The Strive Diaries: Entry 5 – Wild West Enduro in Winter Park

  Juli 29th, 2014 | 11:10 | Canyon Onlineredaktion

Canyon Bicycles / Jérémie Reuiller
Nach dem Europa-Block mit Stopps in Schottland, Frankreich und Italien ging es ab nach Übersee. Es war an der Zeit, die zweite Halbzeit der Enduro World Series (EWS) einzuläuten. Zielort: Winter Park, Colorado. Diesmal, wie schon im letzten Jahr, stand ein Rennen im Retorten-Skiort im Herzen der amerikanischen Rocky Mountains auf dem Plan.

Letztes Jahr waren wir sehr kurzfristig angereist und hatten die volle Wucht des Jetlags zu spüren bekommen. Das war uns eine Lektion und daher reisten über eine Woche früher an und schüttelten die acht Stunden Zeitdifferenz vor dem Rennen rechtzeitig ab. Die Höhe in Winter Park stellt jedoch eine weitere Herausforderung dar, die nicht zu verachten ist. Obwohl es aussieht wie im Mittelgebirge, liegt allein die Talstation des „Trestle Bike Parks“ schon auf 2.800 m über dem Meeresspiegel. So hoch hinaus kommen wir oft nicht mal auf den Gipfeln der Alpen… Die Atmung wird schwer und das Herz schlägt selbst in der Nacht fast doppelt so schnell wie üblich. Höhentrainingslager inklusive Wettkampf – der Vorteil sollte klar bei den Locals liegen.

Canyon Bicycles / Jérémie Reuiller

Die bekannten täglichen Gewitter am Nachmittag sorgten für eine neue Besonderheit im Rennformat: die fünfte Runde der EWS wurde in sieben Stages über 3 ½ Tage ausgetragen. Vormittags war Racen angesagt, am Mittag wurden die Stages des nächsten Tages bekannt gegeben und zum Training freigegeben. Lange Tage für das komplette Team, allen voran unsere Mechaniker Marc und Dougie.

Tag eins spielte sich nur im Bike Park ab. Als Enduro-Racer ist man ausgefahrene Parkstrecken mit Doubles, Anliegern und fiesen Bremsewellen nicht so gewohnt. Ein Blick auf die Ergebnislisten sollte das schnell bestätigen. Die Locals kannten alle Strecken aus dem Effeff und platzieren sich vor vielen Favoriten. Joe Barnes war trotzdem sehr zufrieden:

“Letzes Jahr war ich auf der gleichen Stage noch 30. Jetzt als 17. anzukommen ist ein guter Schritt. Die Stage an sich war gut, aber ab der Mitte hat mein Magen nicht mehr mitgespielt. Ganz komisches Gefühl. Dann hab ich noch einen Sprung ziemlich übersprungen. Da war ich auf jeden Fall schneller als im Training. Ich hing dann so halb über dem Bike, wie ein Motocross-Racer. Das war genau da ziemlich perfekt. Danach war ich so geflasht, dass der Rest wie geschmiert lief. Ist schon ganz schön brutal da draußen.“

Canyon Bicycles / Jérémie Reuiller

Der zweite Tag versprach dank des Streckenlayouts mehr Abwechslung und lockte mit bis dato unbekannten und unbefahrenen Wanderwegen abseits des Resorts. Das war leider so gar nicht nach Ludo Mays Geschmack:

“Die Stages 4 und 5 waren ultrakurz, zum Teil sogar weniger als zwei Minuten. Das sind wir so nicht gewohnt. Diese Wanderwege sind sehr staubig und besonders am Anfang ziemlich eng. Eigentlich nicht für‘s Mountainbiken geeignet. Da wird‘s auch mit dem Lenker zwischen den Bäumen ganz schön eng. Dazu ist es auch noch sehr flach – das mag ich überhaupt nicht, ziemlich unsexy. Aber das ist nun mal die amerikanische Interpretation von Enduro. Das haben sie auch diesmal wieder bewiesen und wir hätten es wissen können, bevor wir hierher kamen.“

Canyon Bicycles / Jérémie Reuiller

Gleich zu Beginn des dritten Tages sollte es dann große Aufregung geben. Beim Lauf der Frauen verunglückte eine lokale Racerin leider so schwer, dass die Strecke für den Lauf der Männer gesperrt werden musste. Leider passierte dies erst, nachdem die ersten zehn Männer schon durch waren. Natürlich waren die Zeiten nicht brauchbar und so entschied Chris Ball, der EWS Managing Director, dass alle Männer zu einem Re-Run nochmal hoch müssen. Das sorgte natürlich bei einigen für Unverständnis und brachte den Ablaufplan komplett durcheinander, aus Fair-Play-Sicht war es aber die absolute richtige Entscheidung.

Canyon Bicycles / Jérémie Reuiller

Die Racerin ist stabil und kam flott ins Krankenhaus in Denver. Die 6. Stage musste also zweimal gefahren werden – dass es die Anstrengendste des ganzen Wochenendes war, konnte man sich ja nicht aussuchen. Stage 7 war ähnlich der ersten und alle konnten bergab nochmal kräftig am Gashahn drehen. Am Ende schauten wir mit gemischten Gefühlen auf die Ergebnislisten: Joes wurde Siebter, Ludo landete auf Platz 52 und Ines Thoma belegte einen achtbaren 10. Rang.

