nutzen, reisten wir mit einer größeren Crew als üblich an. Die Vorbereitungszeit auf das erste EWS Rennen war mit Trainingseinheiten, Film- und Fotoaufnahmen voll durchgeplant. Auf die Videos und Bilder dürft Ihr gespannt sein. Nachdem die Aufnahmen im Kasten waren, ließen wir uns beim Warm-Up Race „Montenbaik Enduro 2014“ in La Parva auf den ersten Schlagabtausch mit der Szene ein. Die Konkurrenz hatte die letzten Monate ja auch nicht im Winterschlaf verbracht. Fabien Barel fuhr den fünften Platz ein und Ines Thoma schaffte als Dritte sogar den Schritt aufs Treppchen.

Ludo May // Foto: Jérémie Reuiller

Auch Ludo May, unser Schweizer Neuzugang, war nach dem Rennen noch heißer auf die Saison: „Der Trip nach Chile ist der erste mit meinem neuen Team. Es ist toll, die CFET Crew mit Manager und Mechanikern an meiner Seite zu wissen. Ich fühle mich als Teil einer großen Familie! Leider hat mich beim Rennen in La Parva ein kleiner Defekt ausgebremst, aber ich konnte einige gute Stages fahren. Das macht mich sehr zuversichtlich für die Enduro World Series.“

Nach dem Einstand in der „Antigrip-Country“ reisten wir mit Selbstvertrauen fünf Stunden gen Süden nach Nevados de Chillan zum heiß ersehnten Start der EWS. Donnerstag und Freitag standen Trainingstage auf dem Programm. Am Wochenende erwarteten uns zwei Renntage mit je drei Wertungsprüfungen. Wir waren also bestens ausgelastet.

Ines Thoma // Foto: Jérémie Reuiller

Ines beschreibt ihre Aufregung vor dem ersten EWS Rennen so: „Ich denke, dass jeder ein bisschen nervös ist. Irgendwie weiß man noch nicht so richtig, was kommt – obwohl man schon gefühlt 1000 Rennen gefahren ist. Es ist trotzdem was anderes, hier zu sein. Die Strecken sind total geil, das Wetter ist perfekt und drum freu‘ ich mich!“

Schon auf der ersten Stage zeigte sich, dass nicht nur mit den Topfavoriten, sondern auch mit etlichen Newcomern in diesem Jahr zu rechnen sein wird. Bei Fabiens Zieleinlauf stockte allen allerdings der Atem. Was war passiert?

Fabien Barel // Foto: Jérémie Reuiller

Fabien über einen Tag, den er wohl nie vergessen wird: “Ich hätte mir niemals träumen lassen, was am ersten Tag, bei der ersten Stage passiert ist. Ich bin die erste Kurve wie ein 15-jähriger Junge angegangen, bei voller Geschwindigkeit durch den Sand gerippt, gedriftet und dann die Fahrspur entlang gehüpft. Mit blindem Vertrauen dachte ich, mir kann nichts passieren. Diese Aufregung kann ich selbst nach 20 Jahren Rennerfahrung einfach nicht kontrollieren. Auf halber Strecke bin ich dann mit 40 km/h über den Lenker gegangen und kopfüber im Sand gelandet. Dabei stauchte sich mein Rücken in einer Weise, wie er es sicher nicht sollte und ich rutschte fünf Meter Böschung herunter. Nach zehn Minuten war ich wieder zurück auf dem Trail. Ich konnte mich kaum bewegen. Ich schaffte es, wieder auf mein Bike zu steigen und die Ziellinie zu überqueren. Danach ging es ab zum medizinischen Support. Nach einem langen Check entschied ich mich, die zweite Stage anzugehen. Hätte ich das für ein paar Punkte wirklich machen sollen? War das Risiko zu hoch? Soll ich am nächsten Tag überhaupt antreten? Hatte ich mir die erste Runde so vorgestellt? Viele Fragen, die unbeantwortet bleiben werden. Ich war mir nur sicher, dass ich zum Biken hier bin und mein Bestes geben will. Nur weil man stolpert, heißt es ja nicht, dass man liegenbleiben sollte. Mein Motto lautet: Gib niemals auf!“

Profisport bei Canyon

Am Sonntagmorgen stand das endgültige Aus für Fabien dann fest. Keine leichte Entscheidung, aber eine absolut richtige, wie sich bei der medizinischen Untersuchung am gleichen Tag herausstellte: Bruch eines Lendenwirbels. Fabien war um Haaresbreite an einer Querschnittslähmung vorbeigeschrammt. An Biken war erstmal nicht zu denken, darüber war sich das ganze Team einig.

Ludo feierte derweil bei seinem ersten EWS Rennen im Canyon-Jersey mit Platz 13 einen super Einstand. Joe Barnes kam mit gutem Tempo, aber etwas Platten-Pech auf Rang 25 und Ines belegte Platz sechs bei den Damen.

Joe Barnes // Foto: Jérémie Reuiller

Joe beschreibt sein Rennen folgendermaßen: „In der Vorbereitung jagte ein Highlight das nächste. Bei jeder Trainingsrunde hatten wir mehr Spaß in den Hügeln Chiles. Auf der ersten Stage fühlte ich mich auf dem Bike sehr wohl und ging die Sache ruhig an. Anschließend war ich bereit für die physisch anstrengende Stage zwei, die ich mit dem 11. Platz beendete. Soweit, so gut. Mit dem ersten Tag war ich zufrieden und wusste, dass ich am Sonntag noch einen raushauen kann. Der nächste Tag begann mit einem flowigen, schnellen und doch lockeren Trail, den ich voll angehen konnte. Mit einer starken Verbesserung kletterte ich vor der letzten Stage im Ranking nach oben. Diese Stage war dann ganz nach meinem Geschmack, ähnlich den Trails in meiner Heimat Schottland. Meine Begeisterung kannte keine Grenzen mehr. Nachdem ich eine steinige Passage etwas zu stark genommen hatte, verlor plötzlich mein Vorderreifen Luft. Bald schon war er komplett platt und dabei lag noch die halbe Strecke vor mir. Ich tat alles, was ich konnte, aber musste einige Kollegen passieren lassen und verlor viel Zeit auf die Konkurrenz. Was für eine Enttäuschung! Mit dem 25. Platz habe ich ein paar Punkte ins Ziel gerettet, aber das war nicht mein Anspruch. Ich kann die nächsten Rennen kaum erwarten und muss mir nur merken: Take it easy on the rocks.“

