(Deutsch) Leanda Cave gewinnt Ironman in Schweden – dritter Langdistanz-Triumph für Canyon in 2014

  Agosto 18th, 2014 | 11:48 | Onlineredaktion

->In beeindruckender Manier dominierte Leanda Cave die Konkurrenz in Kalmar und gewann ihre erste Langdistanztriathlon seit ihrem Sieg auf Hawaii vor knapp zwei Jahren. Bereits beim Schwimmen setzte sie sich ab und konnte nach dem schnellsten Bikesplit der Damen auf ihren Speedmax CF mit über 30 Minuten Vorsprung auf die Marathonstrecke gehen. Auch da konnte mit der „Queen of Kona“ von 2012 keine mithalten. Nach weniger als neun Stunden überquerte die 36-Jährige die Ziellinie und wurde von ihren Fans gefeiert.

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Ihre tolle Form hatte Leanda zuvor am vorvergangenen Wochenende angekündigt, als sie beim Ironman 70.3 Rennen in Wiesbaden den zweiten Platz belegte.

Swim. Canyon. Run – Triathlon Champions sind auf Canyon unterwegs

Damit setzt sie eine Reihe von Canyon Erfolgen im Triathlon fort und komplettiert nun offiziell ein Canyon Trio, das bei der Ironman Weltmeisterschaft in Kona, Hawaii an den Start gehen wird. Nils Frommhold und Boris Stein hatten bereits ihre Tickets nach Hawaii in der Tasche.

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Nach seinem Sieg auf der halben Ironman-Distanz Anfang Juni in Rapperswil, trumpfte Boris Stein in Zürich Ende Juli groß auf und gewann sein erstes Langdistanzrennen. Nach einer sensationellen Aufholjagd auf seinem Speedmax CF, machte er im Marathon Platz um Platz gut und stand am Ende ganz oben. Kurze Zeit später konnte sich Boris über die offizielle Einladung zur WM nach Hawaii freuen: „Das lasse ich mir nicht entgehen.“

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Als Jüngster der drei Canyon Champions hatte Nils Frommhold bereits im April seine Teilnahme auf Hawaii mit dem 1. Platz beim Ironman Südafrika gesichert.

Canyon Profisport – ein Überblick


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(Deutsch) The Strive Diaries: Entry 6 – Der kanadische Teufel im Detail

  Agosto 13th, 2014 | 17:52 | Onlineredaktion

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Nach Whistler zur 6. Runde der Enduro World Series (EWS) zu kommen, war das reinste Kinderspiel. Zweieinhalb Stunden Flug von Denver nach Vancouver, plus nochmal zwei Stunden Autofahrt ins Gravity-Mekka. Eine wiederum neue Erfahrung für uns.

Das Enduro-Rennen in Whistler wurde letztes Jahr von Pinkbike als „Bestes Rennen des Jahres“ ausgezeichnet. Dementsprechend hoch waren auch in diesem Jahr die Erwartungen. Als die Stages am Mittwoch vor dem Rennen veröffentlicht wurden, erblickte man überall erstaunte Gesichter. Es hat den Anschein als wolle jeder EWS-Veranstalter den Vorherigen in der Härte des Events übertreffen. Und das Crankworx-Personal meinte es ernst: fünf Stages, 60 Kilometer und 2.400 Höhenmeter. Die Wettervorhersage: 33 Grad Celsius.

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Dazu sollte man wissen, dass Whistler ist ein klassisches Ein-Tages-Format ist. Das allein war definitiv schon ein anderes Level als Schottland und Valloire zusammen. Zwar durften die Stages zu Fuß erkundet werden, aber unter den Umständen sparte sich fast jeder seine Kräfte für die zwei Tage freies Training und den Renntag auf.

Das Rennen am Sonntag begann eigentlich super für uns. Ludo May zeigte mit einem 8. Platz in der ersten Stage sein Potenzial, Joe Barnes lag auf Platz 4 in Schlagdistanz zum Podium und auch Ines Thoma startete mit Platz 6 absolut im Soll. Steil, staubig lose, aber jede Menge Grip. Das liegt uns!