Joes Resümee nach dem Rennen fiel positiv aus:
“Das war für mich eigentlich ein Top-Rennen. Viel besser als im letzten Jahr und auch als erwartet. Gut, dass ich konstant an der Spitze bin und eine Stage am Samstag um ein Haar gewonnen hätte. Ich habe mich das ganze Wochenende echt gut gefühlt und bin jetzt ziemlich enttäuscht von der letzten Stage. Mein Run war okay, doch dann sah ich die Zeit – und dachte: Das kann eigentlich nicht wahr sein, so langsam? Aber auch das Timing Back-Up hat‘s bestätigt. Da wären noch zwei Plätze drin gewesen, aber immerhin ist es wieder ein solides Top-Ten-Ergebnis. Jetzt schnell ab nach Whistler!“

Canyon Bicycles / Jérémie Reuiller

Nach einem Tag Ruhe für Mensch und Material geht es in den Flieger nach Vancouver. Check-In: Denver-Vancouver. Whistler, das Bike-Mekka schlechthin, erwartet uns. In nicht mal zwei Wochen gibt‘s die nächsten Strive Diaries.

The Canyon Factory Enduro Team

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Topeak-Ergon Racing Team und Canyon gewinnen Transalp 2014

  Juli 29th, 2014 | 11:09 | Onlineredaktion

Während Alban Lakata und Kristian Hynek auf der letzten Etappe der Craft BIKE Transalp 2014 den Tagessieg einfuhren, sicherten sich Sally Bigham und Ben Thomas mit dem sechsten Triumph auch den Gesamtsieg.

Alban Lakata / (c) sportograf

Ausgestattet mit dem High-End Carbon Hardtail Grand Canyon CF SLX 29 dominierte Sally mit ihrem Partner Ben eindrucksvoll die Mixed-Wertung der diesjährigen Transalp. Die beiden Briten absolvierten alle sieben Etappen in 30:05:17,9 Stunden und fuhren zum Ende einen Vorsprung von sagenhaften 46:40 Minuten heraus. Mit dieser grandiosen Zeit wären sie sogar in der Männer-Wertung auf Platz 16 gelandet!

Außerdem können sie bis auf einen Tag alle Etappensiege verbuchen. Auf der sechsten Etappe verpassten die beiden mit nur 01:50 Sekunden äußerst knapp den ersten Platz.

Sally Bigham / (c) sportograf

Sally Bigham: Keinerlei Defekte beim Canyon Bike

Iron Sally sagt über ihren starken Sieg: “Natürlich war es zu Beginn etwas ungewohnt mit einem männlichen Partner anzutreten, da es mein erstes Mixed Rennen seit vier Jahren war. Auch wenn mein Partner Ben Thomas stärker ist als ich, so war er dennoch der beste Partner, den ich mir für das Rennen vorstellen konnte. Während des sehr harten Rennens musste ich mich nicht von ihm ziehen lassen, sondern wir konnten mein Tempo fahren. Umso mehr freue ich mich über den Gesamtsieg und unsere sehr gute Zeit von knapp dreißig Stunden!”

Mit ihrem Grand Canyon CF SLX 29 war Sally ebenfalls sehr zufrieden: “Ich bin sehr erleichtert, dass wir trotz der teils äußerst harten Bedingungen keinerlei Defekte, Stürze oder Verletzungen davon trugen. Für mich war die Transalp die perfekte Vorbereitung für das kommende Leadville Trail 100 Race im amerikanischen Colorado.”

Kristian Hynek / (c) sportograf

Lakata und Hynek klettern aufs Podium

Alban und Kristian konnten auf den letzten 62,74 km mit einer Zeit von 3:00:32,3 Stunden ebenfalls den Tagessieg für sich entscheiden. Damit fanden die beiden Topeak-Ergon Racing-Teamfahrer doch noch einen versöhnlichen Abschluss. Das Ziel Gesamtsieg nahm auf der vierten Etappe ein jähes Ende. Hynek zerstörte bei einem Defekt seine Hinterradfelge und musste in einer Duathlon Einlage das Bike geschultert ins Ziel transportieren.

Aber auch die fünfte Etappe stand unter keinem guten Stern. In Führung liegend, nahm der Albanator einen falschen Abzweig und fuhr mit der Spitzengruppe im Schlepptau einen Umweg, der das Topeak-Ergon Racing Team schließlich auf Platz vier landen ließ.

Davon angeschlagen kämpften Alban und Kristian auf den letzten beiden Etappen um den dritten Platz in der Gesamtwertung. Mit Erfolg! So konnten sie den Rückstand auf 17:51 Minuten reduzieren und ebenfalls auf das Podium steigen. Für die 587,06 Kilometer und 19.147 Höhenmeter benötigten der Österreicher und der Tscheche 25:50:21,4 Stunden.