Auf unseren Trip blicken wir nun mit gemischten Gefühlen zurück. Es war alles dabei: totale Begeisterung beim Biken auf den chilenischen Trails, verhaltener Stolz ob der Rennergebnisse bis hin zu dem Schock nach Fabiens schwerem Sturz. Nun machen wir uns auf den weiten Heimweg und werden uns bis zum BIKE Festival in Riva erstmal sammeln. Vielen Dank für die vielen Genesungswünsche für Fabien, die uns bereits erreicht haben. Wir müssen jetzt Geduld haben, bis weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Wir hoffen, dass es unserem „Fab“ bald wieder richtig gut geht.

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Valverde triumphiert an der Mur de Huy

  April 23rd, 2014 | 17:31 | Onlineredaktion

Vierter Canyon-Sieg in Folge beim Flèche Wallone – nach den beeindruckenden Siegen von Philippe Gilbert 2011, Joaquim “Purito” Rodríguez 2012, Dani Moreno 2013 war nun Alejandro Valverde an der Reihe.

Der spanische Movistar Team-Kapitän zündete auf den letzten 200 Metern des gefürchteten, bis zu 26 Prozent steilen Schlussanstiegs den Turbo und krönte sich auf seinem Ultimate CF SLX nach 2006 zum zweiten Mal zum “Eroberer der Mur de Huy”.
Die Canyon Räder der Movistar Team-Stars
Alejandro Valverde takes Flèche Wallone 2014 /(c) TDWsport.com

8. Sieg: Valverde der erfolgreichste Profi 2014

“Ich bin so glücklich, dieser Sieg bedeutet mir und dem Team enorm viel”, sagte Valverde nach dem Rennen: “Die Ardennen haben sich in den letzten Jahren erfolgreich gegen mich gewehrt: Ich habe zwar Podiumsplätze erreicht, aber keine Siege. Umso wichtiger war der heutige Sieg.”

Mit dem Triumph beim mittleren der Ardennen-Klassiker erhöhte Valverde sein Siegeskonto 2014 auf satte acht – kein anderer Fahrer der WorldTour siegte öfter. Doch der 33-Jährige hat noch nicht genug: “Lüttich-Bastogne-Lüttich am Sonntag ist ein Rennen, das ich ebenfalls sehr mag und das ich bereits gewonnen habe. Auch dort werden wir Vollgas geben, aber dank des Sieges heute etwas gelassener.”
Angriff auf das Ardennen-Triple

Purito im Pech

Etwas weniger glücklich verlief das Rennen für Katusha. Purito, der beim Amstel Gold Race am vergangenen Sonntag gestürzt war und im Krankenhaus behandelt werden musste, wurde auch heute kurz vor dem Ziel in einem Sturz verwickelt.

Glücklicherweise konnte der Spanier sofort wieder auf sein Aeroad CF steigen, doch die Chance auf eine Top-Platzierung war dahin – Rang 70 hieß es am Ende für den Katusha-Kapitän.
Aeroad CF: Ausreißerrad, Gipfelstürmer und WorldTour-Legionär zugleich

Moreno in den TopTen

Besser lief es für Moreno: Der Vorjahressieger war im Finale des Rennens jederzeit hellwach und belegte am Ende den neunten Platz – sein zweites TopTen-Ergebnis binnen vier Tagen, nachdem er das Amstel Gold Race ebenfalls als Neunter beendete.

Wir freuen uns auf Lüttich-Bastogne-Lüttich am Sonntag und wünschen unseren Teams bei der “Doyenne” viel Erfolg und alles Gute!
Profisport bei Canyon

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(English) Ardennes Classics Preview: Katusha and Movistar Team Prepare for Climbing Showdown

  April 17th, 2014 | 15:55 | Canyon Onlineredaktion

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Canyon, Katusha und das Movistar Team: Angriff auf das Ardennen-Triple

  April 17th, 2014 | 10:13 | Onlineredaktion

Nur drei Sekunden fehlten Joaquim “Purito” Rodríguez am Ende zum großen Coup. Im Finale von Lüttich-Bastogne-Lüttich 2013 zündete der Spanier den Turbo und ließ mit seinem explosiven Angriff die gesamte Klassiker-Elite stehen. Einzig der Ire Daniel Martin parierte Puritos Schlussattacke und fuhr noch am Katusha-Kapitän vorbei.

In diesem Jahr will der 34-Jährige mit seinem Aeroad CF bei seinem Lieblingsrennen auf das oberste Treppchen, daran lässt er keinen Zweifel: “Ich freue mich auf die Ardennen-Klassiker und werde versuchen bei Lüttich-Bastogne-Lüttich zu gewinnen, bevor es zum Giro d’Italia geht”, sagte Purito kurz nach seinem Gesamtsieg bei der Katalonien-Rundfahrt im März.
Purito, Katusha und Canyon gewinnen die 94. Katalonien-Rundfahrt
Liege-Bastogne-Liege 2013:  Joaquim “Purito” Rodríguez fights for the win / (c) TDWsport.com

Favoritenteams Katusha und Movistar Team

“La Doyenne” bildet traditionell den Schlusspunkt der Ardennen-Woche, bei der die beiden Canyon-Teams Katusha und Movistar Team zu den absoluten Favoriten gehören. Besonders Katusha stellt mit Purito, Dani Moreno und Giampaolo Caruso eine enorm starke und erfahrene Mannschaft.

