Historischer Sieg für Quintana und Canyon beim Giro d’Italia

Movistar Team / (c) TDWsport.com
Schrilles Scheinwerferlicht, ohrenbetäubender Jubel, glitzernder Konfetti-Regen, eine Radsport-Welt in Rosa. Auf der Piazza dell’Unità d’Italia in Triest jubeln am Sonntag tausende Tifosi Nairo Quintana entgegen. Freudestrahlend erklimmt der Movistar Team-Kapitän im Rosa Trikot das Podium und nimmt die imposante Trophäe für den Gewinn des 97. Giro d’Italia entgegen.

Einige Meter nebenan steht das Siegerrad in der Obhut der Movistar Team-Betreuer. Das Ultimate CF SLX in einer rosa Sonderlackierung, zu Ehren des Siegers. Quintanas Rennmaschine – die ihn zum größten Erfolg seiner Karriere verholfen hat und ihn auf ein neues Level unter den Radsport-Stars hievt. Das Rad, das den Kolumbianer zu einem Grand Tour-Sieger gemacht hat.
Ultimate CF SLX: Das Siegerrad von Nairo Quintana
Ultimate CF SLX / (c) TDWsport.com

“Hatten Angst, Nairo würde sich nicht mehr erholen”
Vorbei sind die Startschwierigkeiten vom Teamzeitfahren in Belfast, als der Regen das Movistar Team zurückwirft und Quintana einen akkuraten Zeitrückstand aufbrummt. Vorbei die besorgniserregenden Momente nach dem Sturz in der ersten Rennwoche. Vorbei die ungewissen Stunden als Quintana geschwächt durch Grippe und Fieber Tag für Tag auf dem Rad leidet.

“Wir hatten Angst, Nairo würde sich nicht mehr erholen. Aber er hat es geschafft”, sagt Teamchef Eusebio Unzué: “Und das ist es, was ich besonders herausstellen möchte: Nairos Fähigkeiten zur Regeneration und sein Glaube an sich selbst.”
Die Canyon Räder der Movistar Team-Stars
Nairo Quintana / (c) TDWsport.com

Quintana: Niemals aufgeben
Niemals aufgeben, immer das große Ziel vor Augen haben, jederzeit an den Triumph glauben und in die eigene Stärke vertrauen – das ist das Credo des 24-Jährigen.

Dann der Umschwung, das Fieber sinkt, das Feeling auf dem Rad wird besser, die Beine stärker. “Am letzten Ruhetag war Nairo fast vollständig wiederhergestellt”, so Unzué, “bereit die epische Etappe über den Stelvio in Angriff zu nehmen, bereit seine fahrerischen Qualitäten unter Beweis zu stellen, bereit die anderen wissen zu lassen, dass er der Stärkste ist.”

Der stärkste Fahrer auf dem besten Rad.
Nairo Quintana / (c) TDWsport.com

Quintana: “War kurz davor abzusteigen”
Was folgt, geht als eine der spektakulärsten und mitreißendsten Giro-Etappen der vergangenen Jahre in die Geschichte ein. Mehr als 4600 Höhenmeter, 60 Kilometer bergauf über Gavia, Stelvio und dann noch der Schlussanstieg zum Martelltal. Dazu grenzwertige Wetterbedingungen mit Regen, Schnee und eisigen Temperaturen.

“Auf dem Gipfel des Stelvio zitterte ich, meine Finger waren wie eingefroren und ich war nicht in der Lage, meine Windweste überzustreifen”, erzählt Quintana: “Ich war kurz davor abzusteigen, doch dann kam Gorka (Izaguirre; Anm. d. Red.), zwang mich auf dem Rad zu bleiben und ohne Windweste weiterzufahren. Es schneite wirklich heftig, meine Kleidung war durchnässt, doch er unterstütze mich, reichte mir Energieriegel und pushte mich immer wieder in dieser schwierigen Situation.”

Im Finale der Etappe zeigt Quintana, dass er der momentan vielleicht beste Bergfahrer der Welt ist und sorgt für einen Paukenschlag, in dem er die Konkurrenz distanziert und in das begehrte Rosa Trikot stürmt.
Profisport bei Canyon
Giro d'Italia / (c) TDWsport.com

Ausrufezeichen am Monte Grappa
Es folgen harte Tagesabschnitte mit steilen Anstiegen wie dem Passo San Pellegrino, Rifugio Panarotta und dem gefürchteten Zoncolan mit Steigungen bis zu 22 Prozent.

Zwischendrin das nächste Ausrufezeichen beim Bergzeitfahren auf den Monte Grappa: Etappensieg, Ausbau der Führung, Erleichterung, Entschlossenheit, Stärke!
Nairo Quintana / (c) TDWsport.com

Schaulaufen nach Triest
Am Sonntag dann das Schaulaufen auf dem Weg zum Ziel in Triest. Alles an Quintana ist rosa. Seine Schuhe, sein Helm, seine Hose, sein Trikot sowieso. Und auch das Ultimate CF SLX. Auf den letzten 169 von insgesamt 3450 Kilometern nimmt Quintana die Glückwünsche seiner Konkurrenten entgegen. Der Giro-Sieger und das rosa Canyon Rad ziehen die Blicke auf sich.

Und auch nach dem Zieleinlauf sind die beiden das Objekt der Begierde bei den Fotografen. Quintana auf dem Podium – das Ultimate CF SLX direkt neben dem Siegerpodest.

Nairo Quintana / (c) TDWsport.com

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