Tradition verpflichtet – Rick Zabel gewinnt in Köln und Frankfurt

Zwar startet er noch in der U19-Klasse, setzt aber auch hier schon voll auf Sieg. Innerhalb einer Woche gewann der ehemalige Canyon Young Hero und jetziger “Friend of Canyon” Rick Zabel die Juniorenrennen von Rund um Köln und Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt. Viele Experten sind der Meinung, er könnte in einigen Jahren in die Fußstapfen seines Vaters treten. Der kann zwar einerseits das Talent seines Sohnes einschätzen, tritt aber auch etwas auf die Euphorie-Bremse. Immerhin hat es bei ihm auch etwas gedauert, bis er und seine Trainer sein Talent richtig einschätzen konnten: „Meine ersten guten Rennen hatte ich in meinem zweiten Juniorenjahr, also in dem Alter, in dem Rick jetzt ist. Dann bin ich 2-3 Jahre bei den Amateuren gefahren, wo ich auch vorne mit dabei war und dann spielt man mit dem Gedanken: ‚Vielleicht macht das Sinn, jetzt den Schritt zu gehen.“ Bis dahin bleibt er an der bisher sehr positiven Entwicklung seines Sohnes dran und unterstützt ihn auf und neben der Strecke.

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Mittlerweile hat Erik Zabel zumindest das professionelle Fahren an den Nagel gehängt, begleitet seinen Sohn aber so oft es geht zu wichtigen Rennen und fiebert am Streckenrand leidenschaftlich mit. „Wenn du selbst fährst kannst du deine Emotionen viel besser kontrollieren. Jetzt am Streckenrand fühlst du das alles noch viel stärker“, beschreibt Erik. Das besondere an den Jugend- und Juniorenrennen: Die Fahrer und Fahrerinnen haben nicht nur ihre Verträge und Siegprämien im Kopf. Sie genießen den Sport, leben den Wettkampf. Als sportlicher Leiter bei HTC Columbia kennt Erik nicht nur die Perspektive aus dem Sattel, sondern auch die Sicht aus dem Teamwagen und weiß: „Bei den Profis geht es viel organisierter zu als bei den Junioren. Das macht es für mich etwas einfacher zu arbeiten. Selbst bei Jungprofis kannst du dich auf Erfahrungen berufen. Es ist deren Job, die Aufgaben sind klar verteilt. Bei der Jugend und den Junioren ist das alles offener. Die Fahrer lernen bei jedem Rennen dazu. Alle fahren erstmal los und der Stärkste oder der Cleverste gewinnt am Ende. Das ist wirkliches Pure Cycling.“

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Heute geht es für Rick nach Tschechien wo morgen der Nations Cup startet. Auf die Fahrer warten hier 522,2 Kilometer aufgeteilt auf fünf Etappen. Den Anfang macht die Friedensfahrt, die mit 95,5 Kilometern zu den schwersten Junioren-Rennen der Welt zählt. Rick wird dabei das Aufgebot des BDR anführen und gemeinsam mit seinen Mitfahrern für ein erfolgreiches Abschneiden des BDR kämpfen.

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