Posts Tagged ‘Frühjahrsklassiker’

Philippe Gilbert führt Weltrangliste an

Mittwoch, April 28th, 2010

Autor OnlineredaktionBei den drei Ardennenklassikern war Philippe Gilbert nicht nur schnellster Fahrer, er hat sich mit seinem Sieg beim Amstel Gold Race und den Top-Platzierungen beim Flèche Wallonne und Lüttich-Bastogne-Lüttich auch an die Spitze der aktuellen Weltrangliste gesetzt.
Abgesehen von Paris-Roubaix hat Philippe an allen Eintagesrennen des World Calendar teilgenommen und konnte bei jedem Start auch eine Platzierung unter den besten 10 einfahren.

Philippes Platzierungen in 2010

9. Mailand-Sanremo (10 Punkte)
Mailand-Sanremo

3. Gent-Wevelgem (50)
Gent-Wevelgem

3. Flandern-Rundfahrt (70)
Flandern

1. Amstel Gold Race (80)
Amstel_Gold_Race

6. Flèche Wallonne (22)
Fleche_Wallonne

4. Lüttich-Bastogne-Lüttich (60)
Luettich_Bastogne_Luettich

Das macht einen Gesamtpunktestand von 292 Punkten. Sein erster Verfolger ist Alejandro Valverde, der mit 281 Punkten 11 Zähler hinter dem Wallonen liegt.

Gilbert vierter bei “La Doyenne”

Montag, April 26th, 2010

Autor OnlineredaktionMit Lüttich-Bastogne-Lüttich – auch genannt “La Doyenne” – startete am Wochenende das älteste Klassikerrennen des Rennsportkalenders. Das Radsportmonument und führte über 258 hügelige Kilometer von Lüttich bis nach Ans. Auf dem Weg lagen 12 Bergprüfungen.

Der erste Hügel, der Côte de la Roche-en-Ardenne stand schon nach 69 Kilometern im Roadbook, neun Berge standen hingegen erst in der zweiten Rennhälfte auf dem Plan. Mit dem Côte de la Roche aux Faucons und dem Côte de Saint-Nicolas im Finale.

Nach dem langen, kalten Winter in Europa fand das Rennen unter sonnigem Frühlingswetter statt. Die Ausreißergruppe des Tages führte für knapp 200 Kilometer, aber der letzte verbliebene wurde am Fuß von La Redoute eingesammelt.

Aber sogar an diesem steilen Anstieg haben die Fahrer keine Attacken gewagt und so erreichte fast das gesamte Peloton den Roche aux Faucons, wo der Gewinner des vergangenen Jahres, Andy Schleck gemeinsam mit dem Gewinner des vergangenen Sonntags, Philippe Gilbert, einen Angriff wagten. Aber sie wurden von einem 30-Mann starken Feld wieder eingeholt. Aus dieser Gruppe konnte sich schließlich das Duo Kolobnev und Winokourow lösen – dicht gefolgt von Philippe Gilbert und Cadel Evans.

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Der Omega Pharma-Lotto Kapitän versuchte seinen Mitstreiter bei Saint-Nicolas abzuschütteln, aber er konnte nicht zu den beiden Führenden aufschließen. Winokourow hingegen hat Kolobnev zwei Kilometer vor dem Ziel stehen gelassen um seinen zweiten Sieg bei „La Doyenne“ einzufahren. Valverde konnte sich kurz vor Schluss noch von Gilbert und Evans lösen und wurde vor Philippe, der sich im Sprint gegen Evans durchsetzte, dritter.

Lüttich-Bastogne-Lüttich: Das Gesamtklassement

1. Alexandre Vinokourov (Kaz) | Astana
2. Alexandr Kolobnev (Rus) | Katusha 0:00:06
3. Alejandro Valverde (Spa) | Caisse d’Epargne 0:01:04
4. Philippe Gilbert (Bel) | Omega Pharma-Lotto

19. Jurgen Van Den Broeck 0:01:18
25. Daniel Moreno Fernandez (Spa) | 0:01:25
78. Christophe Brandt 0:09:34

Gilbert gewinnt Amstel Gold Race!