Topeak-Ergon Racing Team bei Canyon

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Erfolgreiche Tour de France 2014 für Canyon Profis

  Juli 28th, 2014 | 10:38 | Canyon Onlineredaktion

Alexander Kristoff / (c) TDWsport.com
Die 101. Ausgabe der Tour der France fand gestern ein Ende auf der traditionellen Schlussetappe mit dem Ziel auf den Champs-Élysées im Herzen Paris’.

Zwischen den Straßen von Yorkshire und dem Prachtboulevard der französischen Hauptstadt lagen 21 Etappen und 3664 strapaziöse und aufregende Kilometer. Neben Vincenzo Nibali, der überlegen das Gelbe Trikot eroberte, hatten auch Team Katusha und das Movistar Team einige Gründe, während des größten und wichtigsten Rennens des Jahres zu feiern.

Kristoff angekommen in der Weltelite

Nach seinem Sieg beim Monument Mailand-Sanremo im Frühjahr bestätigte Alexander Kristoff deutlich, dass er mittlerweile in der Riege der Weltklasse-Sprinter angekommen ist. Nach zwei zweiten Plätzen auf den Tagesabschnitte 4 und 6 holte der Norweger bei den Etappen 12 und 15 zum großen Schlag aus und gewann seine ersten beiden Tour de France-Siege auf seinem neuen Aeroad CF SLX.

Alexander Kristoff / (c) TDWsport.com

Beide Siege von Kristoff wurden erst durch die herausragende Unterstützung seiner Teamkollegen, allen voran Luca Paolini, möglich.

Als einziger der Sprinter war Kristoff in der Lage, Deutschlands Top-Sprinter Marcel Kittel im Schlusssprint in Paris Paroli zu bieten, auch wenn es nicht ganz zum ganz großen Coup gereicht hatte und Kristoff als Zweiter über die Ziellinie raste.

Alexander Kristoff / (c) TDWsport.com

Durch seine beiden Etappensiege war es nicht nur für Kristoff selbst die bislang erfolgreichste Tour, sondern auch für das Team Katusha. Das sah auch Teamchef Viacheslav Ekimov so: “Ich denke es war die bislang beste Tour für Team Katusha, aber wir werden unsere Erfahrungen für unsere weitere Entwicklung nutzen. Ich danke dem ganzen Team für die harte Arbeit, den unermüdlichen Einsatz und den Erfolg, den wir davongetragen haben.”

Katusha Team / (c) TDWsport.com

Valverde knapp am Podium vorbeigeschrammt

Mit nur zwei Sekunden Rückstand auf Platz drei ging Alejandro Valverde ins abschließende Zeitfahren am Samstag über 54 Kilometer. Der Movistar Team-Kapitän war über die gesamte Tour einer der konstantesten Fahrer und hatte lange Zeit Platz zwei der Gesamtwertung inne.

Auf den letzten kräftezehrenden Pyrenäen-Etappen verlor der Spanier allerdings etwas Zeit auf seine Rivalen. Zeit, die er im Zeitfahren nicht mehr gutmachen konnte.

Alejandro Valverde / (c) TDWsport.com

Dennoch ist der vierte Platz in der Gesamtwertung Valverdes beste Performance bei insgesamt sieben Teilnahmen bei der Großen Schleife. Er selbst war mit seinem Abschneiden ebenfalls zufrieden: “So ist der Sport, manchmal gewinnt man, manchmal verliert man. Wir haben bis zum letzten Tag um das Podium gekämpft. Das bedeutet, dass wir als Team über das gesamte Rennen sehr stark gefahren sind und alles gegeben haben. […] Deswegen ist dieses Resultat alles andere als ein Misserfolg für mich.”

Canyon gratuliert allen Fahrern vom Team Katusha und Movistar Team zu einer erfolgreichen und spannenden Tour de France 2014.

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Zweiter Tour-Etappensieg: Kristoff schlägt erneut zu

  Juli 21st, 2014 | 10:32 | Onlineredaktion
Alexander Kristoff / (c) TDWsport.com

Alexander Kristoff kommt bei der Tour de France so richtig ins Rollen. Nur drei Tage nach seinem furiosen Etappensieg in Saint-Etienne holt sich der Norweger auf seinem brandneuen Aeroad CF SLX auch in Nîmes den Tagessieg.

Dabei stellte das heranrauschende Feld die beiden Ausreißer des Tages, Jack Bauer und Martin Elmiger, erst wenige Meter vor dem Ziel. “Das war knapp, richtig knapp”, sagte Kristoff im Ziel: “Die beiden Ausreißer waren stark, aber dank Simon (Spilak), Gatis (Smukulis) und Luca (Paolini), haben wir sie kurz vor der Ziellinie eingeholt und ich konnte den Sieg davontragen.”
Pro Bike Check – Schau Dir exklusive Detailbilder von Kristoffs neuem Aeroad CF SLX

Alexander Kristoff / (c) TDWsport.com

Kristoff frischer als Kittel und Greipel

Obwohl sich Kristoff im Verlauf der Etappe nach den kräftezehrenden Bergen der letzten beiden Tage nicht allzu gut fühlte, setzte er sich im Finale gegen die gesamt Sprinterelite um Peter Sagan und die beiden deutschen Sprinter Marcel Kittel und Andre Greipel durch.