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Doch bereits in der Stage 2 sollte sich das Blatt zumindest für unseren Schweizer Ludo leider wenden:
„Ich bin wahrscheinlich einer der Unglücksraben dieses Wochenendes. In der zweiten Stage kam einfach alles zusammen. Aber der Reihe nach: Ich hatte einen kleinen Abflug über den Lenker, eigentlich nichts Schlimmes. Nur flog mein rechter Schuh nicht mit, der blieb im Pedal eingeklickt. Als das Bike dann umfiel, ist die Schnalle am Schuh kaputt gegangen. Die ging dann nicht mehr auf und mit Hängen und Würgen hab ich meinen Fuß wieder reinbekommen. Als ich weiterfahren wollte, sah ich, dass der Vorbau total schief war. Nochmal runter vom Rad und grade richten. Oh Mann…das waren wertvolle Sekunden.“

Zum Glück ließ er sich davon nicht aus dem Konzept bringen und fand in Stage 3 mit einem Run auf dem bekannten „27 Switchbacks“-Trail wieder den Anschluss an das Topfeld. Joes Konstanz zahlte sich wieder mal aus und er lag zwischenzeitlich sogar auf dem 3. Gesamtrang. Auf Stage 4 („Ride – don‘t slide“) erwischte es allerdings auch ihn.

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Joes Eindrücke nach Stage 4:
“Hmmm… das war eigentlich meine Lieblingsstage. Schon im Training hab ich mich hier richtig wohlgefühlt. In der Mitte hab ich dann einen Stock gefangen, der genau in die vorderen Speichen gerutscht ist. Ich musste kurz anhalten, um ihn zu entfernen. Das hat natürlich Sekunden gekostet und der Flow war hin.“

Das Format erlaubte allen Fahrern einen technischen Check zwischen den Stages 4 und 5 und eine bitter nötige Pause, bevor es mit dem Lift zur letzten 25-Minuten-Stage ganz nach oben ging.

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Ines direkt vor Stage 5:
“Eigentlich hatte ich mir nach dem ganzen Training gar keinen Kopf mehr über die Stages gemacht, aber schon nach der ersten Kurve waren die nicht mehr wiederzuerkennen. Wenn da schon 500 Leute im Renntempo vor dir runter sind, dann ist der Trail so ausgebombt – einfach nur schrecklich. Zur Stage 1 konnte ich noch alles pedalieren, aber beim gleichen Anstieg zur 2 waren die Beine schon platt. Für die Stage 5 bräuchte ich jetzt einen neuen Körper, aber das bisschen „Top of the World“ kriegen wir auch noch hin.“

Leider sollte das nicht so ganz funktionieren. Schon im oberen Teil des wohl bekanntesten Trails in Whistler erwischte Ines‘ Hinterrad einen spitzen Stein und die Luft war nicht nur sprichwörtlich raus.

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Ines‘ Resümee nach dem Rennen:
„Ja, mies gelaufen. Erst war‘s nur ein bisschen platt. Als ich‘s gemerkt hab, hab ich versucht frontlastig zu fahren, um das Hinterrad zu entlasten. Irgendwann ging dann aber gar nichts mehr und ich bin nur noch runtergerollt.“

Wir brauchen jetzt erstmal eine Pause und verabschieden uns schweren Herzens vom Crankworx 2014. Ein paar Tage Auszeit können nach dem Trip wirklich nicht schaden. Rennmäßig steht nun eine kleinere Pause ins Haus, ehe es für Joe und Ines Mitte September zur Trans Provence geht. Außerdem sind sechs von sieben Rennen der Enduro World Serie schon geschafft. Bleibt nur noch das Finale in Finale Ligure im Oktober.

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Ganz untätig sind wir in der Zwischenzeit aber nicht. Wenn Ihr wollt, könnt Ihr uns auf der Eurobike in Friedrichshafen besuchen: Halle B4 Stand 404. Trefft Fabien Barel, Joe, Ludo und Ines persönlich und ergattert am Publikumstag, Samstag, 30.08.2014, ein handsigniertes Poster.

Ergebnisse des Canyon Factory Enduro Teams beim EWS #6 im Rahmen des Crankworx 2014 in Whistler, Kanada:
Joe Barnes: 9.
Ludo May: 25.
Ines Thoma: 10.

