Starke Leistung von Rudi Selig beim ProRace Berlin

Rüdiger “Rudi” Selig ist mit 23 Jahren einer der jüngsten Fahrer im Kader unseres russischen ProTour-Teams Katusha.
Der deutsche Nachwuchssprinter bestreitet seine erste Saison im Profizirkus und er hat großes Potenzial auf seinem Ultimate CF SLX ganz vorne mitzumischen.


Und das er das Zeug dazu hat, hat er mit seinem Platz 2 beim ProRace Berlin am 10. Juni erneut eindrucksvoll bewiesen. Glückwunsch Rudi, weiter so!

Platz 2 für Rudi beim ProRace Berlin

Hallo liebe Canyon Fans,
ich melde mich wieder mal nicht aus der Heimat, denn seit gestern sind wir in den Niederlanden unterwegs, wo wir ab Donnerstag die ZLM Ster Electro Tour bestreiten werden.
Hier ist völlig das Fußballfieber ausgebrochen – alles ist Orange.
Und morgen dann steht der ultimative Höhepunkt an: Holland vs. Deutschland!
Mal sehen, ob ich mich nach dem Spiel hier verstecken muss;-)

Das ProRace Berlin, das seine überzeugende Premiere letztes Jahr gefeiert hat, war einer der Höhepunkte in meiner bisherigen Saison.
Allein schon deswegen, weil ich seit eineinhalb Jahren in der Hauptstadt wohne!

In der Woche davor hab ich sehr intensiv mit meinem Trainer Torsten Wittig trainiert und mich speziell mit Motortraining auf dieses Rennen vorbereitet. Es schult den hochfrequenten, runden Tritt und die Kraftausdauer. Direkt nach dem Training merke ich meistens nichts von der Anstrengung, allerdings nach meiner heimischen Gymnastik Runde spüre ich doch, das ich ganz schön platt bin und freue mich auf meine 30 Minuten Mittagsschlaf nach dem Essen. Diese Zeit ist für mich extrem wichtig, um meine Kraftreserven wieder aufzufüllen und mich zu regenerieren.

Danach widme ich mich meiner neuen Freundin Lisa, die mir hilft, mich von dem Gedanken: „Das Rennen am Wochenende ist extrem wichtig und ich muss gut fahren!!!“ ablenkt…Aufgabe erfolgreich absolviert!

Ich finde es enorm wichtig, dass man auch noch ein Privatleben hat! Meiner Meinung nach, sollte man sich nicht zu krass auf den Sport versteifen, sonst kann es passieren, dass man sich zu viel Druck macht (womit 95% der Sportler nicht umgehen können) und nach dem Misserfolg dann auch die Lust an diesem geilen Leben nach und nach verloren geht! Man kann nicht 365 Tage im Jahr, 24Stunden lang nach dem Optimum leben, dann geht man seelisch daran kaputt!

Naja, jedenfalls mit Glücksgefühlen im Bauch und hochmotiviert ging ich in das Rennen, konzentrierte mich vier Stunden lang nur auf mein Ziel, dass ich mit „Wille“ vor dem Rennen besprochen hatte. Den Sprung aufs Podium und am besten Sieg!

Jedoch waren hochkarätige Sprinter am Start, wie André Greipel, Robert Hunter, Andre Schulze und Robert Wagner, die mir den Sieg nicht schenken würden…
Der Sprint verlief für mich perfekt, ich hatte das Hinterrad von Sprintstar André Greipel und versuchte 200m vor dem Ziel noch an ihm vorbei zuziehen.
Allerdings hat er eine solch hohe Endgeschwindigkeit, das ich nur bis zur Kurbel kam und es mich dann aufstellte.
Mit 67,8km/h (laut SRM) überquerte ich die Ziellinie auf Platz 2 und war super happy!
Ziel erreicht!!

Am nächsten Tag stand die Anreise nach Holland auf dem Programm. Mal nicht mit dem Flieger sondern mit dem Auto. War schon anstrengend, und das obwohl es bis letztes Jahr unser täglich Brot war solche Strecken mit dem Auto zu absolvieren.
Da sieht man mal, wie schnell man sich an Luxus gewöhnt. ;-)

Mit meinem guten Ergebnis in Berlin bin ich heiß auf mehr und will eine gute Tour hier abliefern, also drückt mir die Daumen!
Regnerische Grüße aus Eindhoven
Euer Rudi

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