Eine mögliche Erklärung lieferte der Katusha-Sprintkapitän gleich mit: “Im Vergleich zu ihnen bin ich kein superschneller Sprinter. Im Verlauf der Etappe haben sie keinen müden Eindruck gemacht, aber dass ich sie besiegt habe, könnte darauf schließen lassen, dass sie nach den Alpen doch etwas erschöpft waren.”

Joaquim Rodriguez / (c) TDWsport.com

Purito weiterhin im Bergtrikot

Eine weitere erfreuliche Nachricht für Team Katusha und Canyon: Joaquim “Purito” Rodríguez bleibt weiterhin im Gepunkteten Trikot des Bergbesten. Auf der Etappe nach Nîmes waren keine Bergwertungen ausgeschrieben, und dennoch war es ein anstrengender Tag für den Spanier: “Das war wirklich keine Etappe für mich: flach, windig, feucht… Ich habe die Etappe hinten beendet, weil es einen Sturz gegeben hat und ich darin verwickelt wurde. Ich bin froh, dass diese Etappe zu Ende ist. Am Ruhetag werden wir uns ein wenig erholen, bevor wir dann am Dienstag die Pyrenäen in Angriff nehmen.”

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Made for Winners: Alexander Kristoff sprintet mit dem neuen Aeroad CF SLX zum Tour-Etappensieg

  Juli 18th, 2014 | 10:21 | Onlineredaktion
Alexander Kristoff / (c) TDWsport.com

Zweimal stand der bärenstarke Katusha-Sprinter Alexander Kristoff bereits auf dem Podium bei der 101. Tour de France. Heute ist der Knoten endlich geplatzt und der Norweger konnte seinen ersten langersehnten Tour-Etappensieg feiern.

Am Ende der 186 Kilometer von Bourg-en-Bresse nach Saint-Etienne hatte er freie Bahn und bezwang mit dem neuen Aeroad CF SLX den Mann im Grünen Trikot Peter Sagan in eindrucksvoller Manier. Schon vor der Ziellinie – als er wusste, dass es reicht – riss er einen Arm in die Höhe und freute sich unglaublich über seinen wahr gewordenen Traum aus Kindertagen. “Das ist ein tolles Gefühl. Ich habe davon geträumt, seit ich ein Kind war”, so Kristoff nach dem Zieleinlauf.

Dritter Tour-Etappensieg für Katusha

In den letzten Tagen war die Anspannung im Team Katusha merklich spürbar und der Druck einen Sieg einzufahren groß. Zwar holte sich Joaquim “Purito” Rodríguez auf der 10. Etappe nach La Planche des Belles Filles das gepunktete Trikot des Bergbesten und trägt es auch weiterhin, aber ein Etappensieg blieb bisher aus.

Dem Warten darauf setzte Alex heute ein Ende und bescherte Canyon den ersten Tour-Etappensieg seit der Zusammenarbeit mit Katusha und dem Team den insgesamt dritten Tour-Tageserfolg seit seinem Bestehen.

Alexander Kristoff / (c) Canyon

Das neue Aeroad CF SLX: MADE FOR WINNING

Uns macht dieser Erfolg umso glücklicher, da er auf dem zum Tour-Start in Leeds vorgestellten neuen Aeroad CF SLX gewonnen hat. Ein ganz klare Bestätigung, dass dieses Rad zum Siegen gemacht ist.

Im Interview nach dem grandiosen Sprintsieg sagte Alexanders Sportlicher Leiter Torsten Schmidt aus Neuenahr-Ahrweiler: “Wir haben an ihn geglaubt und ihn immer voll unterstützt. Heute ist unser Plan zu 100 Prozent aufgegangen.”

Joaquim Rodriguez / (c) TDWsport.com

Purito will das Bergtrikot verteidigen

Die heute anstehende Etappe Nummer 13 führt das Peloton in die Alpen. Von Saint-Etienne führt die Strecke über 197,5 km nach Chamrousse. Etwa 50 Kilometer vor dem Ziel steht ein Anstieg der 1. Kategorie auf dem Plan bevor am Ende der erste Berg der Ehrenkategorie zu bewältigen ist. 18,2 Kilometer mit 7,3 Prozent im Schnitt gilt es zu bewältigen.

Zwei Berge an denen Purito sein Punktekonto in der Bergwertung ausbauen kann. Zwei Berge an denen auch Yuri Trofimov, der genau wie Kristoff und Purito auf dem neuen Aeroad CF SLX fährt, seine Ausreißerqualitäten unter Beweis stellen kann, so wie er es bereits eindrücklich beim Criterium du Dauphine gezeigt hat.

Oder wird es vielleicht sogar eine Bergankunft für den Slowenen Simon Špilak, wie es sein Sportlicher Leiter Uwe Peschel prophezeit?