Das Canyon Factory Enduro Team


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(Deutsch) The Strive Diaries: Entry 2 – Enduro’s Coming Home!

  Junho 4th, 2014 | 15:48 | Canyon Onlineredaktion

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(Deutsch) Quintana stürmt auf dem Ultimate CF SLX ins Rosa Trikot

  Maio 28th, 2014 | 12:03 | Canyon Onlineredaktion

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(Deutsch) Katusha und das Movistar Team: Fight for Pink beim Giro d’Italia 2014

  Maio 8th, 2014 | 14:23 | Canyon Onlineredaktion

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The 2014 Giro d’Italia is just around the corner and both Canyon ProTeams are set to be right in the hunt for the coveted “Maglia Rosa”. With 21 stages, two time trials, one team time trial and a whole host of big mountain stages, this year’s edition promises to be a close-fought classic.

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In a race that will favour the featherweight climbers of the peloton, Nairo Quintana of Movistar Team and Katusha’s Joaquim Rodríguez line up at the start as marked men for the title. As two of the best climbers in the world, both have a proven track record over this kind of terrain.

Blues vs. Reds.

Canyon vs. Canyon.

Get ready for some epic racing as the 2014 Grand Tours get underway…

Rodríguez: “It’s time I netted a Grand Tour”

Purito is without doubt one of the most consistent Grand Tour riders in the world with a number of podium performances to his name, most recently 3rd place at the 2013 Tour de France. However, he has yet to stand on the top step at the end of a three week race. In the 2012 Giro d’Italia he came agonisingly close, taking two stage wins aboard his Aeroad CF and wearing the Maglia Rosa for much of the race before losing his lead in the final time trial by just 16 seconds.

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This year could be very different. Purito has targeted the Giro as his main objective for 2014: “It’s a route which suits me. It’s got a lot of long, hard stages.” Despite a disappointing showing in the recent Ardennes classics where he suffered injury from crashing, Rodríguez wrapped up the Volta a Catalunya in style earlier this year against an incredibly strong field and rightly goes into the race as one of the main favourites.

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The 2013 Giro was a huge success for Katusha with stage wins from both Maxim Belkov and Luca Paolini and multiple days in pink. The Katusha squad will be focussed on shepherding Purito through the mountains where the race will be decided: “The team is a very strong one, well-focused, and that’s always important.”

Quintana steps up to leadership

One of the performances that got people talking most in 2013 was Nairo Quintana’s debut Tour de France. After taking 2nd place overall, the best young rider’s jersey, the polka-dot jersey, not to mention a stage win, it was certain to all that it’s only a matter of time before the Columbian climber bags a Grand Tour. With a course so packed full of climbing, that win could come even sooner than many expected as Quintana takes to the start in Belfast as the man to beat.

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With a stage race win and a number of consistent performances coming early in 2014, Quintana clearly has the form, and as last year’s Tour de France showed, the stamina to last three weeks. Movistar Team have a number of mountain domestiques to aid Quintana in his bid for overall glory but can also look elsewhere for success. Adriano Malori is racing his home Grand Tour and will have his eye on the stage 12 time trial, with two TT wins already under his belt this season it would be hard to bet against him.

The Contenders

Quintana and Rodríguez will have their work cut out if they want to arrive in Trieste wearing pink. This year a number of strong contenders will line up at the start to ensure an incredibly open race for 2014. Those to watch out for include BMC veteran Cadel Evans and OPQS’s Rigoberto Uran, both of whom finished on the podium last year. Past winners of the race riding this year include Ivan Basso of Cannondale, Michele Scarponi of Astana, and most recently, 2012 winner Ryder Hesjedal of Garmin -Sharp.

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The Route

As is increasingly the trend with the Grand Tours, this year’s Giro d’Italia will get underway on foreign soil, this time in Belfast, Northern Island. Two sprint stages on the Emerald Isle follow the opening 21 km team time trial around Belfast on Friday, which will determine who gets to be the first rider to pull on the pink jersey.

After its brief stint abroad and a rest day after the weekend, the race returns home to the heel of Italy on Tuesday 13th May. The first real test for the GC contenders comes the following Saturday with the first category summit finish to Montecopiolo in the Apennines mountains. With gradients creeping up to 13%, stage 8 will provide the first proper climbing showdown.

