Zwangspause für Mountain Hero Sarah Bosch

Am Pfingstwochenende stand für Sarah Bosch der erste Auftritt 2010 im Trikot der Mountainbike Nationalmannschaft an. Nach dem sehr guten Bundesligaauftakt in Münsingen durfte Sarah für Deutschland beim Weltcup in Offenburg an den Start gehen. Offenburg zählt inzwischen zu den bekanntesten und spektakulärsten Strecken was der Mountainbike Weltcup zu bieten hat.

Sarah gehört dem jüngsten Jahrgang der U23-Kategorie an und sie hatte in diesem Jahr aufgrund des Abiturstresses noch nicht die Möglichkeit, wichtige Punkte für die Startaufstellung zu sammeln.
So erhielt sie die Startnummer 118 und reihte sich ganz hinten ein. In ihrem ersten Weltcuprennen im Feld der Elitedamen ging sie ohne große Erwartungen an den Start.

Sarahs erster Auftritt im Mountainbike Weltcup wurde noch nicht belohnt

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Sarahs Ziel war in erster Linie Erfahrung zu sammeln und sich so weit wie möglich nach vorne zu arbeiten. In der ersten Runde gelang ihr das sehr gut, aber bereits in der zweiten Runde zwang sie ein Zusammenstoß mit einer anderen Fahrerin zu einem Zwischenstopp in der Techzone. Danach fand sie nicht mehr in ihren Rhythmus, doch Aufgeben wollte sie auch nicht – so nahm sie den Kampf nach einiger Zeit wieder auf. Jedoch fuhr Sarah dabei etwas übermotiviert und unkonzentriert in den “Wolfsdrop”, dort überschlug sie sich und blieb mit der Schulter in einem ungeschützten Geländer hängen.

Schmerzen, Schulterecksgelenkssprengung und Fraktur der Schulter

An der Strecke plagten Sarah sofort extreme Schmerzen und sie wurde in das Offenburger Krankenhaus gebracht. Die Diagnose : Tossy 3 (Schulterecksgelenkssprengung mit Abriss des Bandapparats) und Fraktur des Rabenschnabelfortsatzes. Kurz darauf folgte die OP in der Schulterchirurgie in der Rosenheimer Heimat. Sarah befindet sich nun auf dem Weg der Heilung, die sie aber 6-12 Wochen am Radfahren hindern wird.

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Sarah übt sich in Geduld und bleibt dem Team neben der Rennstrecke erhalten

O-Ton Sarah: “als mir die Diagnose verkündet worden ist, brach für mich erst einmal eine Welt zusammen. Die ganze harte Arbeit der letzten Monate und dann ist alles von heut’ auf morgen vorbei.
Doch langsam lerne ich es zu akzeptieren und mein Ziel ist es so schnell wie möglich wieder in den Rennsport einzusteigen. Doch hierfür muss die Schulter mitmachen. Nächste Woche fange ich mit der Krankengymnastik an. Neben meiner Rehabilitation habe ich mir vorgenommen das Team anderweitig zu unterstützen. Als Betreuerin und so weiter ;-)”

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