Perfekter Saisonauftakt für Canyon Hero Katja Rabe

Unsere Top-Triathletin Katja Rabe macht es genau richtig. Denn während sich viele andere Triathleten in den heimischen Gefilden bei fiesen Minusgraden, Schnee, Regen und grauem Himmel durch den Winter gequält haben, hat sie in Thailand “überwintert” und sich unter perfekten Bedingungen vorbereitet. Bis Ende April wird sie noch dort bleiben.
Wie fit Katja bereits zu Beginn der Saison ist, hat sie schon im ersten Wettkampf, bei der Erstauflage des 70.3 Ironman in Sri Lanka bewiesen, wo sie sich einen respektablen zweiten Platz sichern konnte.
Wir gratulieren herzlich zu dieser tollen Leistung und wünschen alles Gute und viel Erfolg für die anstehende Saison.

Freut Euch auf ihren Bericht aus Ski Lanka:
Als Saisonstart und ersten Formtest vor dem Ironman Melbourne am 25. März habe ich den 70.3.Ironman in Sri Lanka gewählt.
Das „Adventurerace“ verlief organisatorisch zwar alles andere als optimal, was aber, wenn man sich den historischen Hintergrund vor Augen führt, aber nicht verwunderlich ist. In einem Dritte-Welt-Land, das mehr als 20 Jahre Bürgerkrieg durchgemacht hat und in dem die Menschen neben Cricket nicht viel mit Sport zu tun haben, einen 70.3.IM zu veranstalten, stellte sich doch als Herausforderung dar.

Aber was anfänglich wie ein totales Chaos aussah, da bis Freitag vor dem Rennen noch nichts darauf hinwies, dass hier ein Ironman stattfinden sollte, noch keine Wechselzone aufgebaut war, die Wettkampfstrecken kurzfristig geändert wurden, die Startunterlagen nicht rechtzeitig vor Ort waren usw., änderte sich buchstäblich über Nacht.

Dieses Event wird für mich in vielerlei Hinsicht unvergesslich bleiben…
Keine Frage, man kann ein Rennen in Asien nicht mit Wettkämpfen in Europa vergleichen, aber wo auf der Welt hat man schon mal die Möglichkeit, neben einheimischen Athleten auf Fixies, alten Stahlrädern, Mountainbikes mit Aufsätzen und Barfuß Läufern ein solches Abenteuer zu erleben?!
Aus sportlicher Sicht gesehen, bin ich sehr zufrieden mit dem Verlauf des Wettkampfs und mit dem Ergebnis und bin zuversichtlich für Melbourne.

Race-Report
Geschwommen wurde eine Runde (1,9km) im indischen Ozean ohne Neoprenanzug. Das Schwimmen verlief eher beschwerlich, da man weiter draußen im Meer mit ziemlich starkem Wellengang zu kämpfen hatte. Das Tempo der ersten Gruppe war außerdem so schnell, dass ich nach ca. 500 Metern nicht mehr im Wasserschatten mitschwimmen konnte und den Rest der Strecke allein zurücklegte. Ich kam dicht gefolgt von der Südafrikanerin Claire Horner und der amtierenden deutschen Meisterin Dana Wagner aus dem Wasser. Der Abstand zur Spitze lag bei vier Minute.

Der anschließende 30km Rundkurs wurde 3-mal gefahren und führte im ersten Teil der Strecke durch das Zentrum von Colombo und im zweiten Abschnitt an der Küste entlang am indischen Ozean. Die Radstrecke sollte zwar komplett durch das Militär abgesperrt werden, aber trotzdem kreuzten Autos, Busse oder die lokalen 3-rädrigen Tuk-Tuk Taxis die Straße.

Auf dem Rad wollte ich eigentlich härter anfahren, um die Lücke zwischen Claire und Dana zu vergrößern, aber im Hinblick auf Australien, entschied ich mich für die sichere Variante und ging es etwas entspannter an.
In Anbetracht der sehr unübersichtlichen Streckenführung, des schlechten Straßenbelags und der schmalen Bikelane versuchte ich auf meinem Canyon Bike einfach nur zu überleben und jeglicher Gefahrensituation aus dem Weg zu gehen.
Ich war mehr als glücklich, als ich endlich die Wechselzone am Galle Face Green ohne größere Zwischenfälle erreichte und auf die Laufstrecke gehen konnte.
An Position fünf liegend und präpariert mit Wasserflasche und ausreichend Gels, stürmte ich aus der Wechselzone.

Katja Rabe sichert sich Platz 2 bei der Erstauflage des 70.3 Ironman in Sri Lanka

Der 5 Kilometer Laufkurs am Meer entlang war optimal, da ich durch die „out and back“ Passagen immer wieder die anderen Mädels im Auge behalten konnte. Die ersten zwei von vier Runden lief ich sehr kontrolliert Seite an Seite mit der Südafrikanerin Claire Horner.
Die drückende Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit machten ihr aber schließlich Probleme und sie ließ sich zurückfallen. Nach mittlerweile fünf Monaten Training in Thailand machte mir die Hitze nicht mehr so viel aus. Thomas schrie mir immer wieder die Abstände nach vorn zu und Freddie und AJ, meine Trainingspartner aus dem Thanyapura Sports Club, motivierten mich im Vorbeilaufen das Tempo zu halten. Beide haben übrigens mit Platz vier und fünf auch ein super Rennen abgeliefert.

In der dritten Runde lief ich dann an die bis dahin zweitplatzierte Australierin Christie Sym heran.
Ich verschärfte das Tempo noch ein paar Mal, aber sie versuchte nicht mitzuhalten und so lief ich hinter Lucie Zelenkova (CZE) in einer Zeit von 4:34:13 ins Ziel und landete damit auf Platz 2.

Katja Rabe sichert sich Platz 2 bei der Erstauflage des 70.3 Ironman in Sri Lanka

Es war ein tolles Abenteuer und ein fantastischer Saisoneinstieg zugleich!
Danke an die Organisatoren, dafür das sie in einer Nacht und Nebel Aktion doch noch ein tolles und außergewöhnliches Rennen auf die Beine gestellt haben.
Und vielen Dank an Canyon für die tolle Unterstützung !

Weiter gehts für Katja am 25. März in Melbourne:

Nächste Termine:
22. April: Ko Samui Triathlon
20.Mai: 70.3. Ironman St.Pölten
24.Juni: Heilbronn Citytriathlon
8. Juli: Ironman Frankfurt

to be continued…

Sag uns Deine Meinung

Kommentare