Beim Movistar Team sticht Alejandro Valverde als Trumpfkarte heraus. Der Spanier ist in absoluter Topform und mit sieben Siegen der erfolgreichste Fahrer in der WorldTour 2014. Mit Igor Anton und José Joaquin Rojas kann der zweifache Sieger von Lüttich-Bastogne-Lüttich (2006, 2008) zudem auf zwei starke Helfer bauen.
Valverde gewinnt die Vuelta a Andalucia
Movistar Teams Alejandro Valverde attacking on his Ultimate CF SLX / (c) TDWsport.com

Valverde will es beim Amstel packen

Den Auftakt zum berühmt berüchtigten Ardennen-Triple bildet das Amstel Gold Race am Sonntag, 20. April. Der rund 250 Kilometer lange Klassiker ist zwar weitgehend flach, aber mit einigen kurzen und knackigen Anstiegen gespickt. Gleich dreimal geht es über den Cauberg, der mit maximal 11 % auch gleich einer der härtesten Anstiege ist.

Wer bei der dritten Cauberg-Passage vorne liegt, hat gute Chancen, das Rennen zu gewinnen, denn das Ziel liegt nur rund einen Kilometer hinter dem Cauberg-Gipfel. Besonders Valverde wird beim Amstel mit großen Ambitionen an den Start gehen: 2013 wurde der 33-Jährige Zweiter hinter Solist Roman Kreuziger.
Die Canyon Räder der Movistar Team-Stars
Alejandro Valverde aims for the win at Amstel Gold Race / (c) TDWsport.com

Vierter Canyon-Sieg in Folge im Visier

Das zweite Rennen in der Ardennen-Woche ist La Flèche Wallonne am Mittwoch, 23. April. 2013 triumphierte Moreno auf seinem Aeroad CF mit einem furiosen Finish und einer klasse Vorarbeit von Purito beim mittleren der drei Ardennen-Klassiker. Nach dem Sieg von Philippe Gilbert 2011 und Purito 2012 der dritte Triumph eines Canyon Aeroad CF beim Flèche Wallonne nacheinander. Folgt in diesem Jahr der vierte Streich?

Im Gegensatz zum Amstel Gold Race geht es beim wallonischen Pfeil rund 200 Kilometer lang durch das hügelige Land der belgischen Ardennen. Bedeutendster Anstieg ist die Mur de Huy mit maximal 26 % Steigung auf 1,3 Kilometern Länge. Insgesamt drei Mal müssen die Profis die “Mauer” überwinden. Der Gipfel des Anstiegs stellt nach der dritten Befahrung gleichzeitig das Ziel dar.
Aeroad CF: Ausreißerrad, Gipfelstürmer und WorldTour-Legionär zugleich
Katushas Dani Moreno winning La Flèche Wallonne 2013 / (c) TDWsport.com

Lüttich-Bastogne-Lüttich als krönender Abschluss

Bereits vier Tage nach dem wallonischen Pfeil folgt Lüttich-Bastogne-Lüttich, das am Sonntag, 27. April seine 100. Ausgabe seit 1892 zelebriert. Es ist das älteste noch ausgetragene Eintagesrennen und gilt wegen seines sehr hügeligen Profils über mehr als 260 Kilometer durch die wallonischen Ardennen als einer der schwersten Klassiker im Radsport.

Der berühmteste der zahlreichen steilen Anstiege ist die Côte de la Redoute mit zwei Kilometern Länge. Sie wird rund 44 Kilometer vor dem Zielstrich angefahren und wartet mit einer maximalen Steigung von 20 % auf – genau das richtige Terrain für den explosiven Kletterspezialisten Purito.

Es wird eine extrem spannende und auch anstrengende Woche für Katusha und das Movistar Team. Wir wünschen unseren Teams viel Erfolg und alles Gute!

Profisport bei Canyon
Katusha leading the peloton / (c) TDWsport.com

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Auf nach Hawaii – Nils Frommhold gewinnt Ironman Südafrika

  April 8th, 2014 | 13:29 | Onlineredaktion

Das Wochenende hätte für Nils Frommhold nicht erfolgreicher sein können. Beim Saisonauftakt schaffte der 27-Jährige mit seinem Sieg beim Ironman Südafrika auf Anhieb die Qualifikation für die Ironman WM 2014 auf Hawaii. Canyon Kollege Bas Diederen vom Team4Talent wurde in Port Elizabeth Vierter und sammelte wichtige Punkte im Kona Pro Ranking. Auch der Niederländer will 2014 in Hawaii dabei sein. Kurz zuvor hatte Triathletin Anne Haug in Neuseeland groß aufgetrumpft. Sie belegte einen sensationellen zweiten Platz beim ersten Rennen der ITU Triathlon WM-Serie in Auckland.

Nils Frommhold

Mit einer beeindruckenden Leistung sicherte sich Nils Frommhold den zweiten Ironman Titel seiner Karriere. Nach etwas mehr als 48 Minuten für 3,8 Schwimm-Kilometer führte Nils das stark besetzte Profi-Feld in die Wechselzone. Auf der Radstrecke folgte dann die volle Demonstration seiner Langdistanz-Stärke. Nils drückte ab jetzt dem Rennen seinen Stempel auf und diktierte auf seinem Speedmax CF das Tempo – dann die Vorentscheidung: „Ich bin einfach mein Ding gefahren. Als ich in Führung war habe ich mich gar nicht mehr umgeguckt“, blickt er zurück. „Erst nach 15 oder 20 Kilometern habe ich mich gewundert, warum von hinten keiner kommt. Dann habe ich doch mal den Blick gewagt und gesehen, dass ich schon längst alleine war. Da war mir klar: Jetzt musst Du es machen.“ Und so legte er bis zum zweiten Wechsel noch ganze fünf Minuten zwischen sich und seine Verfolger.

