Rick legt sich bei den Six Days ins Zeug

Autor Erik ZabelHallo zusammen,

ich schreibe euch gerade aus meiner Geburtsstadt Berlin, in der ich in der letzten Woche einiges zu tun hatte. Denn während hier das Sechstagerennen läuft gibt es auch ein umfangreiches Rahmenprogramm. Ich bin schon am Mittwoch angereist und habe dann am Donnerstag den Startschuss für die Sixdays gegeben. Ich habe ja hier bis zu meinem 19. Lebensjahr gelebt und bin seit Anfang der 90er Jahre in Unna zuhause. Und in Berlin habe ich mir immerhin meine ersten Sporen als Radsportler verdient und meinen letzten Sieg gefeiert. Das scheint auch das Publikum zu wissen. Die haben mich hier so empfangen als ob ich gar nicht weg gewesen wär. Da sieht man schon wie groß die Begeisterung für den Sport ist, wenn die einen ehemaligen Rennfahrer mit so einem Applaus begrüßen.

Am Montag war dann noch die Ehrung zum Radsportler des Jahres. Es war schön, dass Tony Martin gewonnen hat – und vor allem, dass die Preisverleihung auf der großen Bühne abgelaufen ist. Denn die Ehrung war im Velodrom während des Abendprogramms der Sixdays im Anschluss an die große Jagd, also dem Siedepunkt der Stimmung. Beim Tony freue ich mich natürlich auch ganz besonders, da er ein Mitglied von HTC-Columbia ist. Wir haben viel Trainiert und ich bin bei der Deutschen Meisterschaft hinter dem Tony im Auto hergefahren – genauso wie bei der WM in Mendrisio. Und für den Nachwuchsfahrer Nikias Arndt war das sicher eine große Erfahrung, den Pokal vor 15.000 Zuschauern in Empfang zu nehmen.

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Ich bin aber auch noch aus einem anderen Grund hier: Von Sonntag bis heute finden nämlich im Vorprogramm die Juniorenwettbewerbe statt und hier startet mein Sohn Rick zum ersten Mal. Bisher schlägt er sich fantastisch, er hat sich gleich am ersten Tag sehr gut eingeführt und hat das Punktefahren mit seinem Partner Thomas Schneider gewonnen.
Am zweiten Tag sind die beiden dann im kombinierten Ausscheidungspunktefahren dritter geworden. Bei diesem Wettbewerb sind 36 Fahrer im Ausscheidungsrennen losgefahren bis 16 von der Bahn mussten und die übrig gebliebenen 20 Fahrer haben dann im direkten Anschluss ein 30 Runden Punktefahren gefahren. Danach war noch ein Madison, bei dem die beiden auch wieder den dritten Platz gemacht haben und waren am Ende des Tages punktgleich mit den Führenden auf dem zweiten Platz.
Heute stehen dann noch ein Punktefahren und ein Madison auf dem Plan. Mal sehen, wie die beiden sich schlagen und den dritten Tag weg stecken. Die sind ja auch unter den Junioren noch junge Sportler. Wenn die es aufs Podium schaffen würden wäre das schon mehr, als wir alle erwartet hatten.

Wie es ausgegangen ist erfahrt ihr dann kommende Woche. Dann bin ich übrigens wieder auf Mallorca zur Mallorca-Challenge mit dem Team HTC-Columbia. Donnerstag fliege ich auf die Insel und hoffe bis zum Sonntag noch ein paar Kilometer privat trainieren zu können. Im Dezember bin ich immerhin 2.000 Kilometer gefahren, der Januar war dann aufgrund des schlechten Wetters weniger erfolgreich. Ich musste einige Male auf den Ergometer, aber halte es da nur für eine Stunde aus. Das reicht ja gerade einmal zum Anschwitzen. Früher bin ich da zwar auch länger drauf geblieben, aber jetzt wo ich das nicht mehr unbedingt muss, steige ich auch mal nach kurzer Zeit wieder ab.

Bis bald,
Erik

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