Bühne frei für Canyon Factory Enduro Teamrider Maxi Dickerhoff

Nachdem wir euch nun das Thema Enduro ein bisschen näher gebracht haben und euch hoffentlich erfolgreich mit dem Enduro-Virus infiziert haben, starten wir jetzt in die zweite Runde.
In den kommenden Tagen stellen wir euch hier im Blog alle fünf Teamfahrer des neuen Canyon Factory Enduro Teams einzeln vor.
Drei Namen sind euch ja schon bekannt – Marco Bühler, Ines Thoma und Joe Barnes. Nun lüften wir ein weiteres Geheimnis und präsentieren euch die Nummer vier im Bunde:

Bühne frei für Maxi Dickerhoff!

Name: Eugen-Maximilian Dickerhoff
Wohnort: Altenstadt (Oberbayern) / Königsbrunn (Augsburg)
Geburtsdatum: 19.06.1988
MTB seit: 2002
Rennen seit: 2004

Portrait Maxi Dickerhoff / Foto: Manuel Sulzer

Hi Maxi, wir freuen uns sehr, Dich im Canyon Factory Enduro Team begrüßen zu dürfen.

Erzähl uns ein bisschen über Dich. Wie bist Du zum Biken gekommen? Was fasziniert Dich an diesem Sport?

Servus allerseits, viele von euch dürften mich ja bereits als festen Bestandteil der MTB-News.de-Redaktion [IBC] kennen, daher wird es dem einen oder anderen wohl auch nicht neu sein, dass ich seit eh und je begeisterter Rennfahrer bin. Den MTB-Sport entdeckte ich für mich, als ich 2002 im alljährlichen Sommer-Kajak-Urlaub mit meiner Familie den damals amtierenden Schweizer Downhill-Meister Claudio Caluori beim täglichen Abfahrts-Training im Graubündner Scuol beobachten konnte. Die Geschwindigkeit, das Extreme und vor allem Claudios Radbeherrschung faszinierten mich so sehr, dass ich mich nur wenige Tage später selbst an den einfachen Abschnitten der Strecke versuchte. Der Spaß und die Faszination sind bis heute geblieben.

Du bist seit vielen Jahren erfolgreich in der Gravity-Szene, vor allem im Bereich Downhill unterwegs – jetzt startest Du in der Enduro-Szene durch. Was hast Du Dir für Deine erste Saison im Canyon Factory Enduro Team vorgenommen? Und wie siehst Du eure Chancen im Hinblick auf die Teilnahme an der ersten Enduro-World-Series?

Mein Downhill-Background kam mir beim Enduro bisher immer sehr zugute. Zu 80% führen die gezeiteten Wertungsprüfungen bergab, und das je nach Serie nicht all zu simpel, wer hier in Downhill-Manier den Kurs hinab zirkeln kann, hat schon einmal gute Karten. Mein Ziel ist es demnach, mich vor allem bei anspruchsvollen, abfahrtslastigen Rennen weit vorne zu platzieren, um wichtige Punkte für die Gesamtwertung der neu gegründet Enduro World Series sammeln zu können. Mit unserem Team-Manager und meinen Team-KollegenInnen Ines, Marco und Joe sind wir bestens aufgestellt, um im Gesamt-Ranking der World Series ganz vorne mitspielen zu können.

Als Redakteur bei MTB-News.de [IBC] sitzt Du ja quasi an der Informationsquelle und bist immer up to date, was die neuesten Trends angeht. Wie beurteilst Du die Entwicklung der Enduro-Szene in den letzten Jahren und was denkst Du wo geht die Reise hin?