Nils Frommhold's Speedmax CF

Auch wenn es nach außen spielerisch wirkte, hatte Nils auf der Laufstrecke ganz schön zu kämpfen: „Die ersten zehn Kilometer liefen richtig gut, ich hatte das Gefühl zu fliegen. Aber von Kilometer 20 bis 35 war es ganz schön zäh.” In 8:26:07 Stunden und Tagesbestzeit in allen Disziplinen sicherte er sich den bis heute vielleicht wichtigsten Titel seiner Karriere. Der Sieg in Südafrika beschert Nils außerdem 2.000 Punkte im Kona Pro Ranking und so ist Qualifikation zur Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii bereits jetzt perfekt.

Bas Diederen on his Speedmax

Auch Bas Diederen kämpfte unter der Sonne Südafrikas lange um einen Platz auf dem Podium. Er kam mit dem Top Trio um Nils aus dem Wasser, hielt auf seinem Speedmax CF lange mit und musste erst auf der Laufstrecke abreißen lassen. Mit knapp fünf Minuten Rückstand auf den Dritten kam er schließlich ins Ziel und konnte sich über ein solides Rennen und viele Punkte im Kona Pro Ranking freuen. Seine erste Bilanz: “Heute war nicht mein bester Tag. Nach dem Abu Dhabi Triathlon hat die Regeneration nicht ganz gereicht. Ich kann den ersten Dreien nur gratulieren.”

Als Nils und Bas erfolgreich ins Ziel gekommen waren, saß Canyon Kollegin Anne Haug bereits am Flughafen in Auckland. Sie feierte mit ihrem zweiten Platz einen erfolgreichen Einstand in die WM-Saison 2014. Den schwierigen Kurs auf den Straßen Aucklands bewältigte Anne mit ihrem brandneuen Aeroad CF im Sonderdesign mit Bravour und konnte auf der Laufstrecke noch zulegen. Ihr Antritt auf den letzten Kilometern sicherte ihr den Silberrang.

Anne Haug and her DTU coach Dan Lorang // Foto: DTU/Jo Kleindl

„Das Ergebnis von Anne kann man mit Blick auf die verkürzte Vorbereitung als sensationell bezeichnen“, freute sich DTU-Bundestrainer Dan Lorang mit seiner Topathletin. „Sie konnte das Rennen so gestalten, wie wir es im Vorfeld besprochen haben und hat das hervorragend gemacht.“ Die derart Gelobte konnte ihre eigene Leistung im Ziel kaum glauben. „Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet nach dem bisherigen Training, aber in Neuseeland gelingen mir immer gute Rennen“, strahlte sie.

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Flandern-Rundfahrt: Katusha und das Movistar Team bereit zum Angriff

  April 4th, 2014 | 13:31 | Onlineredaktion
Katushas Luca Paolini leading the peloton on the cobblestones / Photo: TDWsport.com

“Jetzt habe ich noch zwei Tage Zeit darüber zu grübeln, an welcher Stelle ich attackieren sollte.” Nach der Streckenbesichtigung am Freitagmorgen ist für Luca Paolini klar, dass er bei der 98. Ronde van Vlaanderen nicht nur teilnehmen will.

Die Frage ist nicht, ob er attackieren wird. Die Frage ist, wo er attackieren wird. Der Katusha-Profi ist bereit zum Angriff. Bereit für die 17 Hellingen. Bereit sich am berüchtigten Oude Kwaremont, Paterberg und Koppenberg die bis zu 20 Prozent steilen Kopfsteinpflaster-Anstiege hinauf zu quälen.
Offizielle Website der Flandern-Rundfahrt

Katushas Luca Paolini attacking on the cobblestones / Photo: TDWsport.com

Paolini: “Habe einen Film in meinem Kopf”
Seit Anfang März hat sich der Klassikerspezialist bei den belgischen Rennen wie Omloop Het Nieuwsblad , Kuurne-Bruxelles-Kuurne oder E3 Harelbeke auf die Ronde vorbereitet. Den Feinschliff holte er sich bei Gent-Wevelgem und den Drei Tagen von Panne. Seine Hausaufgaben für die Flandern-Rundfahrt sind erledigt – Radschuhe, Helm, Trikot und Renntaktik liegen für Sonntag parat.

“Ich habe einen Film in meinem Kopf, einen bestimmten Ablauf dessen, wie ich das Rennen angehen möchte”, sagt der 37-jährige Italiener: “Aber am Sonntag muss ich schauen, wie sich das Rennen entwickelt. Es gibt immer eine Reihe unvorhergesehener Faktoren.”

Wetter, Stürze, Defekte, Teamzusammenhalt, die Verfassung der Gegner, die eigene Tagesform. Das sind die Dinge, die Paolini mit “unvorhergesehenen Faktoren” meint. Und sie spielen bei der Flandern-Rundfahrt regelmäßig eine ganz besondere Rolle.
Canyon – Wofür wir stehen

Katushas Luca Paolini leading the peloton on the cobblestones / Photo: TDWsport.com

259,2 km über Hellingen und Kasseien
Über satte 259,2 km geht die Tortur über unzählige Kasseien (flämisch für Kopfsteinpflaster) und Hellinge (Anstiege) für die Stars. Volle Konzentration in jeder Sekunde, wenn die Pflastersteine Körper und Material akkurat durchschütteln und die frenetischen Zuschauer am Paterberg oder Koppenberg die ohnehin schon schmale Strecke noch enger machen.