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The next big test in the second week comes in the form of a 42 km individual time trial over the rolling Barolo vineyards. This stage is bound to have a big impact on the general classification and will likely define the rest of the race. Both our teams will deploy the Speedmax CF for absolute efficiency on the climbs and maximum speed on the flats and descents.

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Two first category summit finishes lie in store over the following Saturday and Sunday providing no let-up for the riders before the Giro heads into its brutal final week. When names like the Stelvio, Monte Grappa and Monte Zoncolon appear the end of a 3 week stage race, you know it’s going to hurt… Stage 16 will be explosive as the riders tackle three big summits in just 139 km of racing.

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Then on Friday there will be no place for the riders to hide as they face an excruciating 26 km mountain time trial.

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Saturday brings the dreaded Zoncolon for the final GC battle. The Zoncolon has achieved legendary status in the Giro with its unfathomably steep 20% pitches and uneven gradients. It’s more like climbing a wall than a road. Massive crowds will line the mountain on this day as the final places in the GC are settled.

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The following day marks the final stage of the 2014 Giro d’Italia with a procession into the city of Trieste before a fast sprint finish.

Check back here for more content throughout the race and look forward to an action-packed 2014 Giro d’Italia!

Team Katusha Line-up: Joaquím Rodríguez (Spa), Maxim Belkov (Rus), Giampaolo Caruso (Ita), Vladimir Gusev (Rus), Alberto Losada (Spa), Daniel Moreno (Spa), Luca Paolini (Ita), Angel Vicioso (Spa), Eduard Vorganov (Rus)

Movistar Team Line-up: Nairo Quintana (Col), Andrey Amador (Crc), Igor Anton (Spa), Eros Capecchi (Ita), Jonathan Castroviejo (Spa), José Herrada (Spa), Gorka Izagirre (Spa), Francisco Ventoso (Spa), Adriano Malori (Ita)

Canyon Pro Sports

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(Deutsch) Valverde ist der König der Ardennen

  Abril 28th, 2014 | 13:22 | Onlineredaktion

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(Deutsch) The Strive Diaries: Entry 1 – Auftakt der Enduro World Series in Chile

  Abril 23rd, 2014 | 17:47 | Onlineredaktion

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Ein Tagebuch lebt von Erlebnissen, Eindrücken und Erfahrungen – den guten wie den weniger guten. Nur die schönen Momente für die Ewigkeit festzuhalten, wird den „Strive Diaries“ nicht gerecht. Das Athletenleben des Canyon Factory Enduro Teams ist voller Höhen und Tiefen, die wir Euch mitteilen möchten. Wir könnten hier also ausnahmslos über die genialen Trails in Chile schreiben, wollen Euch in diesem Eintrag aber auch die Rückschläge nahe bringen.

Unsere Reise nach Chile war ein Trip ins Unbekannte, in vielerlei Hinsicht. Neben den logistischen Unwägbarkeiten hat uns vor allem die wahnsinnig dynamische Mountainbike-Szene überrascht. In Chile wird Enduro mit Hingabe gelebt – davon könnten sich viele europäische Länder eine Scheibe abschneiden. Das südamerikanische Land hatte es auf jeden Fall verdient, den Premierenlauf der Enduro World Series (EWS) 2014 auszurichten.

Das Strive AL – die Abfahrt beginnt bergauf

Um die Zeit in Chile optimal zu nutzen, reisten wir mit einer größeren Crew als üblich an. Die Vorbereitungszeit auf das erste EWS Rennen war mit Trainingseinheiten, Film- und Fotoaufnahmen voll durchgeplant. Auf die Videos und Bilder dürft Ihr gespannt sein. Nachdem die Aufnahmen im Kasten waren, ließen wir uns beim Warm-Up Race „Montenbaik Enduro 2014“ in La Parva auf den ersten Schlagabtausch mit der Szene ein. Die Konkurrenz hatte die letzten Monate ja auch nicht im Winterschlaf verbracht. Fabien Barel fuhr den fünften Platz ein und Ines Thoma schaffte als Dritte sogar den Schritt aufs Treppchen.

