Platz 3 für Katja Rabe beim 70.3 Ironman Japan

Ende Juni stand der Ironman 70.3 Japan auf meiner Liste. Eigentlich hatte ich Wettkämpfe in Europa geplant, aber nach meinem Unfall beim Samui Triathlon Ende April habe ich mich entschieden, meinen Aufenthalt in Asien zu verlängern und in Japan an den Start zu gehen. In meinen Trainingsvorbereitungen hatte ich zwar aufgrund meiner Verletzung einen starken Rückstand, aber für mich war es wichtig, wieder ein Rennen zu absolvieren.
Die Siegerin von 2010, Michelle Wu stand zwar auf der Starterliste für den diesjährigen 70.3 Ironman, musste aber wegen Krankheit absagen. Die Chance, einen der Top Plätze zu belegen, stand für mich sehr gut. Vorteil bei diesem Rennen war, dass man keine großen Wege zurücklegen musste. Wie die meisten (Pro) Athleten war auch ich direkt auf dem Centra Air Airport in einem Hotel auf dem Flughafengelände untergebracht. Man steigt aus dem Flugzeug aus, schnappt sich seine Koffer, geht durch die Passkontrolle und nach 500 m Laufweg ist man schon im Hotel angekommen.

Centra Air Airport liegt auf einer kleinen Insel und ist durch eine Brücke mit dem Festland verbunden. Der einzige Weg, um hinüber zu gelangen, ist mit dem Auto oder der Bahn. Leider ist es verboten, mit dem Rad die Brücke zu überqueren und man kann es auch nicht in der Bahn mit sich nehmen. Also konnte ich leider nicht vor dem Rennen auf der Radstrecke trainieren. Ich entschied mich deshalb für kleinere Läufe auf dem Festland und probierte auch die Schwimmstrecke aus.
Das Wetter am Tag des Rennens war mit 25 Grad und ein paar Wolken am Himmel viel kälter als ich es aus Phuket gewohnt war. Die Schwimmstrecke lief gerade entlang der Küste und da die Wassertemperatur 23, 8 Grad Celsius betrug, war auch schwimmen im Wetsuit erlaubt.

Ready to race: Katja Rabe vor dem Start des 70.3 Ironman in Japan

Das Rennen begann für die Profis um 7.30 Uhr. Mein Start verlief ohne weitere Probleme. Die ersten 200 m konnte ich mich an die starke Männergruppe hängen und danach musste ich mich alleine durch die Wellen schlagen. Mit einer Zeit von 22:44 kam ich in die Wechselzone. Der anschließende 90km Radkurs mit gefühlten 120 90 Grad Kurven und 6 U-Turns, stellte nahezu eine Herausforderung an mein technisches Geschick auf dem Speedmax CF dar. Whit Raymond, der Moderator des Rennens, versuchte die Radstrecke erst gar nicht bei der Wettkampfbesprechung zu erklären. All dies zusammen mit einigen Auf- und Abfahrten durch eine recht hügelige Landschaft machten die Radstrecke zu einer echten Challenge. Jedes Mal wenn ich Geschwindigkeit bekam, war auch schon wieder das nächste „Slow Down“-Zeichen zu sehen und ich musste fast bis zum Stillstand bremsen und wieder aus dem nichts beschleunigen. Wenn man das dann so geschätzte 100 Mal angehen muss, raubt dass einem schon sehr viel Energie! Meine Zeit war auch dementsprechend langsam (2:48).

Die Laufstrecke startete mit 1,5 km bergab und lief dann flach entlang der Strandpromenade von Tokoname. Ich behielt ein gleichmäßiges Tempo bei und konnte als dritte Frau mit einer Zeit von 1:30 und einer Gesamtzeit von 4:47 mein Rennen beenden.

Das nächste Rennen wird in meiner Heimatstadt Berlin stattfinden. Bis dahin!
Eure Katja

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