Canyon Gap mit einem Canyon in Peru

… das hört sich auf Anhieb eigentlich logisch und einfach an. Ein Canyon sollte von Haus aus für Canyons geeignet sein, dachte ich mir als ich in Peru ein geeignetes Exemplar am vorbeifahren im Augenwinkel entdeckt hatte. Sofort stoppte ich unseren Konvoi, sprang aus dem Wagen und blickte in den Abgrund. Nach einer halben Stunde Spotcheck stand fest: das geht. Vorausgesetzt es werden Anlauf, Absprung und Landung über den 12 Meter weiten und 30 Meter Tiefen Abgrund gebaut und ich dann auch weit genug mit meinem Torque fliege. Es folgten einige Tage Bau doch mit Hilfe einiger Locals ging das zwischen und nach unseren Fotoshootings ganz gut vorwärts. Bei solchen Gaps muss man sich seiner Sache schon sicher sein – nicht nur was die Leistung auf dem Rad angeht sonder auch wie so ein Sprung gebaut werden soll. Die Anfahrt, und der Absprung müssen der angenommenen Geschwindigkeit entsprechen. Die Landung muss breit, hoch und lang genug sein um diese zu treffen und weich genug um eventuelle Stürze abzufedern. Der Auslauf muss auch frei von Steinen und Hindernissen sein.
Insgesamt also ein großer Aufwand für nur einen einzigen “perfekten” Shot.

Als das Gap dann endlich fertig war einigten wir uns aufgrund der Licht- und Wetterverhältnisse auf ein Morgenshooting. Im Klartext: 12 Meter Gap mit enormen Konsequenzen bei Versagen zum Frühstück um 7 Uhr.

Dass es dort, mitten in den Bergen von Peru nicht gerade die schnellste ärztliche Versorgung gibt wird bei so einer Aktion ausgeblendet, denn ich würde das nicht angehen wenn ich mir nicht 100%ig sicher wäre, das ohne einen Kratzer zu Meistern. Nach zwei Speedchecks – also auf den Sprung Anlauf nehmen und kurz vor Absprung abbremsen – konnte ich vor meinem inneren Auge den Sprung “sehen”.

Nochmal zum Start, check ob der Fotograf an seiner Stelle und bereit für den Moneyshot ist und Bremsen los, treten, abspsrung ———-AIRTIME———— ups, da war unter mir die Landung ——— Rad runter drücken, landen abbremsen – fertig und das Dauergrinsen aufsetzen. Alles gut gelaufen, also nochmal hoch und diesmal mit etwas weniger Speed damit ich die Landung auch richtig erwische und nicht fünf Meter zu weit fliege. Ich glaube ich habe vergessen die dünne Luft auf der Höhe zu beachten – und damit auch den geringeren Luftwiderstand… ??!!?? ;) hehe

Hier nochmal die Gallery: wenn ihr sowas in eurer Nähe habt – meldet euch bei mir bevor ihr sowas angeht! Und macht das nur mit einem Canyon – denn wie der Name schon sagt: Es muss ja dafür gemacht sein ;)

Cheers,
ROB J

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