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Auch Ludo May, unser Schweizer Neuzugang, war nach dem Rennen noch heißer auf die Saison: „Der Trip nach Chile ist der erste mit meinem neuen Team. Es ist toll, die CFET Crew mit Manager und Mechanikern an meiner Seite zu wissen. Ich fühle mich als Teil einer großen Familie! Leider hat mich beim Rennen in La Parva ein kleiner Defekt ausgebremst, aber ich konnte einige gute Stages fahren. Das macht mich sehr zuversichtlich für die Enduro World Series.“

Nach dem Einstand in der „Antigrip-Country“ reisten wir mit Selbstvertrauen fünf Stunden gen Süden nach Nevados de Chillan zum heiß ersehnten Start der EWS. Donnerstag und Freitag standen Trainingstage auf dem Programm. Am Wochenende erwarteten uns zwei Renntage mit je drei Wertungsprüfungen. Wir waren also bestens ausgelastet.

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Ines beschreibt ihre Aufregung vor dem ersten EWS Rennen so: „Ich denke, dass jeder ein bisschen nervös ist. Irgendwie weiß man noch nicht so richtig, was kommt – obwohl man schon gefühlt 1000 Rennen gefahren ist. Es ist trotzdem was anderes, hier zu sein. Die Strecken sind total geil, das Wetter ist perfekt und drum freu‘ ich mich!“

Schon auf der ersten Stage zeigte sich, dass nicht nur mit den Topfavoriten, sondern auch mit etlichen Newcomern in diesem Jahr zu rechnen sein wird. Bei Fabiens Zieleinlauf stockte allen allerdings der Atem. Was war passiert?

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Fabien über einen Tag, den er wohl nie vergessen wird: “Ich hätte mir niemals träumen lassen, was am ersten Tag, bei der ersten Stage passiert ist. Ich bin die erste Kurve wie ein 15-jähriger Junge angegangen, bei voller Geschwindigkeit durch den Sand gerippt, gedriftet und dann die Fahrspur entlang gehüpft. Mit blindem Vertrauen dachte ich, mir kann nichts passieren. Diese Aufregung kann ich selbst nach 20 Jahren Rennerfahrung einfach nicht kontrollieren. Auf halber Strecke bin ich dann mit 40 km/h über den Lenker gegangen und kopfüber im Sand gelandet. Dabei stauchte sich mein Rücken in einer Weise, wie er es sicher nicht sollte und ich rutschte fünf Meter Böschung herunter. Nach zehn Minuten war ich wieder zurück auf dem Trail. Ich konnte mich kaum bewegen. Ich schaffte es, wieder auf mein Bike zu steigen und die Ziellinie zu überqueren. Danach ging es ab zum medizinischen Support. Nach einem langen Check entschied ich mich, die zweite Stage anzugehen. Hätte ich das für ein paar Punkte wirklich machen sollen? War das Risiko zu hoch? Soll ich am nächsten Tag überhaupt antreten? Hatte ich mir die erste Runde so vorgestellt? Viele Fragen, die unbeantwortet bleiben werden. Ich war mir nur sicher, dass ich zum Biken hier bin und mein Bestes geben will. Nur weil man stolpert, heißt es ja nicht, dass man liegenbleiben sollte. Mein Motto lautet: Gib niemals auf!“

Profisport bei Canyon

Am Sonntagmorgen stand das endgültige Aus für Fabien dann fest. Keine leichte Entscheidung, aber eine absolut richtige, wie sich bei der medizinischen Untersuchung am gleichen Tag herausstellte: Bruch eines Lendenwirbels. Fabien war um Haaresbreite an einer Querschnittslähmung vorbeigeschrammt. An Biken war erstmal nicht zu denken, darüber war sich das ganze Team einig.

Ludo feierte derweil bei seinem ersten EWS Rennen im Canyon-Jersey mit Platz 13 einen super Einstand. Joe Barnes kam mit gutem Tempo, aber etwas Platten-Pech auf Rang 25 und Ines belegte Platz sechs bei den Damen.

