Topeak-Ergon: Führung in der Marathon World Series

Was für ein Saisonfinale für das Topeak-Ergon Racing Team. Mit ihrem Sieg beim Roc Marathon 83 des Roc d’Azur bescherte Sally Bigham dem Topeak-Ergon Racing Team zum Abschluss der Saison noch einmal ein Highlight.

Dabei war die 33-jährige Britin auf der 83 Kilometer langen Strecke zunächst vom Pech verfolgt. Schon im ersten Viertel des Rennens musste Sally einen schweren Sturz wegstecken. Dabei zog sie sich eine mehrere Zentimeter große, klaffende Fleischwunde am linken Ellenbogen zu, die nach dem Rennen mit fünf Stichen genäht werden musste. Umso glücklicher war die tapfere Ergon-Kriegerin, dass es doch noch zum Sieg gereicht hat: „Nach dem Sturz dachte ich schon das war’s, aber die Atmosphäre hier beim Roc d’Azur ist so grandios, dass du die Schmerzen glatt vergisst und einfach alles gibst.“ Kein Wunder, knapp 30.000 Leute standen am Streckenrand und feuerten die tapfere Bikerin zum Sieg. Damit überwintert Sally unangefochten als Nummer 1 des Gesamtklassements der UCI Marathon World Series.

Nicht weniger versöhnlich verlief der Saisonabschluss für Teamgefährte Alban Lakata. Alban wurde Vierter und sicherte sich damit ebenfalls die Führung im Gesamtklassement der World Series. Trotzdem lies es sich der Österreicher nicht nehmen auch am Sonntag bei der Cross-Country-Entscheidung hoch motiviert an den Start zu gehen. Und auch hier lieferte der 32-jährige Ergon-Racer noch einmal eine hervorragende Leistung ab und verfehlte das Podium mit seinem 5. Platz wieder nur ganz knapp. Trotzdem war der „Albanator“ nicht restlos glücklich: „Eigentlich wollte ich hier beim Roc d’ Azur nach meinem letztjährigen Sieg wieder gewinnen. Und erst sah es auch gut aus. Doch dann habe ich nach der 3. Feed Zone meine Wasserflasche verloren. Das hat
mir das Rennen versaut.“ Auch beim Marathon am Freitag wäre seiner Meinung nach mehr drin gewesen: „Ich hatte Probleme mit meinem Energiehaushalt. Nach einer Schwächephase bei der Hälfte des Rennens konnte ich nicht mehr zu den Führenden aufschließen.“

Der Roc d’Azur in Fréjus (Frankreich) ist bekannt dafür, dass neben den sportlichen Höchstleistungen auch das Ende einer langen, für alle Beteiligten entbehrungsreichen Saison gefeiert wird. Daher ist es üblich, dass die Teams und Rennställe sich noch einmal in ganz spezieller Art und Weise bei allen Mitwirkenden bedanken. So auch das Topeak-Ergon Racing Team, die ihrem Praktikanten Marian Kopfer, der das Team seit nunmehr acht Wochen im Weltcup-Zirkus begleitete und dem hochverdienten Team-Mechaniker Lars Hartwich, ermöglichte, jeweils ein Rennen zu bestreiten. So ging Marian bereits am Freitag beim Marathon an den Start und beendete das Race auf einem guten 62. Platz. Edel-Schrauber Lars rockte den Cross-Country-Kurs am Sonntag und finishte die 56-Kilometer lange Strecke mit etwas über 30 Minuten Rückstand auf Rang 137. Herzlichen Glückwunsch!

Sag uns Deine Meinung

Kommentare