Bigham gewinnt Alpentour Trophy

Bei der 14. Alpentour Trophy vom 31.05 bis 03.06.2012 in Schladming boten die Fahrer vom Topeak-Ergon Racing Team eine gelungene Vorstellung: Sally Bigham holt den Gesamtsieg und Alban Lakata wird Zweiter. Max Friedrich vom Ergon 24h Racing Team wird ebenfalls Zweiter in der Masters-Klasse.

Bereits seit 13 Jahren wird die Alpentour Trophy in Österreich ausgetragen und gilt heute als eines der wichtigsten Cross-Country-Etappenrennen in Europa. Auf vier Tagesetappen mussten die mehr als 300 Teilnehmer aus insgesamt 26 Nationen 214 Kilometer und 8.800 Höhenmeter rund um das Dachsteingebirge absolvieren. Darunter ein 16 Kilometer langes Bergzeitfahren mit 1.100 Höhenmetern. Wer die Berge in dieser Region kennt, weiß dass es sich hierbei keinesfalls um einen Kindergeburtstag handelt. So war auch das Starterfeld mit großen Namen bestückt.

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Doch Sally Bigham vom Topeak-Ergon Racing Team blieb davon gänzlich unbeeindruckt. Man könnte sogar meinen sie sei in diesem Jahr ausgezogen, der Marathon-Konkurrenz das Fürchten zu lehren. Nach dem Andalucia Bike Race, dem Cape Epic und Riva-Marathon, entschied die 34-jährige Britin jetzt auch die Alpentour Trophy für sich. Und das in beeindruckender Art und Weise.

Von Anfang an ließ Sally keine Zweifel aufkommen, dass sie dieses Rennen gewinnen will. In eindrucksvoller Manier fuhr die Vize-Weltmeisterin von Etappensieg zu Etappensieg und sicherte sich mit einem üppigen Vorsprung von knapp 1,5 Stunden überlegen die Siegertrophäe.

„Es war wirklich sehr schön hier in Schladming”, freute sich Sally nach dem Rennen. „Der Kurs mit tollen Singletrails bergauf wie bergab war quasi perfekt für mich.” Außerdem sei sie sehr zufrieden mit ihrem Equipment, denn sie hätte nicht die geringsten technischen Probleme gehabt. „Ich fühle mich derzeit in blendender Verfassung und bin wirklich glücklich über meine Vorstellung hier. Jetzt freue ich mich schon auf mein nächstes Rennen, die Marathon-Europameisterschaften in Tschechien in zwei Wochen.”

Auch der zweite Topeak-Ergon-Racer und österreichische Lokalmatador, Alban Lakata, hinterließ einen guten Eindruck. Zwar immer noch gebeutelt von schweren Stürzen bei den letzten Worldcups, lieferte der Marathon-Weltmeister von 2010 eine souveräne Leistung ab und wurde letztendlich zweiter im Gesamtklassement.

„Die Alpentour Trophy war für mich ein wichtiger Gradmesser. Da ich nach meiner Sturzserie bei den letzten zwei Weltcup-Rennen nicht gerade viel Selbstvertrauen mitnehmen konnte”, meinte der aus Lienz stammende Osttiroler hinterher. Zudem hätten ihn die davon erlittenen Verletzungen an Steißbein und Schulter im Trainingsaufbau um einiges zurückgeworfen. „Mit diesem Trainingsrückstand und den im Rennen noch immer spürbaren Schmerzen muss ich mich diesmal mit dem zweiten Platz zufrieden geben”, fügte der zweifache Trophy-Gewinner hinzu. Außerdem hätte er wegen der erstklassigen Besetzung der diesjährigen Alpentour einen guten Eindruck davon bekommen, in welchen Bereichen es noch nicht ganz passen würde.

Für das dritte erfreuliche Ergebnis bei der Alpentour sorgte Max Friedrich vom Ergon 24h Racing Team. Der amtierende Deutsche Meister der Masters-Klasse, musste sich im Gesamtklassement der Masters-Elite-Wertung lediglich vom ehemaligen Olympiasieger Bart Brentjens geschlagen geben. Und das denkbar knapp in einem Wimpernschlagfinale mit 97 Hundertstel Sekunden Rückstand.

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