Sonntag, April 18th, 2010

Autor OnlineredaktionHerzlichen Glückwunsch Philippe! Der Belgier gewinnt die 45. Auflage des Amstel Gold Race – bei strahlendem Sonnenschein hatte er Nerven aus Drahtseilen, ließ sich nie von verschiedenen Attacken provozieren und war im entscheidenden Moment hellwach.

Das Rennen begann von Beginn an gut für Omega Pharma-Lotto. Das belgische Profiteam konnte mit Staf Scheirlinckx einen Fahrer in der Ausreißergruppe des Tages platzieren, die einen maximalen Vorsprung von mehr als sechs Minuten herausfahren konnte. Als es dann zu den Anstiegen zum Eyserbosweg, Fromberg und Keutenberg kam, begannen die taktischen Spielchen. Philippe konterte jede Attacke seiner Konkurrenten souverän und auch als Jurgen van den Broeck gemeinsam mit dem letztjährigen Gewinner Ivanov einen Fluchtversuch kurz vor dem Keutenberg lancierte, schloss Gilbert am Anstieg wieder zu den Führenden auf. Später hielten noch weitere Fahrer Anschluss zu der Gruppe, so dass sie wieder auf 25 Fahrer anschwoll.

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Im Finale versuchte dann Alexandr Kolobnev sich von den anderen Favoriten abzusetzen und das Ziel im Alleingang zu erreichen. Doch die 10 Sekunden Vorsprung reichten nicht und er wurde auf dem Schlussanstieg wieder gestellt. Dieser Anstieg zum Cauberg sollte dann auch die Entscheidung bringen. Zunächt versuchte Sylvain Chavanel sein Glück aber Philippe konterte stark und legte sogar nochmal nach, so dass er in kürzester Zeit eine Lücke herausfahren konnte, die bis zur Ziellinie reichen sollte. Damit machte Philippe Gilbert den ersten Saisonsieg für das belgische Team perfekt und beendete einen in jeglicher Hinsicht von Sonne durchfluteten Sonntag.

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The Queen of Classics – Hoste in den Top-10

Montag, April 12th, 2010

Autor OnlineredaktionAm vergangenen Wochenende fand nicht nur der Canyon GranFondo statt – nur einen Tag nach dem 25-jährigen Firmenjubiläum gab es für das Publikum auch die Königin der Klassiker, die Hölle des Nordens oder ganz einfach: Paris-Roubaix. Auf 259 Kilometern von Compiègne ins Velodrom von Roubaix musste das Peloton 27 Kopfsteinpflasterpassagen mit insgesamt fast 53 Kilometern überstehen. Und als ob das alles noch nicht genug wär, mussten die Fahrer auf einem Großteil der Strecke noch mit teilweise starken Windböen kämpfen.

Die erste Ausreißergruppe des Tages umfasste 19 Fahrer, darunter der Omega Pharma-Lotto Pilot Sebastian Lang.

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Schon relativ früh dezimierten Plattfüße und Stürze das Feld, so dass lediglich eine Gruppe von 60 Fahrern mit einer ernsthaften Siegchance den berühmt berüchtigten Wald von Ahrenberg erreichte. Die letzten der Ausreißer wurden dann 60 Kilometer vor dem Ziel von einer 20 Mann starken Gruppe überholt. Unter ihnen auch drei Omega Pharma-Lotto Fahrer: Leif Hoste, Greg van Avermaet und Jürgen Roelandts. Greg hatte diese Woche das gleiche Schicksal, das Jürgen schon vor sieben Tagen bei der Flandernrundfahrt heimsuchte: nach einem klasse Rennen machte ein Plattfuß seine Hoffnungen auf eine gute Platzierung zunichte. Jürgen hatte sich hingegen ein Herz gefasst und das Feld attackiert. Nachdem er wieder eingeholt worden war tat es Leif ihm gleich und machte sich gemeinsam mit Leukemans und Hinault auf den Weg. Einige Zeit später stoß dann noch Fabian Cancellara zu dem Trio. Das Quartett arbeitete aber nur kurz zusammen: der schweizer Sieger der Flandernrundfahrt trat auf dem Sektor Mons-en-Pévèle an und seine Mitstreiter sahen ihn erst hinter der Ziellinie wieder.
Er vergrößerte die Lücke beständig auf bis zu drei Minuten und fuhr die letzten 50 Kilometer solo gen Velodrom. Damit gewann er binnen einer Woche das zweite „Radsportmonument“. Der Norweger Thor Hushovd und der Spanier Juan Antonio Flecha komplettierten das Podium. Leif kam in den Top-10 ins Ziel und wurde sehr guter Achter.

