Tretstark: Canyon Fahrerinnen gelingt Gold-Triple

Ob Enduro oder Cross Country – mit unseren Damen haben wir ein paar heiße Eisen im Feuer. Gleich drei Fahrerinnen erkämpften sich am vergangenen Wochenende in ihren Paradedisziplinen jeweils die Podiumsspitze. Ines Thomas vom Canyon Factory Enduro Team verwies bei der ersten Ischgl Overmountain Challenge 2013 in Österreich ihre Mitstreiterinnen auf die Plätze und gilt mit diesem Sieg als inoffizielle Enduro-Europameisterin. Irina Kalentieva vom Topeak-Ergon Racing Team feierte in Hafjell / Norwegen beim letzten Cross-Country-Rennen des UCI MTB World Cups in dieser Saison den achten Weltcup-Triumph ihrer Karriere. Ihre talentierte Cross-Country-Kollegin Malene Degn aus Dänemark holte sich in der Kategorie Women Juniors ebenfalls Gold auf ihrem Canyon Bike.

Ines Thoma // Foto: Christoph Bayer

Die erste Ischgl Overmountain Challenge im bekannten Tiroler Ski-Ort Ischgl fand unter dem Slogan „European Enduro Open” statt – galt es doch als Testrennen und damit Generalprobe zur Enduro Europameisterschaft im kommenden Jahr. Bei geradezu winterlichen Bedingungen und abenteuerlichen Wetterverhältnissen starteten rund 250 Fahrer, darunter 17 Frauen, um die schnellsten Enduristen Europas zu „erfahren“. Aufgrund von Neuschnee musste die Rennstrecke drastisch verkürzt werden, wovon sich Ines Thomas jedoch nicht weiter beeindrucken ließ. Schon beim Prolog setzte sie mit drei Sekunden Vorsprung eine erste Hausnummer und baute diesen auf ihrem Nerve CF weiter aus: mit vier von fünf gewonnenen Stages lässt sich zu Recht sagen, dass die Ischgl Overmountain Challenge absolut Ines‘ Rennen war. Besonders in den tretstarken Stages 2 und 4 konnte Ines ihr physisches Potenzial einsetzen und schaffte damit die Basis für ihren Sieg. Am Ende lag die Enduro-Spezialistin mit einer Zeit von 25:38,59 Min und sagenhaften 2:22 Minuten Vorsprung vor der Französin Pauline Dieffenthaler (28:01,16 Min). Nicht unerwähnt bleiben sollten an dieser Stelle auch die hervorragenden Platzierungen von Ines‘ Teamkollegen Marco Bühler (9. Platz) und Maxi Dickerhoff (11. Platz).

Irina Kalentieva // Foto: Gregor Janas

Weniger frostige Temperaturen herrschten im norwegischen Hafjell, als Irina Kalentieva beim sechsten Cross-Country-Rennen des UCI MTB World Cups auf ihrem Canyon Bike an den Start ging. Bei diesem letzten World Cup der Saison zeigte die 35-jährige Topeak-Ergon Racing Teamfahrerin mit dem achten Weltcup-Sieg ihrer Karriere, dass sie sich keineswegs hinter den „jungen Wilden” verstecken muss. Drei lange Jahre musste die Russin auf diesen Moment warten – oder besser gesagt hart darauf hinarbeiten. Die zweifache Weltmeisterin kämpfte sich von Startplatz 17 Runde um Runde nach vorne, bis sie sich mit Julie Bresset (FRA) und Eva Lechner (ITA) einen spannenden Kampf lieferte und nach 1:25:34 Stunden als Erste die Ziellinie erreichte. Dementsprechend groß war die Erleichterung hinterher: „Das tut so gut”, verriet Irina mit Tränen in den Augen, „besonders nach dem Pech der letzten Jahre. Ich habe mich nach dem vierten Platz bei der WM ganz stark auf dieses Rennen fokussiert. Schon in Südafrika fühlte ich mich richtig stark und jetzt hat es endlich geklappt.”

Nadine Rieder // Foto: Gregor Janas

Ebenso konnte Irinas Teamkollegin Nadine Rieder mit ihrer Vorstellung mehr als zufrieden sein. Nachdem die 24-jährige Sonthoferin bereits am vergangenen Donnerstag im Eliminator-Sprint Sechste wurde, sorgte sie mit Platz 23 für das beste World-Cup-Ergebnis ihrer noch am Anfang stehenden Karriere.

Malene Degn // Foto: Thomas N. Nyhus

Eine ebenfalls beachtliche Leistung legte die Dänin Malene Degn in Norwegen hin: sie fuhr in Hafjell beim UCI MTB World Cup in der Kategorie Cross Country Women Juniors mit ihrem Canyon aufs Treppchen. Mit einer Zeit von 1:04:54 und somit einem 20-Sekunden-Vorsprung schnappte sie sich vor Meda Petrusaukaite (LTU) die Goldmedaille. Vergessen die Enttäuschung von Pietermaritzburg, wo sie nur 100 Meter nach dem Start durch eine Mitstreiterin gestreift wurde und damit vorzeitig das Rennen beenden musste.

Wer es unseren Canyon Erfolgsathletinnen gleich tun will, kann sich schon jetzt mit einem 2014er Canyon Bike eindecken und fleißig trainieren. Beispielsweise findet in dieser Woche vom 19. bis 22. September das BIKE Women Camp in Kaltern (ITA) statt. Nähere Infos gibt es hier.

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