Unschlagbar, unnachahmlich! Phil gewinnt an der Muur van Huy

Er hatte vor dem Rennen noch gesagt, dass der Schlussanstieg für ihn eigentlich etwas zu schwer ist und seine Favoritenrolle an Fahrer wie Contador und Schleck weitergegeben. Doch als es drauf ankam war er hellwach und topfit. Philippe Gilbert gewinnt überlegen den Flèche Wallone und feiert damit schon den dritten Sieg binnen einer Woche.
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Es werden Erinnerungen an den Herbst 2009 wach: damals hatte Philippe in nur zwei Wochen vier Rennen in Folge gewonnen – und sich dank seiner hervorragenden Form am Ende mit dem Sieg bei einem Radsportmonument in die Geschichtsbücher eingetragen. Zum Ende des Radsport-Frühjahrs hat er jetzt schon drei Siege eingefahren – und am Sonntag startet mit Lüttich-Bastogne-Lüttich erneut ein Radsportmonument. Wenn das mal kein gutes Omen ist.

Aber in seiner derzeitigen Form muss “Fast Phil” sich wohl nicht auf Omen verlassen. Denn der von vielen Fachmedien als weltweit beste Klassiker-Fahrer gepriesene kann sich voll auf seine Beine und sein Team verlassen. Denn das hat ihm auch heute wieder den Rücken gestärkt. Mit einem sechsten Platz von Jelle Vanendert brachte Omega Pharma-Lotto den zweiten Top-10-Platz unter Dach und Fach.

Zu Beginn des Rennens hatte sich eine frühe Ausreißergruppe gebildet, die mit einem maximal 17-Minütigen Vorsprung zwar relativ lange Führungsluft schnuppern konnten, sich aber im hügeligen Finale dem Feld geschlagen geben mussten. Als das Feld dann wieder vereint war machten sich Pineau und Marcato auf die Flucht, wurden aber einen knappen Kilometer vor dem Ziel wieder gestellt. Ein paar hundert Meter vor dem Ziel zog dann Philippe wieder an und ließ den Rest des Feldes förmlich stehen. Oben angekommen ließ er sich von der jubelnden Masse feiern. Eindrucksvoller geht es nicht mehr.

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