Die Popularität, die der Enduro-Rennsport aktuell erfährt, ist enorm. Ich wüsste nicht, welche andere Radsport-Disziplin in der jüngeren Vergangenheit so einen krassen “Hype” erlebt hat, wie es momentan mit Enduro der Fall ist. In jedem Land entstehen eigene Enduro-Serien – alle basieren sie auf einem grundlegenden Format, dem des Automobil Rallye-Sports mit Wertungsprüfungen und Zwischenetappen, wobei sich die einzelnen Serien in der Auslegung des Reglements oft stark unterscheiden. Diese Art der Unterscheidung innerhalb einer Disziplin gab es so bisher nie im Radsport und genau das wird es sein, warum Enduro so viele unterschiedliche Mountainbiker anspricht und die Fahrer aller Disziplinen unter einem Schirm vereint.
Dass dieses Format Zukunft hat, zeigt ja schon die Tatsache, dass wir es hier mit einem der ganz wenigen MTB-Trends zu tun haben, der von Europa nach Nordamerika schwappt und nicht andersherum – so wie in der MTB-Industrie eigentlich gewöhnt. Wir dürfen uns also noch auf so einiges gefasst machen. Ich hoffe nur, dass dem Enduro-Sport diese angesprochene Vielfältigkeit auf möglichst lange Zeit erhalten bleibt.

Standbild Video / Film: Benni Klose

Seit einiger Zeit bist Du schon auf eurem neuen Arbeitsgerät, dem Enduro-Fully Strive unterwegs. Wie ist Dein erster Eindruck? Was macht für Dich das perfekte Enduro-Bike aus?

Der erste Eindruck war erwarteterweise positiv. Mittlerweile kann ich bereits im Vorfeld anhand von detaillierten Geometrie-Daten sehr genau abschätzen, ob mir ein Bike liegt oder nicht. Ich lege Wert auf einen langen Hauptrahmen, ein kurzes Heck, eine hohe Front sowie einen tiefen Tretlagerbereich, all das versprachen die Geometrie-Angaben des Strive, welche ich im Vorfeld genauestens studiert hatte. Der erste Ausritt konnte meine Erwartungen bestätigen.
Leider spielte uns das Wetter die letzten Wochen hier im Voralpenland nicht gerade in die Karten. Der Wechsel zwischen Regen, Schnee und Kälte machte Ausfahrten mit meinem neuen Strive nicht sonderlich einladend, weshalb ich noch keine genauen Erfahrungswerte zum Besten geben kann. Ende Februar geht es jedoch endlich richtig Süden, wo ich meinem neuen Arbeitsgerät erstmals richtig schön die Sporen geben kann – ich sage nur “BOCK AUF BALLERN!”.

Hier ein kleiner Eindruck des ersten Strive-Testrides: (Film: Benni Klose)

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Kondition, sauberer Fahrstil, Power und Konzentration – Enduro fordert einem einiges ab. Wie bereitest Du Dich auf die Saison vor und wie hältst Du Dich fit?

Wie schon gesagt scheint Wettergott Petrus momentan sehr launisch zu sein. Das wechselhafte Wetter macht es schwer, konsequent einem freiluft-orientierten Trainingsplan nachzugehen. Sofern es die Schneelage erlaubt, versuche sich möglichst viel Zeit auf den Langlauf-Skiern zu verbringen. Bei wenig Schnee wird das Bike durch die Matsche bewegt und abgerundet wird das Training von den üblichen Stunden im Fitnessstudio oder in der Kletterhalle.

Wo trifft man Dich, wenn Du mal nicht auf dem Bike unterwegs bist?

Nun ja – so viele Gelegenheiten ergeben sich da nicht. Wer den Bike-Sport sowohl als Hobby wie auch als Beruf hat, der hat kaum Zeit für andere Dinge. In nächster Zeit möchte ich mir aber noch ein Motocross-Mopped anschaffen, um den Kopf abseits des Radsports freizubekommen. Und wenn es dann wirklich einmal nichts mit Sport zu tun haben soll, dann findet man mich hinter meiner Kamera, denn beim Fotografieren kann ich am besten Abschalten.

Danke für Deine Zeit Maxi. Wir wünschen Dir alles Gute und einen grandiosen Auftakt in die neue Saison!!
Wir freuen uns von Dir zu hören!

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