Die Ronde ist DER Eintagesklassiker in Belgien. Ein Spektakel des Radsports. Das zweite von fünf Monumenten im Radsportkalender. Einer, der weiß, wie man ein Monument gewinnt, ist Katusha-Sprinter Alexander Kristoff. Keine zwei Wochen ist es her, als der letztjährige Vierte der Flandern-Rundfahrt auf seinem Ultimate CF SLX bei Mailand-Sanremo siegte – mit tatkräftiger Unterstützung von Paolini. Der Italiener bereitete dem Norweger den Sprint generalstabsmäßig vor und zeigte im Finale eine wahre taktische Meisterleistung.

Beflügelt durch Kristoffs Triumph bei der Primavera will Katusha auch am Sonntag in Flandern für Furore sorgen. Doch Paolini weiß, dass das nicht einfach wird: “Wir müssen einen Weg finden, die großen Favoriten um Cancellara, Boonen, Sagan oder Vanmarcke zu überraschen. Wenn du wartest bis sie attackieren, hast du schon verloren. Sie sind einfach zu stark, deshalb müssen wir uns etwas Schlaues ausdenken.”
Made for the Monuments: Alexander Kristoff siegt bei Mailand-Sanremo

Katushas Alexander Kristoff fighting on the cobblestones / Photo: TDWsport.com

Movistar Team mit starkem Aufgebot nach Flandern
Einfallsreichtum will auch das Movistar Team beweisen. Die spanische Equipe hat noch eine Rechnung offen mit der Ronde. Im letzten Jahr verpasste es das Team, einen Fahrer in der Spitzengruppe zu platzieren und musste sich mit Fran Ventosos 45. Rang als beste Platzierung begnügen. Mit Ventoso, Andrey Amador und Imanol Erviti erreichten nur drei Fahrer das Ziel in Oudenaarde.

Das soll in diesem Jahr besser werden. Zwar muss das Movistar Team mit Jose Joaquin Rojas und Giovanni Visconti verletzungsbedingt auf zwei Leistungsträger verzichten. Aber gerade die Newcomer wie Jasha Sütterlin oder Juan Jose Lobato gehen mit enormer Motivation in ihre erste Ronde.

Movistar Teams Andrey Amador attacking on the cobblestones / Photo: TDWsport.com
Canyon wünscht Katusha und dem Movistar Team viel Erfolg bei der Flandern-Rundfahrt!

Voraussichtliches Lineup unserer ProTeams:
Katusha: GUSEV Vladimir, ISAYCHEV Vladimir, KRISTOFF Alexander, KUCHYNSKI Aliaksandr, KUZNETSOV Viacheslav, PAOLINI Luca, SMUKULIS Gatis, TSATEVICH Alexey
Movistar Team: AMADOR Andrey, ERVITI Imanol, GUTIéRREZ Iván, LOBATO Juan Jose, DOWSETT Alex, QUINTANA Dayer, SüTTERLIN Jasha, VENTOSO Fran
Profisport bei Canyon

Profile Ronde van Vlaanderen 2014 / Photo: rvv.be

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Swim. Canyon. Run. Canyon Triathleten am anderen Ende der Welt

  April 4th, 2014 | 11:32 | Onlineredaktion

Mit Canyon im Gepäck ans andere Ende der Welt. Drei unserer Triathleten starten an diesem Sonntag, 03. April 2014, in die Saison. Anne Haug geht beim ersten Rennen der World Triathlon Series in Auckland, Neuseeland an den Start. Nur ein paar Stunden später stellen sich Nils Frommhold und Bas Diederen der Langdistanz-Konkurrenz in Port Elizabeth, Südafrika.

Anne Haugs Aeroad CF

Canyon Neuzugang Anne, die ihre unmittelbare Saisonvorbereitung in Australien verbrachte, freute sich über unser Vor-Oster-Paket: das Aeroad CF im speziellen Sonderdesign. Das Rad ist genau rechtzeitig eingetroffen, um Anne (31) zu helfen die Konkurrenz auf der Radstrecke in Auckland stehen zu lassen. Die gebürtige Bayreutherin hat für 2014 vor, Ihre Leistung stetig zu steigern. Ihr Fernziel sind die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016.

Nils Frommhold

Über 11.500km von Neuseeland entfernt gehen Nils Frommhold und Bas Diederen in Port Elizabeth beim Ironman Südafrika an den Start. Wenn Anne bereits die Ziellinie – hoffentlich erfolgreich – überquert hat, springen die beiden Langdistanz-Sportler in die Nelson Mandela Bay. Um 6:30Uhr Ortszeit geht’s am Sonntag los. Nils (27) freut sich auf seinen dritten Ironman-Start und will vor allem Erfahrungen sammeln: „Vor meiner ersten Langdistanz hatte ich ungeheuren Respekt und die zweite habe ich mir dann einfach zu leicht vorgestellt. Ich sehe es als eine Art Puzzle, welches ich Stück für Stück zusammensetzen muss.“

Bas Diederen

Für eine Überraschung in Südafrika könnte laut Nils auch sein Canyon Kollege Bas Diederen (33) sorgen. Der Niederländer hatte seine starke Form auf dem Speedmax CF bereits beim Abu Dhabi Triathlon Mitte März unter Beweis gestellt. Er wurde Zweiter mit der schnellsten Zeit auf der Radstrecke. Nun will er in Südafrika wichtige Punkte für die Qualifikation zur Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii sammeln.

Nils und Bas beim Aerodyamiktest mit Canyon

Canyon wünscht Anne, Nils und Bas viel Erfolg an diesem Wochenende und alles Gute für die kommenden Rennen.