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Joe beschreibt sein Rennen folgendermaßen: „In der Vorbereitung jagte ein Highlight das nächste. Bei jeder Trainingsrunde hatten wir mehr Spaß in den Hügeln Chiles. Auf der ersten Stage fühlte ich mich auf dem Bike sehr wohl und ging die Sache ruhig an. Anschließend war ich bereit für die physisch anstrengende Stage zwei, die ich mit dem 11. Platz beendete. Soweit, so gut. Mit dem ersten Tag war ich zufrieden und wusste, dass ich am Sonntag noch einen raushauen kann. Der nächste Tag begann mit einem flowigen, schnellen und doch lockeren Trail, den ich voll angehen konnte. Mit einer starken Verbesserung kletterte ich vor der letzten Stage im Ranking nach oben. Diese Stage war dann ganz nach meinem Geschmack, ähnlich den Trails in meiner Heimat Schottland. Meine Begeisterung kannte keine Grenzen mehr. Nachdem ich eine steinige Passage etwas zu stark genommen hatte, verlor plötzlich mein Vorderreifen Luft. Bald schon war er komplett platt und dabei lag noch die halbe Strecke vor mir. Ich tat alles, was ich konnte, aber musste einige Kollegen passieren lassen und verlor viel Zeit auf die Konkurrenz. Was für eine Enttäuschung! Mit dem 25. Platz habe ich ein paar Punkte ins Ziel gerettet, aber das war nicht mein Anspruch. Ich kann die nächsten Rennen kaum erwarten und muss mir nur merken: Take it easy on the rocks.“

Auf unseren Trip blicken wir nun mit gemischten Gefühlen zurück. Es war alles dabei: totale Begeisterung beim Biken auf den chilenischen Trails, verhaltener Stolz ob der Rennergebnisse bis hin zu dem Schock nach Fabiens schwerem Sturz. Nun machen wir uns auf den weiten Heimweg und werden uns bis zum BIKE Festival in Riva erstmal sammeln. Vielen Dank für die vielen Genesungswünsche für Fabien, die uns bereits erreicht haben. Wir müssen jetzt Geduld haben, bis weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Wir hoffen, dass es unserem „Fab“ bald wieder richtig gut geht.

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Ein Tagebuch lebt von Erlebnissen, Eindrücken und Erfahrungen – den guten wie den weniger guten. Nur die schönen Momente für die Ewigkeit festzuhalten, wird den „Strive Diaries“ nicht gerecht. Das Athletenleben des Canyon Factory Enduro Teams ist voller Höhen und Tiefen, die wir Euch mitteilen möchten. Wir könnten hier also ausnahmslos über die genialen Trails in Chile schreiben, wollen Euch in diesem Eintrag aber auch die Rückschläge nahe bringen.

Unsere Reise nach Chile war ein Trip ins Unbekannte, in vielerlei Hinsicht. Neben den logistischen Unwägbarkeiten hat uns vor allem die wahnsinnig dynamische Mountainbike-Szene überrascht. In Chile wird Enduro mit Hingabe gelebt – davon könnten sich viele europäische Länder eine Scheibe abschneiden. Das südamerikanische Land hatte es auf jeden Fall verdient, den Premierenlauf der Enduro World Series (EWS) 2014 auszurichten.

Das Strive AL – die Abfahrt beginnt bergauf

Um die Zeit in Chile optimal zu nutzen, reisten wir mit einer größeren Crew als üblich an. Die Vorbereitungszeit auf das erste EWS Rennen war mit Trainingseinheiten, Film- und Fotoaufnahmen voll durchgeplant. Auf die Videos und Bilder dürft Ihr gespannt sein. Nachdem die Aufnahmen im Kasten waren, ließen wir uns beim Warm-Up Race „Montenbaik Enduro 2014“ in La Parva auf den ersten Schlagabtausch mit der Szene ein. Die Konkurrenz hatte die letzten Monate ja auch nicht im Winterschlaf verbracht. Fabien Barel fuhr den fünften Platz ein und Ines Thoma schaffte als Dritte sogar den Schritt aufs Treppchen.