Paris-Roubaix: Das Gesamtklassement

1. Fabian Cancellara (Swi) | Team Saxo Bank
2. Thor Hushovd (Nor) | Cervelo Test Team 0:00:02

8. Leif Hoste (Bel) | Omega Pharma-Lotto 0:05:16
27. Greg Van Avermaet (Bel) | Omega Pharma-Lotto 0:07:05
39. Jürgen Roelandts (Bel) | Omega Pharma-Lotto 0:09:33

Tour of Flanders: Philippe scoops place on podium

Dienstag, April 6th, 2010

Autor OnlineredaktionAm Sonntag fand die von Millionen flämischen Radsportfans erwartete “Ronde”, die Flandernrundfahrt, statt. Pünktlich um 9:45 Uhr starteten die Fahrer vom „Grote Markt“ in Brügge und nahmen die insgesamt 262 Kilometer unter die Räder. Zur Hälfte des Rennens erreichte das Peloton geschlossen „Den Ast“, den ersten der 14 berühmt berüchtigten flämischen Hellinge. Ein Highlight war unter anderem das Trio Oude Kwaremont, Paterberg un der Koppenberg, das Finale war dann an der „Mauer“, der Muur von Geradsbergen und dem Bosberg mit sechs Kopfsteinplaster-Passagen, die für das nötige Flair sorgten.

Kurz nachdem das Rennen freigegeben war machte sich eine achtköpfige Spitzengruppe auf den Weg und führ einen maximalen Vorsprung von 13 Minuten heraus. Doch in den Bergen machten die Favoriten kurzen Prozess und der Vorsprung schmolz immer schneller.

Doch nicht nur die Ausreißer zeigten in den Bergen Schwächen. Auch das Peloton wurde immer kleiner und einer nach dem anderen konnte das Tempo nicht mehr halten. Für die letzten der ehemaligen Ausreißer war am Eikenberg Schluss: Eine 60-Mann starke Gruppe übernahm fortan die Führung – unter ihnen Leif Hoste, Philippe Gilbert, Greg Van Avermaet, Staf Scheirlinckx und Jürgen Roelandts. Der Pechvogel des Tages war Jürgen Roelandts, der erst einen Platten hatte und bei seiner Aufholjagd auch noch von einem Auto angefahren wurde.

Eine der wichtigsten Änderungen im Vergleich zum Vorjahr war die relativ späte Überquerung des Molenberg – und das war entscheidend. Tom Boonen und Fabian Cancellara attackierten an diesem Anstieg und lediglich eine 12-Mann starke Gruppe mit Leif und Philippe konnten ihnen folgen.

Phlilippe hat gesehen, dass Boonen und Cancellara ihren Vorsprung stetig ausbauten, er konterte zweimal und fand am Berendries die beiden Helfer David Millar und Bjorn Leukemans. Aber an diesem Tag war gegen die beiden Führenden nichts zu machen. An der „Muur“ trat der Schweizer am 19,8 Prozent steilen Stich dann nochmal an und ließ Tom Boonen förmlich stehen. Die Lücke wuchs auf bis zu einer Minute am Bosberg. Der Zeitfahrtspezialist ließ anschließend nichts mehr anbrennen und machte seinen ersten Sieg bei der Flandernrundfahrt vor Tom Boonen perfekt.

