Interview mit Canyon Factory Enduro Teamfahrer Joe Barnes

Wo sie auftauchen ist immer was los. Joe Barnes und die „Dudes of Hazzard“ sind eine unschlagbare Combo und deshalb haben wir sie auch kurzerhand alle mit ins Boot genommen. Joe als offiziellen Fahrer des Canyon Factory Enduro Teams und seine Kollegen Liam Moynihan und Fergus Lamb – ebenfalls auf Canyon Bikes unterwegs – werden das Team während der Saison begleiten. Bereits im letzten Jahr haben sie die Enduro Szene ordentlich aufgemischt und 2013 wird der lebens- und abenteuerlustige Schotte gemeinsam mit dem Canyon Factory Enduro Team um Top-Platzierungen kämpfen.

Ladies and Gentlemen, we proudly present Mr. Joe Barnes

Joe Barnes mit seinem Van

Geburtsdatum: 11.06.88
Wohnort: Fort William (Schottland)

Hi Joe, wo treibst Du Dich grade rum? Flüchtest Du vor dem schottischen Winter?

Im Moment bin ich bei mir zuhause in Fort William. Du hast Recht, vor dem schottischen Winter sollte man wirklich fliehen. Zweimal bin ich diesen Winter auch schon weg gewesen. Ich war eine Woche auf Teneriffa, eine andere Woche habe ich auf Mallorca verbracht. Die Reisen waren verbunden mit einer Menge Spaß. Außerdem konnte ich mich dort mit meinem neuen Bike vertraut machen und trainieren. Es fühlt sich aber auch gut an, wieder zuhause zu sein. Hier kann ich das tun, was mir am meisten Spaß macht – neue Trails bauen und im Schlamm biken.

Als „Dude of Hazzard“ bist Du in der Szene bekannt wie ein bunter Hund und vor allem ständig auf Tour. Nun kommen noch jede Menge Teamverpflichtungen dazu, wie bringst Du das alles unter eine Hut?

Lustig, dass Du das sagst, da wir eigentlich alle sehr zurückhaltende Charaktere sind und uns auch treu bleiben wollen. Am Renntag steht bei uns an erster Stelle Professionalität, da wir alle auch als Wettkampftypen zu beschreiben sind. Dennoch stechen der Lurid Van und die Scooter an Renntagen hervor! Man will doch nicht zum Einkaufen laufen müssen, wenn man auch mit dem Scooter fahren kann – Kraftsparen ist das Thema. Dadurch das Canyon auch Liam und Ferg von den „Dudes“ unterstützt, bringt es eine coole Atmosphäre in die Familie und ich glaube, dass ich gut in die Canyon Familie und das neue Team passen werde.

Im Mai ist der Auftakt in die erste Enduro World Serie. Was hast Du Dir für Ziele gesetzt? Wie siehst Du Deine Rolle im Team?

Ich kann es kaum erwarten beim ersten Rennen in Italien am Start zu stehen. Da es das erste Austragungsjahr der World Series ist, hoffe ich von meinen Fertigkeiten aus dem Downhillsport zu profitieren und mich auf das neue Format schnell einzustellen. In der Vergangenheit war ich immer auf eigene Faust unterwegs. Mit der technischen Unterstützung und dem Austausch mit anderen Teamkollegen wird mir das neu gegründete Team sicherlich eine Unterstützung sein. Ich hoffe das ich meinen eigenen Style mit ins Team bringen kann, mich mit meinen Teamkollegen gut verstehe und überzeugende Resultate erzielen kann.

Enduro ist eine Lebenseinstellung. In euren Videos wird das mehr als deutlich. Wie sieht so ein typischen „Dude-Rennwochenende“ aus?

Am Austragungsort angekommen, verbringen wir sicherlich eine Stunde damit, im Kreis zu fahren und den ultimativen Parkplatz zu finden. Dabei werden Windrichtung, Ausrichtung gen Süden, die Entfernung zu unserer Box, aber auch Abgeschiedenheit berücksichtigt. Dann kommt der Scooter raus und die Gegend wird erkundet. Das ist natürlich immer mit einer Menge Spaß verbunden. Die Rennstrecke gehen wir zu Fuß ab und versuchen auch alles auf den Bikes abzufahren, die Wahl der richtigen Linie nehmen wir sehr ernst. Am Abend wird sich dann darüber ausgetauscht. Nach dem Biken holen wir meist die Tischtennisplatte raus und spielen eine Runde zum Entspannen. Kartoffeln zum Essen und ein Film im Van runden den Tag ab. Ist das Rennen vorbei lassen wir uns beim Zusammenpacken Zeit. Wir sind immer die letzten, die das Gelände verlassen. Wir genießen die Rennen ausgiebig und lieben den Wettkampf, aber auch den Spaß, den wir haben, wenn wir nicht im Sattel sitzen und alles aus uns rausholen.

Joe Barnes in Action auf Mallorca / Foto:Dudes of Hazzard

Mit Deinem Strive hast Du schon einige Trails gerockt. Wie ist Dein erstes Fazit? Was macht für Dich das perfekte Enduro Bike aus?

Seit einigen Monaten fahre ich jetzt mein Strive. Die erste Sache die mir auffiel und auf Anhieb gefiel war das entspannte Dahingleiten und das einfache Springen mit dem Bike. Optimale Rahmengeometrie und Federung! Für den Enduro Bereich ist ein leichtes Bike wichtig. Mein Racebike habe ich diese Woche zusammengestellt. Ich kann es kaum abwarten, mich auf meine superleichte Rakete zu setzen, wenn sie aufgebaut ist.

Enduro verlangt dem Körper einiges ab? Wie hälst Du Dich fit?

Seit letztem Oktober arbeite ich mit einem Trainer zusammen und es läuft alles ziemlich gut. Ich habe eine gute Balance gefunden zwischen Trainingsaufwand und Erholung, Workout im Fitnessstudio und Straßentraining, nicht zu vergessen das Training auf meinem treuen Mountainbike und Geschicklichkeitstraining.

Was glaubst Du würdest Du machen, wenn Du kein Mountainbike-Profi wärest?

Eine knifflige Frage, weil ich schon immer auf meinem Rad saß und in einem Bike Shop gearbeitet habe, das war alles was ich tun wollte. Ich bin gegenüber technischen Dingen aufgeschlossen, sodass für mich dieser Berufszweig auch eine Option darstellte, aber ich denke ein bisschen von allem ist das beste. Sein eigener Chef sein. Filme machen, praktisch arbeiten und Bike Mechaniker sein, mit einer Menge Freizeit, um Spaß zu haben.

Ein Leben ohne Bike ist wie…?

Es lohnt sich nicht darüber nachzudenken. Zwei Räder sind das beste überhaupt!!

Danke Joe! Wir freuen uns bald wieder von Dir zu hören!

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