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Auch Ludo May, unser Schweizer Neuzugang, war nach dem Rennen noch heißer auf die Saison: „Der Trip nach Chile ist der erste mit meinem neuen Team. Es ist toll, die CFET Crew mit Manager und Mechanikern an meiner Seite zu wissen. Ich fühle mich als Teil einer großen Familie! Leider hat mich beim Rennen in La Parva ein kleiner Defekt ausgebremst, aber ich konnte einige gute Stages fahren. Das macht mich sehr zuversichtlich für die Enduro World Series.“

Nach dem Einstand in der „Antigrip-Country“ reisten wir mit Selbstvertrauen fünf Stunden gen Süden nach Nevados de Chillan zum heiß ersehnten Start der EWS. Donnerstag und Freitag standen Trainingstage auf dem Programm. Am Wochenende erwarteten uns zwei Renntage mit je drei Wertungsprüfungen. Wir waren also bestens ausgelastet.

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Ines beschreibt ihre Aufregung vor dem ersten EWS Rennen so: „Ich denke, dass jeder ein bisschen nervös ist. Irgendwie weiß man noch nicht so richtig, was kommt – obwohl man schon gefühlt 1000 Rennen gefahren ist. Es ist trotzdem was anderes, hier zu sein. Die Strecken sind total geil, das Wetter ist perfekt und drum freu‘ ich mich!“

Schon auf der ersten Stage zeigte sich, dass nicht nur mit den Topfavoriten, sondern auch mit etlichen Newcomern in diesem Jahr zu rechnen sein wird. Bei Fabiens Zieleinlauf stockte allen allerdings der Atem. Was war passiert?

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Fabien über einen Tag, den er wohl nie vergessen wird: “Ich hätte mir niemals träumen lassen, was am ersten Tag, bei der ersten Stage passiert ist. Ich bin die erste Kurve wie ein 15-jähriger Junge angegangen, bei voller Geschwindigkeit durch den Sand gerippt, gedriftet und dann die Fahrspur entlang gehüpft. Mit blindem Vertrauen dachte ich, mir kann nichts passieren. Diese Aufregung kann ich selbst nach 20 Jahren Rennerfahrung einfach nicht kontrollieren. Auf halber Strecke bin ich dann mit 40 km/h über den Lenker gegangen und kopfüber im Sand gelandet. Dabei stauchte sich mein Rücken in einer Weise, wie er es sicher nicht sollte und ich rutschte fünf Meter Böschung herunter. Nach zehn Minuten war ich wieder zurück auf dem Trail. Ich konnte mich kaum bewegen. Ich schaffte es, wieder auf mein Bike zu steigen und die Ziellinie zu überqueren. Danach ging es ab zum medizinischen Support. Nach einem langen Check entschied ich mich, die zweite Stage anzugehen. Hätte ich das für ein paar Punkte wirklich machen sollen? War das Risiko zu hoch? Soll ich am nächsten Tag überhaupt antreten? Hatte ich mir die erste Runde so vorgestellt? Viele Fragen, die unbeantwortet bleiben werden. Ich war mir nur sicher, dass ich zum Biken hier bin und mein Bestes geben will. Nur weil man stolpert, heißt es ja nicht, dass man liegenbleiben sollte. Mein Motto lautet: Gib niemals auf!“

Profisport bei Canyon

Am Sonntagmorgen stand das endgültige Aus für Fabien dann fest. Keine leichte Entscheidung, aber eine absolut richtige, wie sich bei der medizinischen Untersuchung am gleichen Tag herausstellte: Bruch eines Lendenwirbels. Fabien war um Haaresbreite an einer Querschnittslähmung vorbeigeschrammt. An Biken war erstmal nicht zu denken, darüber war sich das ganze Team einig.

Ludo feierte derweil bei seinem ersten EWS Rennen im Canyon-Jersey mit Platz 13 einen super Einstand. Joe Barnes kam mit gutem Tempo, aber etwas Platten-Pech auf Rang 25 und Ines belegte Platz sechs bei den Damen.