Philippe siegte im Sprint um Platz drei und machte damit seinen ersten Podiumsplatz beim für die Belgier wichtigsten Rennen des Jahres perfekt.

Flandernrundfahrt: Das Klassement

1. Fabian Cancellara (Swi) | Team Saxo Bank
2. Tom Boonen (Bel) | Quick Step 1’15”
3. Philippe Gilbert (Bel) Omega Pharma-Lotto 2’11”

29. Leif Hoste
39. Greg Van Avermaet 5’13”
41. Staf Scheirlinckx
87. Jurgen Roelandts 13’20”

Flandernrundfahrt: Belgien steht Kopf

Mittwoch, März 31st, 2010

Autor OnlineredaktionDie Flandernrundfahrt gilt in Belgien als wichtigstes Rennen des Jahres. Wer sich hier in den Siegerlisten verewigen kann macht sich unsterblich. Das 1913 erstmals ausgetragene Rennen gehört zu den „Monumenten des Radsports“ und im radsportbegeisterten Belgien sind die Kameras vor allem auf die belgischen Teams und Fahrer gerichtet.

Sondermodelle für Omega Pharma-Lotto

Bei diesen Rennen verwandelt sich „Grote Markt“ zum Mekka für Radsportfans zu dem tausende Begeisterte pilgern um ihre Idole zu sehen. Von hier an ist der gesamte Streckenrand beiderseits gesäumt mit Radsportverrückten, die die Fahrer lauthals anfeuern. Bei so viel Aufmerksamkeit wollen sich auch die Profis von ihrer besten Seite präsentieren und freuen sich über spezielle Sondereditionen ihrer Räder.
Philippe Gilbert wird auf einem Rad fahren, dessen Lackierung vom belgischen Künstler Jacques Charlier stammt. Er hat sich für das Rennen dem Thema Kopfsteinpflaster gewidmet und bildet es flächig auf dem Rahmen ab. Aus jedem Blickwinkel sind die „Kasseien“ abgebildet und machen deutlich, was das besondere an der Flandernrundfahrt ist: Kopfsteinpflasterpassagen, die oftmals auf den kurzen, steilen Anstiegen – den Hellingen – zu finden sind.
Doch auch die übrigen Fahrer des Teams Omega Pharma-Lotto fahren auf einem Sondermodell, das speziell für die Frühjahrsklassiker entwickelt wurde: Auf der rein typografischen Lösung stehen Radsportbegriffe rund um die Kopfsteinpflaster-Klassiker in Belgien und Frankreich auf dem ganzen Rahmen und zeigen so, worauf es bei den Klassikern neben guten Beinen ankommt: einen eisernen Willen um die Strapazen durchzustehen.

Bilder des Canyon Sondermodells folgen morgen.

Podium für Gilbert, Platz 6 für Roelandts

Montag, März 29th, 2010

Autor OnlineredaktionDas Klassikerrennen Gent-Wevelgem wurde 2010 deutlich modifiziert. Nicht nur das Datum – jetzt startet das Rennen eine Woche vor der Flandernrundfahrt – auch die Strecke haben die Organisatoren angepasst. Sie beträgt jetzt 219 Kilometer und führt von Kilometer 105 bis 184 über 16 traditionelle Flämische Hügel mit dem Kemmelberg 34 Kilometer vor Schluss als Chance für eine Attacke.

Bei starkem Wind mussten die Fahrer auf die Strecke, was aber eine Gruppe von vier Fahrern nicht daran hinderte schon früh zu attackieren und den einen Vorsprung herauszufahren, den sie zum ersten Berg verteidigen konnten. Am Einstieg zum Scherpenberg hatten die vier noch zwei Minuten Vorsprung, wurden dann aber vom immer kleiner werdenden Hauptfeld geschluckt. Aufgrund der Tempoverschärfung konnten immer mehr Fahrer dem Hauptfeld nicht folgen und mussten von der Spitzengruppe abreißen lassen.