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The Strive Diaries: Entry 4 – Enduro Quattro Stagioni

  Juli 15th, 2014 | 14:38 | Canyon Onlineredaktion

Canyon Bicycles / Jérémie Reuiller
Enduro-Racing besteht aus vielen Parametern: Den Trails, dann natürlich dem Fahrer mit seiner Fitness und mentalen Stärke, dem Bike inklusive Set-Up, dem Rennformat und last but not least dem Wetter. Letzteres ist manchmal so mächtig, dass es alle vorher genannten Faktoren maßgeblich beeinflussen kann – und das sollte es. Das kleine italienische Bergdorf La Thuile im Aostatal im Schatten des Mont Blanc hatte wettertechnisch alles zu bieten: Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Für La Thuile war es die erste Ausrichtung eines Mountainbike Rennens überhaupt. Und dann gleich einen Lauf der Enduro World Series – Respekt! Drei Stages pro Tag, zwei Renntage aufgeteilt in eine Mischung aus Liftunterstützung und Pedalieren. Die gleiche Vielfalt sollte es bei den Trails geben: Hochalpine, ausgesetzte Steinpassagen und flowige Wanderwege, angelegt von Minenarbeitern der letzten Jahrhunderte.

Canyon Bicycles / Jérémie Reuiller

Bereits im Training für Stage 1 am Donnerstagmorgen war bei minus 10 Grad und peitschendem Schneeregen von vorne erstmal frieren auf 2600 Meter Meereshöhe angesagt. Insbesondere diese Stage, die mit fast zehn Kilometern eine der längste der ganzen Saison ist, musste am Wochenende zweimal zurückgelegt werden.

Canyon Bicycles / Jérémie Reuiller

Joe brannte in dieser ersten Stage – eigentlich eine, die ihm vom Profil her überhaupt nicht liegt – die viertschnellste Zeit ins Gestein. Auf Stage 2 wiederholte er seine Performance und unterstrich mit Platz 5 nach Ende des ersten Tages erneut seinen Anspruch aufs Podium. Für Ines lief es am ersten Tag trotz der widrigen Bedingungen super gut und sie schaffte es mit einem guten Gefühl auf dem Bike auf Platz vier.

Canyon Bicycles / Jérémie Reuiller

Ines nach Tag 1:
„Heute war das Wetter für uns Frauen eigentlich recht fair. Im Transfer beim Hochfahren hat man fast schon geschwitzt. Aber brutal schlechte Sicht. Die Wolke ist da oben auf 2600 Meter richtig drin gehangen. Nach zwei Minuten Renndauer im Blindflug war die Welt dann aber wieder in Ordnung. Auf der Stage war ich dann Vierte. So kann´s definitiv weitergehen.”

Canyon Bicycles / Jérémie Reuiller

Der zweite Tag startete nicht wesentlich entspannter. Die Wettervorhersage war durchwachsen und sollte sich insbesondere in der Höhe mit heftigem Regen bestätigen. Der italienische Herbst kehrte ein und sorgte für ein ziemliches Regenchaos auf Stage 4. Stage 5 und 6 lagen zum Glück etwas tiefer und blieben davon verschont. Ohne eine lange Tret-Liaison gab es am zweiten Tag nochmal drei Stages mit Liftunterstützung. Joe unterstrich seine Ambitionen auf die Weltspitze und knallte auf Stage 4 einen nahezu perfekten Run in den Hang und holte sich seinen zweiten Stage-Sieg in diesem Jahr mit mehr als zehn Sekunden Vorsprung vor dem Zweiten. Das Podium der Herren lag nach 1:20h Racing innerhalb von 4,5 Sekunden. Das sind drei Wimpernschläge…

Canyon Bicycles / Jérémie Reuiller

Powerfrau Ines verteidigte ihren fünften Gesamtrang mit einem beherzten Zielsprint auf der letzten Rille bis in Ziel. Ludo konnte seine herausragende Performance mit dem Sieg in Flims bei der European Enduro Series leider nicht komplett fortsetzen, landete aber dennoch auf einem guten 21. Rang zum Abschluss des Wochenendes.

Joe nach dem Rennen:
“Right from the beginning on the first stage 4 on Sunday I really pushed hard and took my second stage win for this year. Unfortunately when it came to the end when I was sitting in 2nd position, stage 6 was my worst run, but I still came down with the 6th fastest time. It was really good to show some consistency over the whole weekend. I´m so happy that it paid off and I was able to finish another weekend on the podium.”

Pünktlich zur Siegerehrung riss der Himmel komplett auf und ein zufriedenes Canyon Factory Enduro Team strahlte mit dem italienischen Sommer endlich um die Wette.
Fazit des Tages: Enduro Quattro Stagioni schmeckt hervorragend – gerne mehr davon!

Canyon Bicycles / Jérémie Reuiller

Für das Team heißt es jetzt erstmal zurück nach Deutschland, alles in Koblenz im Headquarter verstauen und Taschen packen für die beiden Übersee-Rennen in Colorado und Whistler. Eine große logistische Herausforderung, die es zu meistern gilt. Schon in sechs Tagen geht für uns der Flieger. Seid gespannt auf die nächsten Strive Diaries aus dem wilden Westen in Winter Park, USA!

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Purito klettert ins Bergtrikot der Tour de France

  Juli 15th, 2014 | 9:31 | Onlineredaktion
Joaquim Rodriguez / (c) TDWsport.com

Sieben kategorisierte Berge, 161,5 Kilometer, Sägeblattprofil: Die 10. Etappe der diesjährigen Tour de France von Mulhouse nach La Planche des Belles Filles hatte es ordentlich in sich. Genau die richtigen Rahmenbedingungen für den Plan von Katusha-Kapitän Joaquim “Purito” Rodríguez, sich an diesem Tag in das begehrte Bergtrikot zu fahren.

