550 Km in 3 Tagen: Canyon Heroes Nadine und Tibor auf Tour

Ergon 24h Racing TeamCanyon Hero und Ergon 24h-Fahrerin Nadine Rieder und Dirt Bike-Legende Tibor Simai machten sich Ende März (27. – 29. 3) auf zu einer Trainingstour der besonderen Art. Mit dem Rennrad von München über Deggendorf nach Wien. 550 km in 3 Tagen.
Mit dabei ein Ultimate CF, ein Aeroad, Gepäck und jede Menge gute Laune!

Freut Euch auf einen spannenden Erlebnisbericht von Nadine.

Tibor und ich beschlossen mit dem Rennrad von München nach Wien zum Vienna Air King zu fahren. Da die Wettervorhersage für den geplanten Zeitraum super war, packten wir unseren Stuff, checkten unsere Canyon Bikes und los ging’s Richtung Deggendorf. Daniel, ein Freund von Tibor, begleitete uns ab München City.

Mit dem Rennrad von München über Deggendorf nach Wien: Nadine Rieder und Tibor Simai on Tour

Unterwegs hatte Tibor leider einen aufgeschlitzten Mantel, den er aber provisorisch mit dem alten Schlauch flickten konnte… und so kamen wir nach 6 Stunden im Sattel in der schönen Altstadt an.

Der folgende Tag begann entspannt, da der Bikeshop ums Eck erst um 9 Uhr öffnete…äh ja, oder auch nicht…;)
Tibor: „Ein Durano 25×700 solls bitte sein!“
Verkäufer: „Sowas fährt hier keiner, 23×700 wollen alle und Conti sind die Besten“
Tibor: „Ah, die ersten Tour-Teams fahren schon 25er und Bikes werden auch auf das größere Maß gebaut und ich möchte bitte nen Schwalbe“
Verkäufer: „Conti 25er haben wir hier“
Tibor: „Ok, ich nehme den 23er Durano“
Gleich vom Fahrradfachgeschäft;) begaben wir uns auf den bekannten Donauradweg (eher bei der älteren Generation beliebt;). Wir radelten immer ein paar Meter neben dem Wasser und genossen es einfach nur auf der Rennmaschine zu sitzen. Das perfekte Wetter und die tolle Landschaft zauberte uns immer wieder ein Grinsen ins Gesicht.
Als wir zur Mittagszeit in Passau ankamen beschlossen wir in einem Ergon-grün dekorierten Lokal zu essen. Farbe ist Programm, eh klar.

Gut gestärkt ging es dann für ein paar Stunden weiterin Richtung Linz…alles lief super, bis wir auf einmal an einem Schild „Radweg Ende – Radfahrer bitte Fähre benutzen“ standen. Zwei Passanten informierten uns, dass die Fähren erst ab dem 1. April wieder in Betrieb seien und da waren wir zum ersten Mal extrem unlocker…
…ein gutes Stück zurück fahren und einen anderen Weg nehmen? Oder doch schwimmen? ;-) no way!!!

Mit dem Rennrad von München über Deggendorf nach Wien: Nadine Rieder und Tibor Simai on Tour

Ein paar hundert Meter entfernt entdeckten wir einen Bauernhof mit Bewirtung und dort versuchten wir dann auch unser Glück…Es stellte sich heraus, dass dies der Hof der Fährenbesitzer war und nach einer Apfelschorle und einem netten Gespräch bekamen wir von der Gastgeberin das Angebot, von ihrem Sohn in einem kleinen Boot über die Donau gebracht zu werden… man, hatten wir ein Glück:) Und so ging es nach kurzer (etwas nasser) Bootsfahrt auf der anderen Uferseite der Donau weiter…

Eigentlich war unser Tagesziel Linz. Als wir dort jedoch am frühen Abend ankamen, sahen wir erschrocken ein Radwegschild „Wien 229km“. Mit so viel hatten wir nicht gerechnet und es war ja auch schon Mittwoch, der Plan war aber: Donnerstag Abend Wien.
229km an einem Tag…hm, das war uns etwas zu unsicher, weil sollte es zu irgendeinem Zwischenfall kommen, könnte es sehr knapp werden mit der Zeit… Trotz Hunger und nicht mehr allzu großer Motivation nahmen wir uns deswegen vor noch mindestens 30km zu fahren und so schafften wir es gerade noch vor Einbruch der Dunkelheit nach St. Pantaleone.

Glücklicherweise gab’s ein Gasthaus mit noch „einem freien“!! Dreibettzimmer. Kaputt und ausgehungert saßen wir nach dem Duschen mit T-Shirt, Jogginghose und FlipFlops (mehr hat in den Rucksack leider nicht reingepasst;)…) im Restaurant und genossen von Vorspeise über Hauptgang und Dessert, Dessert 2,…. das Essen.
Was für ein Tag… Auf dem Tacho hatten wir 180km und 6:30 Stunden Fahrzeit…

Mit dem Rennrad von München über Deggendorf nach Wien: Nadine Rieder und Tibor Simai on Tour

Am letzten Tag unserer Tour hatten wir also noch um die 200 km vor uns… Um nicht wieder zeitlichen Stress zu bekommen, fuhren wir rechtzeitig los und machten erst Mittagspause als wir die Hälfte der Kilometer hatten…
Wir hatten super Rückenwind und konnten frisch gestärkt wieder ein gutes Tempo fahren. Wien kam immer näher… Ca. 30km vor unserem Ziel verließ uns ein bisschen der „Flow“ und wir wollten einfach nur noch ankommen… Wegschilder mit unterschiedlichen Kilometer-Angaben und leichtes Tröpfeln verunsicherte uns… Jetzt hieß es beißen…
Ab in die Regenjacken und immer Richtung Rathausplatz. Wir wurden ganz schön nass, aber das war mir ehrlich gesagt egal. Die Freude, es wirklich geschafft zu haben war viiiiel größer…egal ob nass oder trocken, geschafft ist geschafft!!!:)
Die letzte Etappe war mit 7:30 Stunden Fahrzeit und 205km eindeutig die längste, die wir aber auch wieder ohne große Probleme locker meistern konnten…Cool!!!

Für die nächsten drei Tage blieben unsere Rennräder im Hotelzimmer und zurück ging es leider mit dem Auto, bei 2°C den Weg nochmal zurück viel sowas von aus…

Es war das erste Mal, dass wir so eine lange Tour von A nach B gemacht haben und es hat wirklich riesen Spaß gemacht…

Ein neuer Plan steht schon…

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