Mission Peru

Wie schnell zwei Wochen vergehen – denn seit gestern Nacht bin ich schon wieder zurück in München mit unglaublichen Eindrücken aus Peru!

Die ersten Tage verbrachten wir in Cusco, wartend auf mein zweites Bike – ein neuer Canyon Prototyp der auf den Anden Trails von mir getestet und fotografiert werden sollte. Das Rad, meine Helme, Bikeschuhe und einiges mehr das in der Bike-Box war, kam leider erst mal nicht an. So musste ich mit dem auskommen, was ich mir irgendwie in Peru ausleihen konnte. Wenigstens hatte ich mein Torque da und konnte zumindest – auch wenn nicht für die Bilder – mich an die staubigen, technischen und flowigen Trails gewöhnen.

Die meiste Zeit verbrachte ich allerdings mit Hilfe unseres Guides am Telefon mit dem Flughafenpersonal um das zweite Rad ausfindig zu machen. Ich glaube die arme Person am anderen Ende der Leitung hört bis heute noch unsere Stimmen im Schlaf… Doch die 25 Anrufe hatten sich gelohnt: Wenn auch mit einigen Tagen Verspätung wurde mir das Rad nach Ollantaytambo geliefert. Leider wurde ich dann auch noch ein wenig krank mit einer Magenverstimmung…der Anfang lief alles andere als rund.

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21.Mai: Fit, gesund und komplett ging es dann doch endlich richtig bei mir los. Unser Fotograf Marco Toniolo, der zweite Fahrer Renè Wildhaber und ich sind bis auf 4300 Meter gefahren um dann den Megavalanche Rennkurs unter die Reifen zu nehmen. Die Strecke geht vorbei an zahlreichen Inca Ruinen, über Terrassen und Ackerfelder, die bis heute noch von den Bergbewohnern genutzt werden. Überhaupt ist das ganze Inca-Imperium hier, im Herzen der Anden rund um den Machu Picchu, atemberaubend. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Incas damals alles von Hand, ohne Rad, Flaschenzug und Nutztier aufgebaut hatten. Unbegreiflich! Die meisten Ruinen sind bis heute nicht freigelegt, vieles nicht entdeckt und von den Touristenmassen verschont geblieben. Den teuren Machu Picchu Besuch haben wir uns auch gespart denn der Berg auf dem sich die Ruinen Befinden leidet ohnehin schon enorm unter den täglichen Menschenmassen. Das mussten wir nicht auch noch unterstützen – auch wenn es sicherlich ein Highlight gewesen wäre.

23.Mai: von 4500 Meter bis 900 Meter ging es hinab in den Dschungel und dann weiter bis in die tiefgrünen Täler und Berge von Vilcabamba.

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Telefonnetz und Internet? Fehlanzeige. Hier gibt es manchmal Strom. Manchmal nicht. Regen hingegen viel – wie wir leider feststellen mussten. Die wenigen Sonnenstrahlen und die aufsteigenden Wolken machten dann die wenigen Bilder doch zu absoluten “Moneyshots”.

Der Regen zwingt uns nach zwei Tagen unsere Station hier zu räumen und nach Ollantaytambo zurück zu fahren. Doch das ist nach so einem Regen und den endlosen Dirt-Roads gar nicht so einfach denn diese verwandeln sich zu gefährlichen Matschpisten, was mit unserem nicht gerade offroadtauglichen Van kein Spaß ist. Teilweise hingen wir stundenlang fest, wartend bis ein Spezialgerät vorbei kommt und die Straße fahrbar walzt.

Nach einen ganzen Tag im Auto kamen wir dann in Ollantaytamboo an und verbrachten den Abend mit den Locals am Plaza. Ein vier Tage langes Fest mit traditionellen Kostümen und Tänzen, viel guter Laune und sehr netten, gastfreundlichen Menschen feierte an dem Abend ausgelassen das Leben und deren Göttlichkeit.

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Für uns nur kurz denn am nächsten Morgen hieß es wieder um 4:30 Uhr aufstehen, Bikes packen und bei Sonnenaufgang auf dem Berg shooten. Das gute Licht am Morgen ist einfach unschlagbar! Besonders hier in den Anden. Die Mittagszeit wird genutzt um neue Trails zu scouten und Sprünge zu bauen um diese dann bei gutem Abendlicht und Action zu fotografieren. Doch dazu später mehr…

Hier ein paar der ersten Bilder. Die Tage gibt es hier dann weitere Fotos von den Sprüngen über einen Canyon und in einem Creek… Watch out!

Grüße,
ROB J

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