Gleich zu Beginn der Etappe setzte sich der Spanier auf seinem neuen Aeroad CF SLX in die Fluchtgruppe des Tages, gewann fünf der sieben Bergwertungen und sammelte im Verlauf der Etappe satte 40 Bergpunkte.

Joaquim Rodriguez / (c) TDWsport.com

Purito: “Bergtrikot war mein Ziel”
Zwar verpasste Purito den Etappensieg knapp, doch bei der Siegerehrung durfte er sich das Polka Dot Trikot überstreifen.

“Das Bergtrikot war heute mein Hauptziel”, sagte Purito nach dem Rennen: “Der Etappensieg wäre natürlich auch schön gewesen, aber der Tag in der Fluchtgruppe war wirklich hart und die Gruppe um das Gelbe Trikot hat uns nie wirklich davonziehen lassen.”
Profisport bei Canyon

Alejandro Valverde / (c) TDWsport.com

Valverde auf dem Podium

Neben dem Team Katusha setzte auch das Movistar Team deutliche Akzente auf dem Schlussanstieg nach La Planche des Belles Filles. Alejandro Valverde fuhr als Etappendritter über den Zielstrich und verbesserte sich im Gesamtklassement auf den dritten Platz.

Nach den Ausfällen von Christopher Froome und Alberto Contador hat der spanische Kapitän vom Movistar Team nun berechtigte Ambitionen, auch in Paris zumindest auf dem Podium zu landen.

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Canyon vor Ort bei der Tour de France

  Juli 14th, 2014 | 13:02 | Onlineredaktion

Alejandro Valverde / (c) TDWsport.com
Die Tour de France startet in ihre zweite Woche, bei der die ersten Alpen-Riesen auf dem Plan stehen. Und auch Canyon hat in dieser Zeit Großes vor: Wir sind in Frankreich vor Ort und versorgen Dich mit exklusiven News, Bildern und Infos von der Großen Schleife.

Unser Social Media-Mann Robert ist ganz nah dran an unseren Teams Katusha und Movistar Team. Wird es Joaquim “Purito” Rodríguez ins Bergtrikot schaffen? Wie weit kann Alejandro Valverde im Gesamtklassement nach vorne fahren? Was gibt es Interessantes zu unserem neuen Aeroad CF SLX zu berichten? In unseren Social Media-Kanälen wirst Du es erfahren:
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Joaquim Rodríguez / (c) TDWsport.com

Als besonderes Schmankerl für Canyon-Fans, die sich die Tour live vor Ort anschauen, hat Robert tolle Geschenke dabei, die er an der Strecke verteilen wird. Wer also den schwarzen Canyon Skoda sieht, kann sich auf Trinkflaschen, Canyon Armbänder, Musetten, Katusha-Aufkleber und Canyon Flyer freuen.

Sei auch Du dabei und unterstütze das Team Katusha und das Movistar Team bei der Tour de France!
Joaquim Rodríguez / (c) TDWsport.com

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Jagd auf Gelb – Movistar Team und Katusha bei der Tour de France 2014

  Juni 27th, 2014 | 10:52 | Onlineredaktion

Arc de Triomphe / (c) TDWsport.com
Am 5. Juli hat das Warten ein Ende. 198 Profis aus 22 Teams starten beim Grand Depart in der englischen Grafschaft Yorkshire und gehen in den kommenden drei Wochen auf die Jagd nach dem begehrtesten aller Radsportjerseys – dem Gelben Trikot.

Die 101. Ausgabe der Tour de France startet mit einer Flachetappe und beinhaltet neben einem Zeitfahren am vorletzten Tag je zwei Bergankünfte in den Alpen und in den Pyrenäen.

Movistar Team: Alles auf Valverde!

Mit großen Ambitionen gehen unsere beiden Teams Katusha und Movistar Team an den Start. Bei den Spaniern ist die Devise eindeutig: Alles auf Alejandro Valverde! Die Equipe um Teamboss Eusebio Unzué will auch ohne den letztjährigen Tour-Zweiten Nairo Quintana in Frankreich glänzen: “Nach seiner tollen Vorstellung im letzten Jahr und dem großartigen Sieg beim Giro d’Italia wollte ich ihn nicht dem enormen Druck aussetzen, den er sicher jetzt in Frankreich hätte. Er ist noch so jung”, so Unzué.