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Immer kleiner werdendes Hauptfeld macht den Sieg unter sich aus

Eine 19 Fahrer starke Gruppe war fortan an der Spitze bis einige Fahrer zu den Führenden aufschließen konnten und sich das Feld mit den Favoriten auf 40 Fahrer vergrößerte. Hier waren auch die beiden Omega Pharma-Lotto Piloten Jürgen Roelandts und Philippe Gilbert am Start und hatten beste Voraussetzungen für eine gute Platzierung, als sie allen Tempoverschärfungen folgen konnten und sich beim zweiten Aufstieg auf den Kemmelberg in einer nunmehr auf zehn Fahrer ausgedünnten Spitzengruppe wiederfanden.

Vier Fahrer fielen dem hohen Tempo dann doch noch zum Opfer und so kamen mit der ersten Gruppe gerade einmal sechs Fahrer ins Ziel. Jürgen hat optimal für seinen Kapitän gearbeitet und alle Attacken bis zum letzten Kilometer abgewehrt. Im Schluss-Sprint kam Philippe Gilbert dann auf einen dritten Platz, Jürgen Roelandts komplettierte mit dem sechsten Platz das hervorragende Top-10-Ergebnis von Omega Pharma-Lotto.

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Gent – Wevelgem: Das Gesamtklassement
1 Bernhard Eisel (AUT) | Team HTC – Columbia 5:17:12
2 Sep Vanmarcke (Bel) | Topsport Vlaanderen – Mercator
3 Philippe Gilbert (Bel) | Omega Pharma-Lotto

6 Jürgen Roelandts (Bel) | Omega Pharma-Lotto 0:00:07

Gilbert Kapitän bei Mailand Sanremo

Donnerstag, März 18th, 2010

Autor OnlineredaktionMit einem achtköpfigen Aufgebot tritt Omega Pharma-Lotto beim ersten Radsport-Monument 2010 an. Zwar ist die Strecke weitgehend flach und die Fahrer erwarten keine nennenswerten Anstiege, aber das Rennen ist trotzdem nicht zu unterschätzen: nach 298 Kilometern in Renntempo wissen auch die Profis, was sie geleistet haben.

Philippe Gilbert wird das Team Omega Pharma-Lotto anführen und möchte seinen ersten Triumph in dieser Saison einfahren. Ihn unterstützen werden seine Landsleute Greg van Avermaet, Jürgen Roelandts, Olivier Kaisen und Staf Scheirlinckx. Außerdem flankiert den belgischen Kern des Teams der Deutsche Sebastian Lang, der Franzose Mickael Delage und der Niederländer Michiel Elijzen. Es bleibt spannend, wie schlagkräftig diese Truppe nach Italien reisen wird und ob es dieses Jahr eine Ausreißergruppe ins Ziel schafft.

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Die Streckenführung ist wie im Vorjahr: weitgehend flach, ehe es kurz vor Schluss mit den beiden Anstiegen „Cipressa“ und „Poggio dui Sanremo“ ideale Voraussetzungen für Attacken aus dem Hauptfeld gibt und die reinen Sprinter zusehen müssen, dass sie eine Ausreißergruppe nicht zu weit ziehen lassen. Im vergangenen Jahr war Allrounder Greg van Avermaet der erfolgreichste Pilot auf einem Canyon Rennrad. Er hatte am Ende einen Rückstand von zwei Sekunden auf den Sieger Mark Cavendish, der den Zielstrich nach anstrengenden 6:42:31 Stunden sah.

Der Winter scheint sich nun endgültig von Europa zu verabschieden: In Sanremo sind für Samstag bis zu 16 Grad angesagt, in Mailand sogar 19 Grad und Sonne. Ideale Voraussetzungen also für die Fahrer. Wer sich das Spektakel live angucken möchte hat am Samstag auf Eurosport von 16 bis 17 Uhr die Möglichkeit dazu. Wir berichten hier an dieser Stelle im Anschluss an das Rennen.

