Gilbert auf Platz 1 der Weltrangliste nach Sieg bei Lüttich-Bastogne-Lüttich

Er ist im Moment der stärkste Radrennfahrer der Welt. Das hat Philippe Gilbert in den letzten Wochen eindrucksvoll gezeigt. Nach Siegen beim Pfeil von Brabant und den beiden Ardennen-Klassikern Amstel Gold Race und Fleche Wallonne konnte der belgische Kapitän von Omega Pharma – Lotto am vergangenen Sonntag beim ältesten Eintagesrennen der Welt seinen großen Traum erfüllen. Schon als Kind hatte er davon geträumt, Lüttich-Bastogne-Lüttich zu gewinnen, denn nicht unweit der Strecke ist er aufgewachsen.

Entsprechend beeindruckt war er selbst nach dem Rennen: “Das ist ein unvorstellbarer, grandioser Tag für mich. Schon die Stimmung am Start war unglaublich. Überall an der Strecke war die Unterstützung riesengroß. Das ist heute sportlich der schönste Tag meines Lebens. Der ist nicht zu toppen Es war ein perfektes Rennen”

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Man hatte ihm nach den beeindruckenden Leistungen in den Ardennen die Favoritenrolle für das Radsportmonument auferlegt und er hatte die Kraft und das strategische Geschick, dieser in vollem Umfang gerecht zu werden.

Nach  etwa 235 Kilometern auf der schweren Strecke ging das Rennen in die entscheidende Phase. Zusammen mit den Schleck Brüdern Andy und Frank, die gemeinsam angriffen, konnte sich Gilbert vom Feld absetzen. Aus strategischer Sicht eigentlich klar im Vorteil versuchten die Leopard-Trek Profis danach alles, um Gilbert zu zermürben und abzuschütteln. Doch dies sollte an diesem Tag einfach nicht klappen. Auch über die letzten 15 Kilometer hinweg zeigte Gilbert Stärke und fuhr selbstbewusst die letzten Anstiege auf dem Weg zum Ziel von vorne an.

Im Finale hatte Gilbert aufgrund seiner Sprintstärke dann die besten Karten und machte das Ardennen-Triple perfekt.

Nach 4 Siegen innerhalb von knapp zwei Wochen und weiteren 3 Siegen im bisherige Verlauf der Saison schob  sich “Fast-Phil” mit Riesenschritten an Tom Boonen und Co. vorbei an die Spitze der UCI-Weltrangliste. Mit 356 Punkten hat er nun 120 Punkte Vorsprung auf den Schweizer Fabian Cancellara.

Hier noch ein paar Eindrücke aus dem spannenden Rennen.

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