Doch auch ohne den kolumbianischen Ausnahme-Fahrer stehen die Chancen auf eine Platzierung ganz vorne im Klassement bestens. Valverde geht mit dem Selbstbewusstsein von acht Saisonsiegen in seine siebte Tour. Bereits fünfmal stand der Spanier bei der heimischen Vuelta auf dem Podest. Das will er in diesem Jahr auch bei der Tour schaffen.
Historischer Sieg für Quintana und Canyon beim Giro d’Italia
Alejandro Valverde / (c) TDWsport.com

Walzer: “Top 5 ist für Valverde drin”

“Valverde kann auf die Unterstützung des kompletten Teams zählen”, sagt Canyon Team Liaison Manager Andreas Walzer. Vor allem in der ersten Tour-Woche lauern einige Gefahren auf die Klassementfahrer: “Wind, Regen, Stürze, Nervosität – die ersten Tage bei der Tour sind immer extrem hektisch”, weiß Walzer: “Dazu kommen die engen Straßen rund um Leeds und das Kopfsteinpflaster auf der fünften Etappe. Da muss das Team hellwach sein.”

Um auf dem fünften Tagesabschnitt mit insgesamt neun Pavé-Abschnitten aus dem Frühjahrklassiker Paris-Roubaix keine böse Überraschung zu erleben, bereitete sich Valverde im Frühjahr bei den belgischen Kopfsteinpflaster-Klassikern Dwars door Vlaanderen und E3 Harelbeke vor. “Es war gar nicht so schlimm, wie ich gedacht hatte”, so sein Fazit: “Kopfsteinpflaster ist schon eine ganz spezielle Sache, aber ich habe gut mithalten können.”

Auch Walzer traut dem 34-Jährigen einen Platz unter den ersten fünf zu: “Alejandro hat eine konzentrierte Vorbereitung absolviert und statt Tour de Suisse oder Dauphine bewusst die kürzere Route du Sud gewählt, um sich den letzten Schliff zu verpassen. Dadurch kommt er extrem frisch zu Tour. Aber in einer dreiwöchigen Rundfahrt kann natürlich vieles passieren. Auch ein Tagessieg auf einer Hochgebirgsetappe scheint in Reichweite.”
Die Canyon Räder der Movistar Team-Stars
Alejandro Valverde / (c) TDWsport.com

Katusha: Purito als Freelancer

Mit einer etwas anderen Strategie wird Katusha zur Großen Schleife antreten. Durch den Sturz von Joaquim “Purito” Rodríguez beim Giro d’Italia war lange Zeit unklar, ob der letztjährige Tour-Dritte in diesem Jahr überhaupt teilnehmen kann. Mittlerweile ist klar: Purito ist dabei – allerdings in ungewohnter Rolle: “Er wird bei uns eine Art Freelancer sein”, verrät Teamchef Viacheslav Ekimov: “Wir hoffen, dass Purito seine Form findet und um Etappensiege mitkämpfen kann.”

Ähnlich wie Valverde verzichtete auch Purito auf die traditionellen Tour-Vorbereitungsrennen und setzte stattdessen auf ein individuelles Höhentrainingslager. “Vieles wir davon abhängen, wie Purito die lange Rennpause, die er nicht nur zur Vorbereitung auf die Tour genutzt hat, sondern auch um seine Sturzverletzungen aus dem Amstel Gold Race und aus dem Giro auszukurieren, verkraftet. Es ist nicht auszuschließen, dass er sich auf Tagessiege bei den Bergetappen und eventuell sogar auf das Bergtrikot konzentriert”, sagt Walzer.
Profisport bei Canyon
Joaquim Rodríguez / (c) TDWsport.com

Kristoff schielt auf Etappensiege und Grün

Etappensiege und eventuell auch ein Wertungstrikot einfahren soll auch Alexander Kristoff. Der Mailand-Sanremo-Sieger geht als Katushas Sprintkapitän in seine zweite Tour und wird mit den weltbesten Sprintern um Tagessiege auf den Flachetappen kämpfen. Zudem schielt der Norweger, der bereits neun Saisonsiege eingefahren hat, auf das Grüne Trikot: “Die gesamte erste Woche wird sehr wichtig für mich. Ich werde von Beginn an versuchen, Punkte zu ergattern.”

Neben Purito und Kristoff hat Katusha weitere heiße Eisen für nahezu jede Rennsituation im Feuer. “Unser Tour-Aufgebot ist extrem ausgeglichenen”, freut sich Ekimov: “Ein Teil des Teams wird sich auf die Bergetappen konzentrieren, der andere wird bei den Sprintetappen in Aktion treten.”
Alexander Kristoff / (c) TDWsport.com

“Katusha bereit für ein weiteres Abenteuer”

Im Gesamtklassement liegen die Hoffnungen auf Yuri Trofimov. Der Russe strebt einen Top Ten Rang in Paris an. Aber auch Simon Spilak, der die Tour der Romandie als Zweiter beendete und beim Critérium du Dauphiné die schwere Bergetappe nach La Mure gewann, will in der Gesamtwertung weit vorne landen.

“Katusha ist bereit für ein weiteres dreiwöchiges Abenteuer. Was ich mir wirklich wünsche ist ein kleines bisschen Glück. Das war nämlich das einzige, was uns beim Giro d’Italia gefehlt hat”, sagt Ekimov.

