Alpencross Wien-Nizza: 14. Etappe

Von Martigny nach Morgex über 111 km und 3426 hm.

Nein, nicht schon wieder im strömenden Regen starten! Wozu hat Sylvain gestern mein Rad geputzt?

Ich hatte wirklich überhaupt keine Moral aus dem Auto und aufs Rad zu steigen. Aber es hilft ja nichts! Aber dann gab es eine riesige Überraschung und meine Moral war sofort zurück! Wer stand da plötzlich im Regen an der Straße neben Sylvain? Meine Lieblingstante Isabelle ist extra gekommen, um mich mit dem Auto auf den Grand St. Bernhard zu begleiten! Ab da ging alles viel leichter und im Val d´Aoste winkte dann auch strahlende Sonne!

Der große St. Bernhard ist zwar nicht steil, aber ewig lang und man muss durch endlose Galerien und Tunnel. Man war ich froh, als nach 30km endlich die große Straße aufhörte und die meisten Autos im Tunnel verschwanden und endlich der richtige Berg mit Kurven anfing!

Danke der Unterstützung von Isabelle und natürlich auch von Sylvain habe ich den Pass geschafft! Da war aber noch was ziemlich Lustiges unterwegs und erst oben auf dem Pass habe ich es begriffen! Ich habe ziemlich oft einen Herrn mit orangefarbenem Trikot und blauer Satteltasche überholt, aber er hat mich nie überholt und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, ob er nicht einen Schleichweg kennt. Aber oben habe ich dann gesehen, dass da ein Bus mit dem gleichen Logo war, das waren also Verschiedene, die waren mit mehreren. Der Nebel oben war allerdings so dicht, dass man gerade mal 2m weit sehen konnte, da war die kurvenreiche Abfahrt zu gefährlich und Isabelle hat uns erst mal zum Essen eingeladen! Danke dafür.

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Das Essen tat gut und hat aufgewärmt, danach musste ich aber die ersten 5 Kilometer Abfahrt im Auto zurücklegen, weil es einfach zu gefährlich war, man konnte nichts sehen und wird von Autos natürlich auch nicht gesehen! Dann riss es aber plötzlich auf und die Sonne kam durch, sodass ich auf mein Rad zurück konnte! Und unten im Tal war es herrlich warm und die Sonne tat so gut, dass sogar die sonst so verhassten Talkilometer total schnell vorbei gingen und jetzt sitze ich hier auf dem Campingplatz in der Sonne und kann gar nicht glauben, was heute Morgen für ein Wetter war!

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