Kräfte bündeln und Vollgas geben – Auf geht’s in die letzte Tour Woche

Es waren keine schönen Bilder, die uns gestern von der 14. Etappe der Tour de France erreichten. Unbekannte hatten auf dem letzten Anstieg „Mur de Péguère“ auf rund vier Kilometern Nägel auf der Strecke verteilt. In Folge dessen kam es zu einer Pannenserie, von der rund 30 Fahrer betroffen waren.
Einige hatten zwei oder drei Nägel im Reifen, so auch Luca Paolini, der die Tour erst mit einiger Zeitverzögerung fortsetzen konnte.
Nahezu jede Mannschaft hatte mindestens einen Defekt zu beklagen. Besonders hart traf es einen Fahrer vom Team Astana, der ersten Diagnosen zur Folge einen Schlüsselbeinbruch erlitt.

Defekt bei Aliaksandr Kuschinski  auf der 14. Etappe der Tour de France 2012 / Foto: ROTH

“Das ist ein dummer Einfall und lebensgefährlich”, sagte Tour-Direktor Christian Prudhomme erbost.
Es ist traurig zu sehen, dass es immer wieder Menschen gibt, die über die Konsequenzen ihres leichtsinnigen Handelns nicht nachdenken und somit andere in höchste Gefahr bringen! Wir hoffen sehr, dass diese Angelegenheit restlos aufgeklärt wird.

Auch Luca Paolini war von der Nägel-Attacke betroffen  / Foto: ROTH

Abgesehen von diesem unschönen Zwischenfall war es eine spannende Etappe mit einem respektablen Solosieg des Rabobank-Fahrers Luis Leon Sanchez. Sehr gut in Form war auch Eduard Vorganov, der sich nach der gut 191 Kilometer langen Etappe auf Platz neun der Tageswertung und Platz 22 im Gesamtklassement fuhr.

Ein bitterer Nachgeschmack bleibt,
aber heute heisst es nochmal alles geben für Denis Menchov und sein Team, bevor dann morgen endlich der lang ersehnte zweite und auch letzte Ruhetag der Tour de France auf dem Plan steht.

158, 5 Kilometer von Samatan nach Pau gilt es heute für das Peloton zu bewältigen. „Einen Tag vor der Königsetappe der diesjährigen Tour werden sich die Kapitäne genauestens beobachten. Es handelt sich zwar nicht um eine tellerebene Etappe, die großen Anstiege fehlen allerdings auch. Von daher dürften keine großen Wechsel an der Spitze zu erwarten sein“, meint Team Liaison Manager Andreas Walzer.

Ein Blick in den blauen Himmel! Denis Menchov auf der 14. Etappe der Tour de France 2012 / Foto: ROTH

Nach dem Ruhetag steht dann mit 197 Kilometer, 90 davon nur bergauf die Königsetappe an.
Mit dem Col d’Aubisque, dem Col de Tourmalet, Col d’Aspin und dem Col de Peyresourde müssen gleich vier Berge bezwungen werden. Auf dieser Etappe sind echte Kletterer gefragt – ein gutes Terrain für den russischen Top-Fahrer Denis Menchov!

Wir wünschen unserem Team alles Gute und viel Erfolg für die anstehenden schweren Etappen!
Canyon und Katusha: voneinander lernen, miteinander siegen!

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