10 Siege in 6 Etappen – Das Topeak Ergon Racing Team an der Spitze der Transalp

Mit der Transalp läuft derzeit das prestigeträchtige MTB-Rennen über die Alpen. Für das Topeak-Ergon Racing Team starten Alban Lakata, Robert Mennen und Sally Bigham auf unseren Rädern um den Gesamtsieg.

Seit Samstag, dem 14. Juli läuft die 15. Auflage der Craft Bike Transalp, einem der weltweit größten und härtesten Etappenrennen für Mountainbiker. In acht Etappen führt die Route vom bayerischen Oberammergau bis nach Riva am Gardasee in Italien mit insgesamt 618 Kilometern und 21.166 Höhenmetern quer über die Alpen. Mit dabei Alban Lakata, Robert Mennen und Sally Bigham vom Topeak-Ergon Racing Team und natürlich Canyon.

Zu Beginn war den favorisierten Topeak-Ergon-Herren Lakata/Mennen das Glück auf der ersten Etappe über 96 Kilometer von Oberammergau nach Imst nicht hold, denn nach einem Defekt verloren die beiden über 13 Minuten auf das Führungsduo und am Ende stand Platz acht mit knapp zehn Minuten Rückstand auf der Ergebnisliste.

Auf der zweiten Etappe ließ das Duo dann jedoch die Konkurrenz spüren, dass sie das Ziel — den Sieg im Gesamtklassement — keinesfalls aufgegeben haben. In eindrucksvoller Manier fuhren die beiden Profis des in Koblenz ansässigen Rennstall die zweite Etappe von Imst nach Ischgl mit einem Vorsprung von knapp zwei Minuten zum Gesamtführenden.

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Auch die dritte Etappe von Ischgl nach Nauders ging an das Topeak-Ergon Racing Team. Damit konnten Robert und Alban ihren zweiten Etappensieg in Folge auf ihren Grand Canyon CF SLX 29ern feiern und noch einmal wertvolle 50 Sekunden auf das Führungsduo gut machen.
Auch auf der mit knapp 53 Kilometern kürzesten Etappe der diesjährigen Transalp von Nauders nach Scuol konnten die Topeak-Ergon-Fahrer überzeugen. Sie holten in 2:15:17.2 Stunden ihren dritten Etappensieg in Folge. Dabei nahmen sie den Gesamtführenden und Tages-dritten Kaufmann/Stoll im Kampf um den Gesamtsieg wieder wertvolle 1:40 Minuten ab. Der Vorsprung des Führungsduos reduzierte sich damit auf knapp drei Minuten. Am zweiten Anstieg zur Reschner Alm forcierten Lakata und Mennen das Tempo. „Wir haben gemerkt, dass die anderen Probleme hatten und haben uns gesagt, wir probieren es mal”, so Mennen im Ziel. Auch Lakata äußerte sich zufrieden: „Dass wir heute auf der kurzen Etappe so viel Zeit gut machen konnten, damit konnte man nicht rechnen. Im Moment läuft alles perfekt und wenn es so weiter geht ist Platz eins immer noch drin.”

Auf der fünften Etappe hat das Topeak-Ergon Team mit ihrem vierten Etappensieg in Folge den Druck auf die Transalp-Führenden weiter erhöht . Das Team entschied die 69 Kilometer lange fünfte Etappe von Scuol in der Schweiz nach Livigno in Italien, in 3:11:15.7 Minuten für sich und verkürzte damit den Rückstand auf die Träger der Gelben Trikots Markus Kaufmann  und Thomas Stoll um weitere zwei Minuten.

Die Königsetappe am gestrigen Donnerstag brachte die entscheidende Wende und bescherte Alban und Robert nach einer fulminanten Aufholjagd das gelbe Trikot der Führenden. Mit 106 Kilometern, über 3400 Höhenmetern und Temperaturen über 30 Grad war es die härteste Etappe der diesjährigen Transalp. Die beiden Topfahrer aus dem Topeak-Ergon Racing Team mussten den ganzen Tag hoch konzentriert fahren, um zum einen Zeit auf die bisher Führenden gut zu machen und zum anderen, um in den langen Abfahrten nicht zu stürzen. Lakata nach der Fahrt ins Gelbe: „Momentan läuft alles perfekt, jetzt haben wir einen Vorsprung von 28 Sekunden und es kommen noch zwei nicht allzu lange Etappen, die Chancen stehen nicht schlecht.“

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Bei den Damen fuhren Topeak-Ergon-Racerin Sally Bigham und ihre Partnerin Milena Landtwing vom Team Vaude Centurion bereits ihren sechsten Etappensieg in Folge ein und sind somit weiter unbeirrt auf Erfolgskurs.  Zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk radelt die Britin mit ihrer eidgenössischen Partner von einem Erfolg zum Nächsten. In der Gesamtwertung führen Sally und Milena nun mit mehr als drei Stunden und so können sie auf den letzten beiden Etappen eigentlich als Touristen mitfahren und die schöne Aussicht genießen.

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Die siebte Etappe über 73 Kilometer und 3248 Höhenmeter von Ponte die Legno nach Madonna di Campiglio haben die Titelverteidiger vom Team Stöckli für sich entschieden. Alban und Robert jedoch kamen nur knapp 2 Minuten später auf dem zweiten Rang ins Ziel und bauten somit ihre Führung aus. Insgesamt beträgt der Vorsprung auf die nächsten Verfolger 4:18.

Milena Landtwing und Sally Bigham fahren weiter in einer eigenen Liga und beenden auch die siebte Etappe auf dem obersten Treppchen.

Auch auf Etappe acht holten sich Robert und Alban den zweiten Platz und somit auch die Gesamtwertung der diesjährigen Transalp. Insgesamt waren die Jungs von Oberammergau bis an den Gardasee 27:35:17.5 Stunden auf ihren Grand Canyon CF SLX 29ern unterwegs. Auf der ersten Etappe lief es aufgrund mehrerer Defekte nicht wie geplant und so hatte Alban bereits die Gesamtwertung abgeschrieben. Allerdings rollte der Marathon-Weltmeister von 2010 mit seinem Partner Robert mit ordentlich Wut im Bauch das Feld von hinten auf, stümte zu vier Etappensiegen in Folge und ins Gelbe Trikot. Das Duo konnte die Gesamtführung bis Riva verteidigen.

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„Ein Transalp-Sieg gehört in den Palmares eines Marathonfahrers. Das ist jetzt der Fall. Ich bin überglücklich, dass wir das geschafft haben“, freute sich Lakata, der derzeit wohl in der Form seines Lebens ist.

Und auch Teamkollege Mennen zeigte sich überglücklich, zumal es erst die erste Teilnahme für den Deutschen Vizemeister war: „Das hätte ich mir vor der Saison nie träumen lassen. Dass es geklappt hat, ist der Wahnsinn!“

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Bei den Frauen ließen sich Sally Bigham und Milena Landtwing die Butter nicht vom Brot nehmen und ehrlich gesagt, gab es auch keine Gelegenheit dazu. In einer Gesamtzeit von 33:18:54.2 Stunden und mit acht Etappensiegen in Folge stürmten die Damen in eindrucksvoller Manier nach Riva und ließen sich das Trikot der Gesamtführenden nicht mehr streitig machen.

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