Triathleten bei Canyon

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Topeak-Ergon Racing Team und Canyon gewinnen das Cape Epic

  März 31st, 2014 | 16:38 | Onlineredaktion

Sensationeller Erfolg für das Topeak-Ergon Racing Team beim Cape Epic in Südafrika: Robert Mennen und Kristian Hynek gewinnen auf ihrem Lux CF das härteste Etappenrennen der Welt, Sally Bigham wird mit Esther Süss Zweite.

Insgesamt acht Etappen, 718 Kilometer und 14.850 Höhenmeter, Blut, Schweiß, Hitze, Staub, Regen, reißende Flüsse und wilde Tiere — das sind die Rahmenbedingungen des alljährlich stattfindenden Absa Cape Epic in Südafrika. Nicht umsonst gilt es als das ungezähmte – das härteste Mountainbike Rennen der Welt.

Dieses Spektakel einmal zu gewinnen ist das Highlight für jeden ambitionierten MTB-Marathon-Fahrer. Für Robert Mennen (28) und Kristian Hynek (33) vom Topeak-Ergon Racing Team ist dieser Traum jetzt wahr geworden. Nach insgesamt vier Tagen im gelben Trikot haben unsere beiden Bike-Helden gestern in Lourensford den Sieg für den Koblenzer Rennstall perfekt gemacht.
100% Luxury Racing – das Lux CF 29

Robert Mennen und Kristian Hynek gewinnen das Cape Epic auf dem Canyon Lux CF / Photo: RTI Sports

Mennen: “Größter Erfolg meiner Karriere”
“Einfach unglaublich, dass Kristian und ich das Ding hier gewonnen haben”, erklärte Robert hinterher. “Das Cape Epic stand auf meiner To-Win-Liste ganz oben – das ist der größte Erfolg meiner Karriere!” Auch Kristian ließ seiner Freude freien Lauf: “Das Cape Epic hat für mich mindestens den gleichen Stellenwert wie mein Europameister-Titel von 2012.”

Dieser Erfolg war jedoch nur möglich, weil Jochen Käß und Markus Kaufmann unseren Jungs gleich zweimal in vorbildlicher Fair-Play-Manier geholfen haben, indem sie selbstlos ihr Laufrad stifteten und damit auf eine bessere Platzierung verzichteten. “Ohne deren Hilfe würden wir vermutlich nicht hier stehen”, so Roberts Dank an die Kollegen vom Team Centurion-Vaude.
Topeak-Ergon Racing Team bei Canyon

Sally Bigham Zweite bei den Damen
Bei all der Euphorie um die frischgebackenen Cape Epic-Gewinner darf man nicht vergessen, dass auch Sally Bigham einen außerordentlichen Erfolg zu verzeichnen hat. Immerhin hat die 35-Jährige Topeak-Ergon-Pilotin mit ihrer Partnerin Esther Süss als Team Meerendal den zweiten Platz bei den Damen geholt. Glückwunsch auch dafür!

Da so ein großer Erfolg nur mit einem hervorragenden Team möglich ist, gilt unser Dank allen mitwirkenden vor Ort, insbesondere Team-Mechaniker Peter Felber und Team-Manager Dirk Juckwer. Und auch für das Material ist das Cape Epic eine extrem harte Belastungsprobe. In diesem Sinne hat sich das aktuelle Setup bestens bewährt, allen voran das neue 29er Carbon-Fully Lux CF von Canyon.
Canyon – Wofür wir stehen

Robert Mennen auf dem Canyon Lux CF beim Cape Epic / Photo: RTI Sports

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Purito, Katusha und Canyon gewinnen die 94. Katalonien-Rundfahrt

  März 31st, 2014 | 13:59 | Onlineredaktion
Purito wins Stage 3 of Volta Catalunya 2014 / Photo: TDWsport.com

Vergangene Woche Mailand-Sanremo, diese Woche die Katalonien-Rundfahrt: Langsam aber sicher kommt das russische ProTour Team Katusha ordentlich in Fahrt.

Nach Alexander Kristoffs monumentalem Triumph bei der “Primavera” hat Teamleader Joaquim “Purito” Rodriguez auf seinem Aeroad CF mit der siebentägigen Rundfahrt in Spanien das zweite WorldTour-Rennen in Folge für Katusha und Canyon gewonnen.
Made for the Monuments: Das Ultimate CF SLX siegt bei Mailand-Sanremo

Purito: Zweiter Gesamtsieg bei seinem Heimrennen
“Der Gesamtsieg bedeutet mir sehr viel. Es war ein großartiges Rennen, zugleich auch noch eines der WorldTour”, sagte Purito nach dem Zieleinlauf der letzten Etappe in Barcelona. Nach 2010 ist es für den kleinen Spanier bereits der zweite Gesamtsieg bei dieser Rundfahrt.

Katushas Sportlicher Leiter Dmitry Konyshev fügte hinzu: “Dieser WorldTour-Sieg ist für das Team extrem wichtig. Und gerade für Purito ist er wichtig, denn er ist Katalane und in seinem Heimrennen immer besonders motiviert.”
Aeroad CF: Ausreißerrad, Gipfelstürmer und WorldTour-Legionär zugleich

Purito celebrating on the podium of Volta Catalunya 2014 / Photo: Tim De Waele

Movistar Team: Nairo Quintana in den Top5
Ein Blick auf das Teilnehmerfeld, in dem fast alle großen Rundfahrer vertreten waren, unterstreicht die grandiose Leistung des 34-Jährigen.

Mit vier Sekunden Rückstand belegte Puritos Landsmann Alberto Contador Rang zwei, der US-Amerikaner Tejay van Garderen (+0:07) wurde Dritter. Rang vier mit zehn Sekunden Rückstand ging an Romain Bardet aus Frankreich. Ebenfalls zehn Sekunden Rückstand hatte mit Nairo Quintana der nächste Profi auf einem Canyon.

