Irina Kalentieva im Pech bei Europameisterschaft

Strömender Regen und technische Probleme prägten das Damenrennen bei den Mountainbike Europameisterschaften in Moskau. Auch Irina Kalentieva vom Topeak-Ergon Racing Team blieb nicht davon verschont.

Das Damenrennen am Sonntag bei den Mountainbike Cross-Country Europameisterschaften in Moskau fand unter extrem widrigen Bedingungen statt. Strömender Regen verwandelte die 4,1 Kilometer lange Strecke in einen glitschigen Parcours aus Schlamm, Matsch und Sand. Aufgrund der extremen Witterung entstand eine regelrechte Materialschlacht, so waren technische Probleme bei fast allen Beteiligten an der Tagesordnung. Auch Irina Kalentieva vom Topeak-Ergon Racing Team war davon betroffen.

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Nach gutem Start befand sich Irina in aussichtsreicher Position innerhalb einer fünfköpfigen Spitzengruppe, in der nahezu alle Favoritinnen versammelt waren. Nachdem sich die spätere Siegerin Gunn-Rita Dahle-Flesjaa ende der zweiten Runde erfolgreich von der Spitzengruppe absetzen konnte, kämpfte Kalentieva fortan mit drei weiteren Fahrerinnen um Silber und Bronze. Doch schon in der zweiten Runde sah sie sich mit immensen Bremsproblemen konfrontiert und dann versagte irgendwann auch noch die Schaltung. „Das hintere Ritzel war völlig verschlammt und ließ sich nicht mehr schalten”, erklärte die zweimalige Weltmeisterin. Daraufhin hat Irina in der vierten Runde noch mal in der Feedzone angehalten und zusammen mit dem Teammechaniker versucht die Schaltung frei zu spülen, aber leider ohne Erfolg.

Die letzte Runde musste „Ira”, quasi ohne Bremse und mit defekter Schaltung absolvieren. Bis ins Ziel nach fünf Runden und insgesamt 22,51 Kilometern fiel sie dann bis auf den neunten Platz zurück. „Ich bin natürlich sehr enttäuscht, denn ich wollte hier unbedingt eine Medaille holen”, so die 34-Jährige. „Es wäre zwar schwierig gewesen Gunn-Rita heute zu schlagen, aber Silber oder Bronze wären schon möglich gewesen, denn ich habe mich während des Rennens in der Verfolgergruppe sehr gut gefühlt.” Die Vorbereitungen waren perfekt, die Trainingswerte exzellent — und dann so was! Aber die Form stimmt, sie habe festgestellt, dass sie mit den Favoritinnen auf Augenhöhe sei: „Ich habe gesehen, dass ich, was die Olympischen Spiele angeht, auf dem richtigen Weg bin.”

Am Wochenende stand noch ein weiteres Großereignis unter Ergon-Beteiligung an — die Trans Germany vom 6. bis 9. Juni 2012. Nadine Rieder vom Ergon 24h Racing Team fuhr dabei auf einen hervorragenden 6. Platz in der Gesamtwertung. Und auch Sonya Looney vom amerikanischen Topeak-Ergon Racing Team schlug sich beachtlich und landete nach der Schlussetappe auf Rang 18.

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