Robert Mennen ist Deutscher Meister!

Das Topeak-Ergon Racing Team schlägt zum Ende der Saison noch mal richtig zu — allen voran Robert Mennen, der sich in Münsingen in eindrucksvoller Manier den Deutschen Meistertitel im Marathon holt. Nadine Rieder wird hervorragende Fünfte. Sally, Alban und Milena überzeugen in Ornans mit einem 1., einem 2. und einem 3. Platz.

Schon im Vorfeld hatte Robert Mennen vom Topeak-Ergon Racing Team keinen Hel daraus gemacht, dass es für ihn am Samstag bei der Alb-Gold Trophy in Münsingen nur ein Ziel geben würde — den Deutschen Meistertitel im Mountainbike-Marathon. Aber wie kaltschnäuzig und mit welcher Konsequenz er das Ding dann durchgezogen hat, war schon mehr als beeindruckend. Ganz besonders war es das für seine Konkurrenten aus dem hochkarätig besetztem Teilnehmerfeld, das alles aufbot, was in der deutschen Marathon-Szene Rang und Namen hat. „Es war unglaublich, wie Robert alles kontrolliert hat”, schwärmte sogar Centurion-Vaude-Pilot Hannes Genze, der Vierter wurde.

Sämtliche Tempoverschärfungen und Attacken seiner Kontrahenten neutralisierte der 28-Jährige gänzlich unbeeindruckt — und das obwohl er während des ganzen Rennens auf sich alleine gestellt war und auf Teamunterstützung wie sie die meisten seiner Widersacher hatten, verzichten musste. Umso erstaunlicher wie abgeklärt Robert dieses Rennen heruntergespult hat: „Ich hatte damit gerechnet, dass auf der 84-Kilometer-Runde keine Entscheidung fallen würde, auch wenn ich einige Attacken kontern musste”, so der Nörvenicher. Die Entscheidung ist dann auf den zwei neun Kilometer langen Zusatzrunden gefallen, die recht profiliert waren. „An einem rutschigen Singletrail-Anstieg konnte ich ca. fünf Kilometer vor dem Ziel meine übrig geblieben Begleiter distanzieren.”

Nach 103 Kilometern, 2.500 Höhenmetern und 3:49:03 Stunden rollte der „Patron” mit 14 Sekunden Vorsprung über die Ziellinie. Die Bedingungen waren jedoch alles andere als angenehm: Regen und Kälte machte den Fahrern zu schaffen. Demnach sichtlich gezeichnet, aber natürlich bestens gelaunt, nahm der Marathon-Spezialist im Ziel die Auszeichnungen und Glückwünsche entgegen.

„Das ist natürlich der Wahnsinn! Als ich mit dem Sport begonnen habe war es schon immer mein Ziel ein Meistertrikot tragen zu dürfen und ich war einige Male knapp dran.” Doch Robert musste nach eigener Aussage lange darauf warten und hart an sich arbeiten. Außerdem hatte die Saison mit dem Crash beim Cape Epic ja nicht gerade glücklich für ihn begonnen. „Aber die zweite Saisonhälfte und jetzt der Titel lassen mich das verschmerzen”, grinste der frischgebackene Deutsche Meister.

Jetzt freue er sich erst mal auf den Saisonabschluss nächste Woche beim Roc d’Azur, aber auch schon auf die nächste Saison: „Ein Jahr lang im Trikot des Deutschen Meisters an den Start zu gehen ist etwas sehr Bedeutsames für mich — wobei ich mit diesem Cape Epic schon auch noch eine Rechnung offen habe …”

Aber auch die anderen Topeak-Ergon-Fahrer waren am Wochenende wieder mal in Siegeslaune. Sally Bigham gewann die Damenwertung beim „Extreme sur Loue”, ein Rennen der UCI Marathon World Series über 63 Kilometer und knapp 2.400 Höhenmeter im französischen Ornans. Milena Landtwing wurde Dritte und Europameister Alban Lakata fuhr bei den Herren über 84 Kilometer und 3.300 Höhenmeter auf den zweiten Platz.

Weitere Informationen und Ergebnisse unter: www.alb-gold.com und www.uci.ch

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