Der Kapitän des Movistar Teams landete in der Gesamtabrechnung damit noch vor Toursieger Chris Froome, der sieben Sekunden hinter Quintana und 17 Sekunden hinter Purito rangiert.
Movistar Team bei Canyon

Katusha and Movistar Team leading the peloton at Volta Catalunya 2014 / Photo: Tim De Waele

Purito kontert Froome
Den Grundstein für seinen Sieg legte Purito bereits auf der dritten Etappe am vergangenen Mittwoch. Auf Bergetappe nach Alp/La Molina zündete er seinen Turbo, konterte der Spanier auf dem letzten Kilometer eine Attacke von Froome und gewann mit fünf Sekunden Vorsprung auf Contador.

Dessen Sportlicher Leiter Philippe Mauduit gab nach dem Rennen anerkennend zu: “Rodriguez ist in einem solch explosiven Finale wie dem heutigen schwer zu schlagen.”
Canyon – Wofür wir stehen

Purito: Lüttich-Bastogne-Lüttich im Blick
Gleich nach dem Triumph legte Purito den Fokus schon wieder auf die kommenden Aufgaben: “Jetzt freue ich mich auf die Ardennen-Klassiker und werde versuchen bei Lüttich-Bastogne-Lüttich zu gewinnen, bevor es zum Giro d’Italia geht.”

Canyon wünscht Purito, Quintana sowie Katusha und dem Movistar Team alles Gute für die kommenden Rennen.

Profisport bei Canyon

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The Strive Diaries: Entry 0 – Trainingslager in Südfrankreich

  März 28th, 2014 | 17:24 | Onlineredaktion
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„Die vergangene Saison hätte für das Canyon Factory Enduro Team (CFET) kaum besser starten können. Am Anfang stand der Gewinn des ersten Enduro World Series Laufs in Punta, ein grandioser Einstieg. Und eine frühe Bestätigung, denn die Marschrichtung, die Spitze des Sports zu erklimmen, war von vornherein klar. Der professionelle Rennsport ist allerdings kein Wunschkonzert. Das wurde uns im Laufe der Saison deutlich und so wechselten sich Freud und Leid, Emotionen und unvergessliche Momente ständig ab.

Nun steht die neue Saison vor der Tür. Zeit für neue Erfahrungen und Erfolge, an denen wir unsere Fans und alle Enduro-Interessierten teilhaben lassen möchten. Dazu rufen wir die „Strive Diaries“ ins Leben, die Möglichkeit bei uns hinter die Kulissen zu blicken und unser Engagement mitzuerleben. Zu jedem Lauf der Enduro World Series und besonderen Ereignissen rund um das Team wird es einen Tagebucheintrag aus verschiedenen Perspektiven geben. Seid gespannt auf das, was uns und Euch in der kommenden Saison erwartet!“ Flo Goral, CFET Team Manager

Das Canyon Factory Enduro Team ist eigentlich eher eine Familie als ein Team. So ist es kaum verwunderlich, dass sich das erste gemeinsame Trainingslager wie ein Familientreffen an Weihnachten anfühlt. Moment, Weihnachten im Frühling? Klar, denn für die neue Saison stand erstmal eine Bescherung mit Teambikes und jeder Menge coolem Stuff auf dem Programm.

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„Am Anfang der Saison ist es meiner Meinung nach unheimlich wichtig zusammenzukommen, um Synergie zu kreieren und den Teamspirit zu stärken, der uns durch das ganze Jahr trägt. Die Rennen sind immer hart, da ist es umso wichtiger, die Stimmung durch tolle, gemeinsame Momente zu stärken. Damit bildet man die Basis. Darauf bauen wir auf, indem wir unsere Erfahrungen austauschen, einander von der persönlichen Vorbereitung berichten und das richtige Bike Set-up finden. Das Zusammengehörigkeitsgefühl, das dabei entsteht, wird uns helfen, unser Team an die Spitze zu führen. Dafür ist ein Trainingslager ja auch da, um sich gegenseitig zu motivieren.“ Fabien Barel, CFET Fahrer

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Den Zeitpunkt des Camps haben wir dieses Jahr bewusst etwas später gewählt, um uns für das anstehende erste Rennen der Enduro World Series (EWS) in Chile den letzten Feinschliff zu holen. So unterschiedlich die Charaktere der Teamfahrer sind, so verschieden ist auch die persönliche Vorbereitung. Letztes Jahr wusste noch keiner so richtig, was in einer Enduro-Saison auf jeden zukommt. Daher konnte das Training in diesem Winter gezielter angegangen werden.

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Joe Barnes hielt sich in den letzten Monaten mit Trailbuilding in heimischen Gefilden fit, spulte jede Menge Sprint-Kilometer auf seinem Rollentrainer ab und belohnte sich anschließend mit einem Trainingslager im sonnigen Madeira. Ines Thoma entdeckte mit „Functional Fitness“ eine neue Vorliebe, verausgabte sich beim für Allgäuer obligatorischen Skilanglauf und fuhr mit ihrem Wohnmobil zu einem Rennrad-Trainingslager in die Toskana. Und wenn es um die perfekte Vorbereitung geht, gibt es wenige, die sich so gewissenhaft vorbereiten wie Fabien, der seinen Fokus diesen Winter auf XC-Biking legte. Last but not least, bereitete sich unser Schweizer Neuzugang Ludo May mit vielen Enduro-Touren in diversen spanischen Trailparadisen auf seine neue Herausforderung im Team vor.