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Joe beschreibt sein Rennen folgendermaßen: „In der Vorbereitung jagte ein Highlight das nächste. Bei jeder Trainingsrunde hatten wir mehr Spaß in den Hügeln Chiles. Auf der ersten Stage fühlte ich mich auf dem Bike sehr wohl und ging die Sache ruhig an. Anschließend war ich bereit für die physisch anstrengende Stage zwei, die ich mit dem 11. Platz beendete. Soweit, so gut. Mit dem ersten Tag war ich zufrieden und wusste, dass ich am Sonntag noch einen raushauen kann. Der nächste Tag begann mit einem flowigen, schnellen und doch lockeren Trail, den ich voll angehen konnte. Mit einer starken Verbesserung kletterte ich vor der letzten Stage im Ranking nach oben. Diese Stage war dann ganz nach meinem Geschmack, ähnlich den Trails in meiner Heimat Schottland. Meine Begeisterung kannte keine Grenzen mehr. Nachdem ich eine steinige Passage etwas zu stark genommen hatte, verlor plötzlich mein Vorderreifen Luft. Bald schon war er komplett platt und dabei lag noch die halbe Strecke vor mir. Ich tat alles, was ich konnte, aber musste einige Kollegen passieren lassen und verlor viel Zeit auf die Konkurrenz. Was für eine Enttäuschung! Mit dem 25. Platz habe ich ein paar Punkte ins Ziel gerettet, aber das war nicht mein Anspruch. Ich kann die nächsten Rennen kaum erwarten und muss mir nur merken: Take it easy on the rocks.“

Auf unseren Trip blicken wir nun mit gemischten Gefühlen zurück. Es war alles dabei: totale Begeisterung beim Biken auf den chilenischen Trails, verhaltener Stolz ob der Rennergebnisse bis hin zu dem Schock nach Fabiens schwerem Sturz. Nun machen wir uns auf den weiten Heimweg und werden uns bis zum BIKE Festival in Riva erstmal sammeln. Vielen Dank für die vielen Genesungswünsche für Fabien, die uns bereits erreicht haben. Wir müssen jetzt Geduld haben, bis weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Wir hoffen, dass es unserem „Fab“ bald wieder richtig gut geht.

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(Deutsch) Valverde triumphiert an der Mur de Huy

  Abril 23rd, 2014 | 17:31 | Onlineredaktion

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(Deutsch) (English) Ardennes Classics Preview: Katusha and Movistar Team Prepare for Climbing Showdown

  Abril 17th, 2014 | 15:55 | Canyon Onlineredaktion

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Home Victory for Purito at 2014 Volta Ciclista a Catalunya

  Março 31st, 2014 | 13:59 | Onlineredaktion

Joaquim “Purito” Rodríguez of Team Katusha maintained a narrow lead in yesterday’s final stage of the 94th Volta Ciclista a Cataluya to take the overall ranking for the second time in his career, following victory in 2010. Just one week after Kristoff’s emphatic win in Milan-Sanremo, Katusha once again came away from the weekend with a big haul of points for the UCI WorldTour rankings. The weeklong stage race takes place on Purito’s home turf and attracted a stellar field with several grand tour favourites, such as Chris Froome and Alberto Contador taking the start but unable to better the local favourite over the mountainous route.

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Climbing High to GC Success

The foundations for overall victory were laid on the stage 3 mountaintop finish to La Molina. Rodríguez proved once again that he is one of the best in the world when it comes to steep uphill finishes by sprinting away on his Aeroad CF within the snow-lined final kilometre to gain vital seconds on the rest of his GC rivals. The stage marked Purito’s first win of the 2014 season and put him in the race leader’s jersey.

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Over the following stages Katusha controlled the race well to defend Purito’s slender lead against the inevitable attacks from Contador, who lay just 4 seconds behind on GC. Katusha Directeur Sportif, Dmitry Konyshev, was pleased with the outcome of the race: “This WorldTour win is important for the team and for Joaquim too because he’s Catalan.”

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Rodríguez now looks in great shape for his major 2014 objectives: “Now I look forward to trying to win in Liège-Bastogne-Liège and then on to the Giro d’Italia.”

Quintana 5th for Movistar Team

Columbia’s Nairo Quintana was the second Canyon pro to feature at the sharp end of the GC, only ten seconds down on Rodríguez, highlighting just what a close fought race the 2014 edition of the Volta a Catalunya was. Quintana is also looking to build his form ahead of the Giro d’Italia in May, and seems to be on the right track after this week and his 2nd place at Tirreno-Adriatico

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