Fahrtechnik mit Stefan Herrmann – Teil 3

Hallo Leute,
über Wurzeln, Bachbetten, Felsstufen fliegen. Mit kraftvollem Absprung, kontrollierter Flugphase und butterweicher Landung. Wer diese Technik beherrscht, ist nicht nur schneller, sondern sorgt überall für staunende Gesichter.

Ich zeig euch wie es geht:

Timing und Koordination der Bewegungen sind die wichtigsten Knackpunkte beim Geländesprung. Außerdem ist jeder Sprung natürlich Kopfsache. Wer in die Luft geht, begibt sich in ungewohnte Gefilde. Da kann man sich schnell mal unwohl fühlen. Eines ist beim Geländesprung besonders zu beachten: Die Flugphase wird vom Absprung bestimmt, dem wichtigsten Part des Geländesprungs. Wer hier pfuscht, hat es später schwer, sicher zu landen.
Wie bei allen Fahrtechnik-Moves, ist der Blick entscheidend. Optimal ist, wenn Sie schon vor dem Absprung die Landung anvisieren. Scannen Sie den Boden ab und suchen Sie die richtige Absprungrampe. Wenn die Sprungdistanz festgelegt ist, kann der Sprung durch gezielte Anpassung der Beuge- und Streckbewegung von Armen und Beinen entsprechend angepasst werden.
Maßgeblich für die Flugbahn: das Anfahrtstempo. Je schneller man abspringt, desto weniger Körperarbeit ist für die gleiche Sprungdistanz nötig. Fährt man dagegen langsamer an, muss die Beuge- und Streckbewegung umso dynamischer verlaufen. Eine hohe Anfahrtsgeschwindigkeit in Kombination mit übermotivierten Bewegungen kann die Sache sehr schnell außer Kontrolle geraten lassen.
Eine große Rolle spielt auch die Form der Absprungrampe. Je mehr diese kickt, desto weniger Anfahrtstempo und Körperbewegungen sind nötig. Manchmal reicht aber schon eine kleine Wurzel, um sich meterweit durch die Luft zu katapultieren. Während der Flugphase heißt es, locker und zentriert über dem Bike zu bleiben. Das pendelt sich selbst aus und die Landung lässt sich gut abfedern. Am sichersten ist es, mit dem Hinterrad zuerst zu landen. Fortgeschrittene können aber einen leichten Nosedive wagen, bei dem das Vorderrad zuerst aufkommt. Achtung: Bei zu viel Vorlage droht der Überschlag!
Die Landestelle sollte natürlich möglichst weich und frei von Wurzeln oder Steinen sein. Sonst riskiert man zumindest einen heftigen Snakebite.
 

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Viel Spaß beim Üben und immer schön das Gleichgewicht halten :-)

Stefan

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