Mountain Hero Krissi Weber gewinnt Desert Dash in Namibia

Die Drittplatzierte der Transalp Mixed Wertung, Krissi Weber, gewinnt im Dezember das Extrem-Mountainbike-Rennen Desert Dash in Namibia. Es ist eines der härtsten und längsten Mountainbike-Marathons der Welt und geht von Windhoek durch die Namib Wüste 340 Kilometer bis an den Atlantik nach Swakobmund. Für diese Strecke hat man maximal 24 Stunden Zeit. Wie Krissi Weber dieses Abenteuer gemeistert hat?
Wir haben bei Ihr nachgefragt…

Krissi Weber mit Canyon Bike

Krissi, wie kamst du auf die Idee das Desert Dash in Namibia mitzufahren?
Ein Bekannter, der Manager einiger Spitzensportler ist, wurde von den Sponsoren des Rennens gefragt, ob er Fahrer aus Europa kennt die beim Desert Dash starten würden. Er hat an mich gedacht und ich habe daraufhin spontan zugesagt.

Wie war das Rennen organisiert und wie hart war es für Dich?
Das Rennen war in sechs Abschnitte unterteilt, mit je einer Kontrollstation. Generell waren Begleitfahrzeuge eingeplant.
Mir wurde leider kurz vor dem Start mitgeteilt, dass die wenigen Frauen ohne fahren dürfen?!
Ich musste dann spontan umplanen und einen Rucksack mit mehr Riegel, Getränke, Lampenakkus, Jacke usw. packen.
Ein Begleitfahrer der Männer hat mir dann aber bei jeder Station einen Wasserkanister und Riegel hinterlegt, somit hatte ich eine Absicherung.
Die ersten 100 km hatte ich Probleme mich an die Gegebenheiten anzupassen, wahrscheinlich wegen der 40 Grad Hitze. Ich nahm etwas Tempo raus.
Im nachhinein genau das richtige Tempo für eine so lange Strecke bei diesen Temperaturen, so hatte ich hinten raus noch Kraft das Rennen mitzugestalten


340 km am Stück und in Namibia erfordert viel Energie, was hast Du alles zu Dir genommen?

Ich habe während des Rennens sehr sparsam 20 Liter getrunken, 15 Ultrasports Riegel, zwei Semmel und 12 Ultra Gels verspeist. Wobei man sich nach zehn Stunden Riegel, Gels und „Sand“ – Essen schon ein bisschen überwinden muss, sich brav weiter zu ernähren.

Wie muss man sich die Landschaft in Namibia vorstellen?
Der Westen des Landes wird völlig durch die Namib-Wüste geprägt, die sich ca. 1400 km, von Mocamedes (Angola) bis Port Nolloth im Süden, an der Küste hinzieht. Im Gegensatz zur Kalahari ist die Namib auf weite Strecken eine vegetationslose Sand- und Felswüste von äußerst extremer Trockenheit.

War es in den Wüstenabschnitten sehr heiß?
Der Start war um 15 Uhr Nachmittags. Dennoch war es auch Mitte Nachmittags mit 40 Grad absolut sportlich, die ersten 30 km ging es nur hoch und es hatte kaum Wind. In der Nacht war es unter 10 Grad kühl. Ich habe von der angeblichen „afrikanischen“ Kälte nichts gespürt, ich wollt nur noch so schnell wie möglich ins Ziel :-)

Wie konntest Du Dich platzieren und was nimmst Du von dem Erlebnis mit?
Ich war vom Start weg die erste Frau und hab mich wie eher wie bei einer Expedition gefühlt.
Der Weg war das Ziel, ich konzentrierte mich nur auf mich. Am Ende war ich die schnellste Frau mit ca. zwei Stunden Vorsprung und stellte mit einer Zeit von 16h 36min einen neuen Streckenrekord auf.
In der Männerwertung lag ich zeitgleich mit dem siebten Mann in den Top Ten. Der erste Mann, Emiliano Balladrino, hat nur 14h 22min benötigt.
Das Rennen war eine tolle Erfahrung bei dem ich jede Menge dazugelernt habe.
Es war ein sportliches Erlebnis in einer reizvollen Umgebung und in einem wunderschönen Land mit viel Natur und tollen Eindrücken.
Ich würde jederzeit wieder beim FNB Desert Dash starten :-)

Näheres über die Mountain Heroes auf www.mountain-heroes.com/home.html

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