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Wo holt man diese reisefreudige Truppe also am besten zusammen? Nach einer guten Location für die Austragung unseres diesjährigen Trainingslagers mussten wir nicht lange suchen. Die Basis des Canyon Factory Enduro Teams ist natürlich das Canyon.Home in Koblenz, emotional sind wir aber seit jeher eng mit einer Stadt in Südfrankreich verbunden. Also auf nach Nizza, wo wir schon 2013 den Startschuss unseres Teams erfolgreich abgefeuert hatten. Abgesehen davon, dass Nizza natürlich die Heimatstadt unseres Aushängeschilds Fabien Barel ist, so bietet die Côte d‘Azur einfach alles was das Enduro-Herz begehrt.

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„Nizza ist ein großartiger Ort für unser Trainingslager, da es nahezu alles für richtig gutes Enduro-Training bietet. Die Nähe zu Bergen, die wundervolle Landschaft am Fuße der Alpen machen es zur perfekten Location. Wir haben hier extrem viele Trails, die sehr unterschiedlich beschaffen sind. Normalerweise haben wir hier im Winter auch durchgehend gutes Wetter und angenehme Temperaturen. Nicht ohne Grund lebe ich hier. Natürlich weiß ich auch um alle Möglichkeiten und Einrichtungen, wie das richtige Fitnessstudio, Hotels, Massage Angebote – das erleichtert die Organisation und schafft eine familiäre Atomsphäre für das gesamte Team. In Nizza können wir alle innerhalb kurzer Zeit extrem effektiv trainieren.“ Fabien Barel

Ein Schwerpunkt der Woche war natürlich das Kennenlernen der neuen Teambikes. Nicht nur für Fahrer ist die erste Pedalumdrehung mit dem neuen Dienstgerät ein wichtiges Ereignis – auch die Mechaniker können hier außerhalb der heimischen Werkstatt wieder im Fahrerlager-Style Hand an die Bikes legen. Denn der Umgang mit der mobilen Werkstatt will trainiert sein.

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Ein wichtiger Termin war ein zweitägiges Testlager mit unserem Sponsor FOX im nahegelegenen Finale Ligure. Wir verpassten gemeinsam mit den Kollegen unseren Suspension Set-Ups den letzten Feinschliff und jeder Fahrer konnte sich eine gehörige Portion Sicherheit und Vertrauen in das jeweilige Fahrwerk aneignen.

Obwohl wir vom Sonnenschein verwöhnt wurden, erwischten wir auch einen verregneten Tag. Doch der war leicht überbrückt: ausgiebige Bikepflege stand auf dem Programm und eine ordentliche Einheit im Fitnessraum, wo die ersten, spontanen Wettbewerbe ausgetragen wurden. Glückwünsch an dieser Stelle an Joe und Ludo, die Meister des Klimmzugs und der Körperspannung. Der Drang sich mit anderen zu messen liegt eben allen im Blut!

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Wer die ganze Saison auf seinen Enduro-Bikes bestreitet, der freut sich auch mal über Abwechslung und so stand zwischendurch eine ausgewachsene XC-Tour auf dem Trainingsplan. Die Definition von „XC-Tour“ scheint jedoch zwischen den Nationen stark zu variieren. XC bedeutet beispielsweise für Fabien die Stages des letztjährigen Blausasc Enduro mit dem XC-Bike zu fahren, gerne auch mal in entgegengesetzter Richtung. Festzuhalten ist, dass so eine Ausfahrt in die Kategoire „challenging“ eingeordnet werden kann, was dem Spaß aber keinesfalls geschadet hat.

“Es ist sehr cool das gemeinsame Jahr mit einem intensiven XC-Ride zu beginnen, viel zu lachen und eine gute Zeit auf dem Bike zu verbringen – aber die Jungs und Mädels sind echt verrückt. Die greifen immer voll an!“ Fabien Barel

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In einem Trainingslager spielt das Zeitmanagement immer eine entscheidende Rolle und verhält sich ähnlich zu einem Race-Wochenende. Mit minimalem Zeitaufwand müssen wir versuchen das Beste aus den limitierten Trainingstagen herauszukitzeln ohne dabei gestresst zu agieren, geschweige denn die Regeneration zu vernachlässigen. Mit so einer Truppe kommt aber auch der Spaß definitiv nicht zu kurz. So gab es gute Gespräche, man hat eine Menge voneinander gelernt und viel miteinander und scherzhaft übereinander gelacht. Dabei waren sich auch alle einig, dass die Neuzugänge Ludo und Mechaniker Dougie richtig gut ins Team passen.

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Die Ansprüche im Enduro Racing sind enorm. Das haben wir aus 2013 gelernt. Enduro ist eine Mischung aus dem besten aller Disziplinen. Wir fühlten uns zu Ende des Trainingslagers bestens vorbereitet, was Fabien nur bestätigt:
„Meine Erwartungen für die Saison 2014 sind gesetzt: Bereit sein um an der Spitze des Enduro-Sports mitkämpfen zu können. Mit dem Teamspirit, den Teamkollegen, den Mechanikern, der Qualität unserer Bikes und dem Einfluss unserer Entwicklungsabteilung haben wir die besten Voraussetzungen um konkurrenzfähig zu sein. Ich denke, es wird auf jeden Fall eine spannende Saison, und unser Ziel kann es nur sein „on top of the game“ zu sein. Ich bin mir sicher, dass es eine fantastische Saison wird!“ Fabien Barel

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Voll motiviert und heiß auf die Runde zwei im EWS nahmen wir diese Woche Abschied von Nizza und voneinander. Die Zeit bis zum nächsten Zusammentreffen ist jedoch kurz. In weniger als zwei Wochen sehen wir uns im entfernten Chile zum Saisoneinstand wieder. Das nächste große Abenteuer steht bevor – es geht wieder los!

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