Canyon, Katusha und das Movistar Team: Angriff auf das Ardennen-Triple

Nur drei Sekunden fehlten Joaquim “Purito” Rodríguez am Ende zum großen Coup. Im Finale von Lüttich-Bastogne-Lüttich 2013 zündete der Spanier den Turbo und ließ mit seinem explosiven Angriff die gesamte Klassiker-Elite stehen. Einzig der Ire Daniel Martin parierte Puritos Schlussattacke und fuhr noch am Katusha-Kapitän vorbei.

In diesem Jahr will der 34-Jährige mit seinem Aeroad CF bei seinem Lieblingsrennen auf das oberste Treppchen, daran lässt er keinen Zweifel: “Ich freue mich auf die Ardennen-Klassiker und werde versuchen bei Lüttich-Bastogne-Lüttich zu gewinnen, bevor es zum Giro d’Italia geht”, sagte Purito kurz nach seinem Gesamtsieg bei der Katalonien-Rundfahrt im März.
Purito, Katusha und Canyon gewinnen die 94. Katalonien-Rundfahrt
Liege-Bastogne-Liege 2013:  Joaquim “Purito” Rodríguez fights for the win / (c) TDWsport.com

Favoritenteams Katusha und Movistar Team

“La Doyenne” bildet traditionell den Schlusspunkt der Ardennen-Woche, bei der die beiden Canyon-Teams Katusha und Movistar Team zu den absoluten Favoriten gehören. Besonders Katusha stellt mit Purito, Dani Moreno und Giampaolo Caruso eine enorm starke und erfahrene Mannschaft.

Beim Movistar Team sticht Alejandro Valverde als Trumpfkarte heraus. Der Spanier ist in absoluter Topform und mit sieben Siegen der erfolgreichste Fahrer in der WorldTour 2014. Mit Igor Anton und José Joaquin Rojas kann der zweifache Sieger von Lüttich-Bastogne-Lüttich (2006, 2008) zudem auf zwei starke Helfer bauen.
Valverde gewinnt die Vuelta a Andalucia
Movistar Teams Alejandro Valverde attacking on his Ultimate CF SLX / (c) TDWsport.com

Valverde will es beim Amstel packen

Den Auftakt zum berühmt berüchtigten Ardennen-Triple bildet das Amstel Gold Race am Sonntag, 20. April. Der rund 250 Kilometer lange Klassiker ist zwar weitgehend flach, aber mit einigen kurzen und knackigen Anstiegen gespickt. Gleich dreimal geht es über den Cauberg, der mit maximal 11 % auch gleich einer der härtesten Anstiege ist.

Wer bei der dritten Cauberg-Passage vorne liegt, hat gute Chancen, das Rennen zu gewinnen, denn das Ziel liegt nur rund einen Kilometer hinter dem Cauberg-Gipfel. Besonders Valverde wird beim Amstel mit großen Ambitionen an den Start gehen: 2013 wurde der 33-Jährige Zweiter hinter Solist Roman Kreuziger.
Die Canyon Räder der Movistar Team-Stars
Alejandro Valverde aims for the win at Amstel Gold Race / (c) TDWsport.com

Vierter Canyon-Sieg in Folge im Visier

Das zweite Rennen in der Ardennen-Woche ist La Flèche Wallonne am Mittwoch, 23. April. 2013 triumphierte Moreno auf seinem Aeroad CF mit einem furiosen Finish und einer klasse Vorarbeit von Purito beim mittleren der drei Ardennen-Klassiker. Nach dem Sieg von Philippe Gilbert 2011 und Purito 2012 der dritte Triumph eines Canyon Aeroad CF beim Flèche Wallonne nacheinander. Folgt in diesem Jahr der vierte Streich?

Im Gegensatz zum Amstel Gold Race geht es beim wallonischen Pfeil rund 200 Kilometer lang durch das hügelige Land der belgischen Ardennen. Bedeutendster Anstieg ist die Mur de Huy mit maximal 26 % Steigung auf 1,3 Kilometern Länge. Insgesamt drei Mal müssen die Profis die “Mauer” überwinden. Der Gipfel des Anstiegs stellt nach der dritten Befahrung gleichzeitig das Ziel dar.
Aeroad CF: Ausreißerrad, Gipfelstürmer und WorldTour-Legionär zugleich
Katushas Dani Moreno winning La Flèche Wallonne 2013 / (c) TDWsport.com

Lüttich-Bastogne-Lüttich als krönender Abschluss

Bereits vier Tage nach dem wallonischen Pfeil folgt Lüttich-Bastogne-Lüttich, das am Sonntag, 27. April seine 100. Ausgabe seit 1892 zelebriert. Es ist das älteste noch ausgetragene Eintagesrennen und gilt wegen seines sehr hügeligen Profils über mehr als 260 Kilometer durch die wallonischen Ardennen als einer der schwersten Klassiker im Radsport.

Der berühmteste der zahlreichen steilen Anstiege ist die Côte de la Redoute mit zwei Kilometern Länge. Sie wird rund 44 Kilometer vor dem Zielstrich angefahren und wartet mit einer maximalen Steigung von 20 % auf – genau das richtige Terrain für den explosiven Kletterspezialisten Purito.

Es wird eine extrem spannende und auch anstrengende Woche für Katusha und das Movistar Team. Wir wünschen unseren Teams viel Erfolg und alles Gute!

Profisport bei Canyon
Katusha leading the peloton / (c) TDWsport.com

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