Irina Kalentieva siegt beim Weltcup in Hafjell/Norwegen

Irina Kalentieva vom Topeak-Ergon Racing Team feiert in Hafjell/Norwegen den achten Weltcup-Triumph ihrer Karriere und sorgt damit für einen versöhnlichen Saison-Ausklang. Teamkollegin Nadine Rieder erzielt mit einem 23. Platz ihr bestes Worlcup-Ergebnis.

Irina Kalentieva auf dem Podium // Foto: Sportograf

Nach drei Jahren steht Irina Kalentiva vom Topeak-Ergon Racing Team mit ihrem Canyon Bike wieder ganz oben auf dem Podium eines Weltcup-Rennens. Beim letzten Worldcup der Saison im norwegischen Hafjell zeigte die 35-jährige Russin mit dem achten Weltcup-Sieg ihrer Karriere noch einmal dass sie sich keineswegs hinter den „jungen Wilden” verstecken muss. Dementsprechend groß war die Erleichterung hinterher: „Das tut so gut”, verriet Irina mit Tränen in den Augen. „Besonders nach dem Pech der letzten Jahre.” Und dieser Sieg war extrem hart erarbeitet: Die zweifache Weltmeisterin kämpfte sich auf ihrem Canyon von Startplatz 17 Runde um Runde nach vorne, bis sie sich mit der Französin Julie Bresset und Eva Lechner aus Italien einen spannenden Kampf um den Sieg lieferte und nach 1:25:34 Stunden als Erste über die Ziellinie fuhr.

Irina Kalentieva // Foto: Sportograf

Das Tempo der Spitzengruppe war dabei so hoch, dass die Fahrerinnen in den Abfahrten volles Risiko gehen mussten. So passierte es, dass sich Bresset gut eine Runde vor Schluss durch eine Unachtsamkeit noch einen Hinterraddefekt einhandelte. Es kam zum Duell zwischen der Topeak-Ergon-Fahrerin und Eva Lechner. In den steilen Anstiegen konnte sich Ira souverän von der Italienerin absetzen und einen guten Vorsprung herausfahren. Trotzdem drehte sich die in Koblenz lebende Russin auf der Zielgeraden noch drei mal um. „Ich wollte vermeiden, dass mir noch mal das gleiche wie bei der WM in Pietermaritzburg passiert”, grinste Ira im Ziel. Damals hatte sie sich nicht umgedreht und Eva ist auf den letzten Metern noch an ihr vorbei gehuscht — und weg war die Bronzemedaille.

Kein Wunder, dass sich die neunmalige Russische Meisterin in Hafjell einiges vorgenommen hatte: „Ich habe mich nach dem vierten Platz bei der WM ganz stark auf dieses Rennen fokussiert”, erklärte Irina hinterher. „Schon in Südafrika fühlte ich mich richtig stark und heute hat es endlich geklappt.”

Nadine Rieder // Foto: Sportograf

Auch Teamkollegin Nadine Rieder konnte mit ihrer Vorstellung mehr als zufrieden sein. Nachdem sie bereits am Donnerstag im Eliminator-Sprint hervorragende Sechste wurde, sorgte die 24-jährige Sonthofenerin mit Platz 23 für das beste WC-Ergebnis ihrer noch jungen Karriere: „Das war wirklich ein tolles Rennen zum Worldcup-Abschluss hier in Norwegen”, so die Allgäuerin. „Ich möchte mich auch noch mal beim gesamten Team für die tolle Unterstützung bedanken. Ganz besonders bei unserem Teammechaniker Larry für die bestens präparierten Canyon Bikes — ich hatte die ganze Saison über keinerlei technische Probleme.”

Nächste Woche gehen Alban Lakata, Robert Mennen und Sally Bigham bei der Trans Zollernalb auf Titel-Jagd. Robert konnte dieses dreitägige Etappenrennen über 215 Kilometer und fast 4.200 Höhenmeter auf der Schwäbischen Alb vor zwei Jahren schon einmal gewinnen.

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