Toller Einstand für Irina Kalentieva und Nadine Rieder beim Worldcup in Albstadt

Toller Einstand für das Topeak-Ergon Racing Team beim Worldcup in Albstadt: Irina Kalentieva und Nadine Rieder beim Worldcup in Albstadt. Irina wird Siebte im Cross-Country-Rennen und Nadine fährt bei ihrem allerersten Sprint-Worldcup mit einem dritten Platz direkt aufs Podium.

Als Irina Kalentieva am Sonntagmittag nach 1:35:42 Stunden in Albstadt über die Ziellinie rollte, konnte man ihr die Erleichterung merklich ansehen — Mission Worldcup-Auftakt geglückt! Klar hätte der zweifachen Weltmeisterin ein Platz auf dem Treppchen noch besser geschmeckt, aber mit dem 7. Rang war sie nicht unzufrieden: „Natürlich wollte ich aufs Podium, aber von Platz 13 auf Position 7 vorzufahren, ist ein guter Schritt nach vorne.” Zumal den Teilnehmerinnen auf der Schwäbischen Alb wirklich nichts geschenkt wurde. Insgesamt sechs Mal mussten die Fahrerinnen über den 4,2 Kilometer langen, extrem technischen Kurs. Und gegen Ende des Rennens fing es dann auch noch an zu regnen.

Irina Kalentieva beim Worldcup in Albstadt

Eine Bewährungsprobe für Mensch und Maschine, die im Fall Irina beide mit Bravour bestanden haben. „Ich bin stabil gefahren und in den technischen Passagen bin ich jedes Mal ein bisschen näher an die Favoritinnen heran gekommen.” Das macht Mut, außerdem ist Ira schon lange genug im Geschäft um so ein Rennen richtig einschätzen zu können: „Ich hatte noch etwas müde Beine von den letzten Trainingseinheiten, aber ich weiß, dass meine Form noch kommt”, nickt die in Koblenz lebende Russin selbstbewusst. Und blickt schon wieder voller Zuversicht auf den nächsten Worldcup am Wochenende in Tschechien: „Ich fahre wirklich sehr motiviert nach Nove Mesto, immerhin bin ich dort letztes Jahr Zweite geworden …!”

Eine weitere junge Dame macht dem Topeak-Ergon Racing Team derzeit viel Freude. Die Anfang der Saison vom Ergon 24h Racing Team ins Profi-Team gewechselte Nadine Rieder sorgt derzeit im Eleminator-Sprint für Furore. Nach ihrem 3. Platz bei den Deutschen Meisterschaften letzte Woche in Singen, fuhr die Sonthofenerin in Albstadt auch direkt aufs Podium. „Ich kann es noch gar nicht fassen, dass ich hier auf dem Weltcup-Podium stehe”, verriet die 23-Jährige. „Ich bin heute viel lockerer an die Sache heran gegangen, als noch bei der Deutschen Meisterschaft vor einer Woche. Das war vermutlich entscheidend.”

Nadine Rieder beim Worldcup in Albstadt

Das ist wirklich sehr beeindruckend, zumal sich die Allgäuerin erst vor einem halben Jahr dazu entschlossen hat, sich auf den Sprint zu konzentrieren — scheinbar die richtige Entscheidung: „Da ich jetzt bei allen Sprints die ich gefahren habe immer ins Finale gekommen bin, habe ich natürlich gemerkt, dass in dieser Disziplin ganz klar meine Stärken liegen. Trotzdem wusste ich nicht, wo ich im Worldcup liegen würde — aber jetzt weiß ich, dass ich auch in der Weltelite mithalten kann.”

Im Cross-Country-Rennen belegte Nadine den 47. Platz, Wolfram Kurschat landete bei den Herren Elite auf Platz 89 und Marathon-Europameister Alban Lakata schied mit einem technischen Defekt aus.

Es gibt keine Verschnaufpause für die Athleten des Topeak-Ergon Racing Teams, denn am Wochenende steht im tschechischen Nove Mesto schon der nächste Worldcup ins Haus.

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