24 Stunden Schmerzen

Ergon 24h Racing TeamJetzt haben wir es also doch geschafft.
Kim und ich sind das erste 24h Rennen in diesem Jahr gefahren und natürlich das erste Rennen im Ergon 24 Trikot. An das Rennen in München hatten wir beide nicht die besten Erinnerungen. Sind wir im letzten Jahr doch völlig eingebrochen und die letzten 10 Stunden waren eine Qual.

In diesem Jahr wollten wir es besser machen und das Rennen ruhiger angehen. Gesagt und nicht getan. Ich kam nach dem Start auf Platz zwei in die Wechselzone, nur eine Sekunde hinter den späteren Siegern. Um aber nicht zu überziehen, haben wir doch einen Gang zurückgeschaltet. In den ersten Stunden waren noch mehrere Teams an der Spitze der 2er Teams. Es wurde wirklich hart gefahren und um jeden Meter gekämpft. Bis zu den frühen Abendstunden hatte sich das Feld aber sortiert, wir hatten unseren Rhythmus aus: Fahren, wechseln, trinken, essen und wieder fahren gefunden.
Man kann sogar sagen, dass dann die Qualen erst richtig anfingen. Gegen 20 Uhr stellten sich bei mir Magenprobleme ein und damit verlor ich auch etwas die Motivation. Oben auf dem Olympiaberg kam mir der Gedanke: “Wie schön könnte es jetzt auf der Couch sein?” Naja, jammern hilft aber nix. Also weiter fahren und hoffe, dass es schnell besser geht.

ERGON 24h Racing Team in Muenchen

Die Nacht verlief für uns soweit gut, die neuen Topeak Lampen funktionierten perfekt und auch meine Magenprobleme hatte ich mit Magentee im Griff.
Eines ist bei einem 24h-Rennen immer wieder toll: der Sonnenaufgang. Zum einem kann man die nervige Lampe abschrauben, es wird wieder wärmer und das Ende des Rennens ist auch abzusehen.
Rund sechs Stunden vor dem Zieleinlauf bin ich auf Cola als Getränk umgestiegen und plötzlich war der Akku wieder voll da und ich konnte mit viel Druck einige Minuten auf die Führenden gut machen, denn wir lagen immer noch auf Platz zwei. Inzwischen aber mit rund einer Runde Rückstand.

Trotz meines Zwischensprints über fünf Runden war gegen die Erstplatzierten aber nichts auszurichten. Nach 24 Stunden, 307km und 53 Runden rollte ich als Zweiter über die Ziellinie.

Heute, zwei Tage nach dem Rennen, sind wir beide völlig platt. In den nächsten Tagen wird sich das Gefühl vom völligen Koma wieder abstellen.

Bis zur nächsten Quälerei
Benjamin

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