Das Katusha-Aufgebot für die Tour de France: Yuri Trofimov, Joaquim Rodríguez, Egor Silin, Simon Spilak, Alexander Kristoff, Aleksandr Porsev, Luca Paolini, Gatis Smukulis, Vladimir Isaychev

Das Movistar Team-Aufgebot für die Tour de France: Alejandro Valverde, Imanol Erviti, John Gadret, Jesus Herrada, Benat Intxausti, Ion Izagirre, Ruben Plaza, Jose Joaquin Rojas, Giovanni Visconti

Canyon wünscht Katusha und dem Movistar Team bei der Tour de France viel Erfolg.
Movistar Team and Katusha at the Tour de France 2014 / (c) TDWsport.com

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The Strive Diaries: Entry 3 – Grenzerfahrung in Frankreich

  Juni 25th, 2014 | 12:07 | Canyon Onlineredaktion
Canyon Bicycles / Jérémie Reuiller

Das dritte Rennen, ein neues Land, eine weitere Heimat: während beim letzten Stopp der Enduro World Series (EWS) in Schottland der Heimvorteil klar bei Joe Barnes lag, stand am vergangenen Wochenende erneut ein Heimrennen auf dem Plan. Frankreich ist und bleibt das spirituelle Enduro-Heimatland mit einer Vielzahl an Ridern und Rennen. Der Spot in Valloire am Fuße des berühmten Galibier-Passes hat seit knapp 10 Jahren einen festen Platz im Rennkalender und ist dieses Jahr als französische Benchmark endlich bei der Enduro World Series dabei – absolut verdient, wie sich später zeigen sollte.

Canyon Bicycles / Jérémie Reuiller

Vom rutschigen Sand in Chile, über matschige Wurzeln in Schottland ging es in Frankreich bei der dritten EWS-Runde zum liftunterstützten hochalpinen Highspeed-Geballer, gepaart mit absolut dramatischem Terrain in den technischen Passagen. Dazu kommt die Schwierigkeit des französischen Formats an sich. Die Trails sind bis zum Donnerstagabend vor dem Rennen streng geheim und dürfen dann freitags zu Fuß besichtigt werden. Wenn man am Renntag aber die vollen 100% geben will, ist an ein ausgiebiges Ablaufen gar nicht zu denken. Ein schmaler Grat zwischen Trail Kenntnis und müden Beinen, zumal es die Liftunterstützung erst mit dem Start des offiziellen Rennens gibt. Am Renntag selbst können die Rider dann einen Trainingslauf absolvieren, dicht gefolgt vom ersten „Chrono-Run“ auf Zeit auf derselben Etappe. Wenn eine Stage bis zu 20 Minuten lang ist, ist die Konzentration gleich doppelt gefordert – sich jeden einzelnen Stein zu merken ist eine echte Herausforderung.

Canyon Bicycles / Jérémie Reuiller

Ines Thoma nach dem ersten Trainingsrun:
„Hochalpin, brutal steil und steinige Switchbacks gleich am Anfang und dann ein total schnelles Stück wo‘s einfach nur über eine Wiese geht, aber mit fiesen fetten Steinen links und rechts. Das ist für den Kopf ziemlich tricky. Meine Devise war: Einfach laufen lassen!“

Canyon Bicycles / Jérémie Reuiller

Brutal war hier ein gutes Stichwort. Mit dem ersten Racerun folgten Stürze, Platten und weitere technische Defekte im Minutentakt. Das Ziel war klar: Rider und Bike müssen heil ins Ziel kommen. Denn ein solches französisches Enduro-Rennen mit sechs Stages auf Zeit ist verdammt lang. Zum Glück wählten unsere Rider Ines, Joe und Ludo May ihre Lines weise und sauber und wurden vom Defektteufel verschont.

Die Canyon Crew Mechaniker verpassen den Bikes in der Nacht von Samstag auf Sonntag einen perfekten Service, doch auch mit frischem Material ließen sich Stürze leider nicht vermeiden. Nach dem komplett sturzfreien Samstag schlug Ines gleich am Sonntagmorgen im ersten Racerun heftig in ein Steinfeld ein und konnte ihre gute Ausgangsposition nicht mehr verteidigen. Das war einer dieser Tage an dem nichts so richtig zusammen laufen will. Joe und Ludo fanden recht schnell ihren Rhythmus und brachten gute Läufe ins Tal. Sie hatten alles gegeben und zur Belohnung konnten sich alle über ein weiteres Top-Ten Ergebnis mit Platz 10 für Joe und einen 16. Rang für Ludo freuen.

Canyon Bicycles / Jérémie Reuiller

Joes Zusammenfassung des Rennens:
„Die Runde in Frankreich war mit vielen Überraschungen gespickt. Die Stages sind anders gesetzt, das Format unterscheidet sich von anderen Orten und auch das Racing selbst. Alle Überraschungen waren kein Problem und ich hatte eine Menge Spaß dabei, mich ihnen zu stellen. Ich hatte das Gefühl über das ganze Wochenende immer schneller zu werden. Der 10. Platz freut mich sehr.“

Canyon Bicycles / Jérémie Reuiller

Nach dem französischen Höllenritt steht jetzt eine kurze Verschnaufpause an, um die müden Knochen und den berüchtigten Armpump auszukurieren. In drei Wochen geht‘s dann zur nächsten Herausforderung ins italienische La Thuile. Die vierte Runde der Enduro World Series steht an… – wir sind gespannt, was die Italiener für uns in petto haben.

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