Turbulentes Rennen geht an Außenseiter

Montag, März 1st, 2010

Autor OnlineredaktionSturmtief Xynthia machte am Sonntag den Fahrern das Leben schwer. Dauerregen und teils heftiger Gegenwind waren die härtesten Widersacher des Pelotons – und behielten auch gegen einige Favoriten die Oberhand. Für die Fahrer war es da eine willkommene Abwechslung, dass ein umgestürzter Baum eine um 20 Kilometer kürzere Streckenführung verlangte.

Der zweite belgische Klassiker verlief über den gesamten Rennverlauf ungewohnt verfahren. Viele Fahrer kamen mit den nasskalten Bedingungen nicht zurecht und sogar ein Teil der Favoriten musste vor Erreichen der Ziellinie das Handtuch werfen. Die Niederländer Bobbie Traksel und Rick Flens arbeiteten gemeinsam mit dem Briten Ian Stannard an der Spitze am besten zusammen und machten das zweite nicht-belgische Podium in Folge perfekt. Zwar waren Jurgen Roelandts und Leif Hoste die ganze Zeit über in der Gruppe der Favoriten, aber die Fahrer waren sich nicht einig, wer die Nachführarbeit machen sollte und so ließen sie die Ausreißer ziehen.

Die nächste Möglichkeit, den ersten Sieg eines Belgiers auf heimischen Boden einzufahren gibt es schon am 3. März bei Le Samyn. Die Aufstellung von Omega Pharma-Lotto: Mario Aerts, Christophe Brandt, Wilfried Cretskens, Glenn D’Hollander, Kenny Dehaes, Olivier Kaisen, Jonas Ljungblad, Jürgen Roelandts, Tom Stubbe, Jelle Vanendert.

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Kuurne-Brüssel-Kuurne: der Endstand

1 Bobbie Traksel (Ned) | Vacansoleil 4:43:16
2 Rick Flens (Ned) | Rabobank
3 Ian Stannard (GBr) | Team Sky 0:00:02

15 Jurgen Roelandts (Bel) | Omega Pharma-Lotto 0:06:46
16 Leif Hoste (Bel) | Omega Pharma-Lotto 0:06:55

Belgische Radsportwochen eröffnet

Samstag, Februar 27th, 2010

Autor Onlineredaktion Traditionell eröffnet das Omloop het Nieuwsblad – früher unter dem Namen Omloop het Volk bekannt – die belgischen Frühjahrsklassiker. Das bedeutet: widrige Witterungsbedingungen, Kopfsteinpflaster und die kurze, steile Anstiege – so genannte Hellinge – gepaart mit der gesamten Radsportleidenschaft Belgiens. Am heutigen Samstag stieg die Spannung, welcher Fahrer in diesem Jahr das erste Rennen auf belgischem Boden für sich entscheiden konnte.

Schon nach 10 Kilometern bildete sich bei typischem Klassikerwetter eine erste Ausreißergruppe mit vier Fahrern, die einen maximalen Vorsprung von 12 Minuten auf das Feld herausfahren konnten. Eine weitere Verfolgergruppe schaffte es hingegen nicht, zu den führenden aufschließen und wurde nach etwa 70 Kilometern wieder vom Feld geschluckt.
In der heißen Phase des Rennens schmolz der Vorsprung der Führenden aber zusehend und die Favoriten waren am Kruisberg schon nur noch drei Minuten hinter der mittlerweile nur noch drei Fahrer starken Spitzengruppe, die dann 22 Kilometer vor dem Ziel von den Favoriten um Philippe Gilbert und Jurgen Roelandts endgültig geschluckt wurden. Nur wenige Augenblicke später setzte der spätere Sieger Juan Antonio Flecha die entscheidende Attacke, die Philippe Gilbert zwar noch zu kontern versuchte, das Hinterrad des Spaniers aber nicht halten konnte. Flecha fuhr im Anschluss in einer Solofahrt zu seinem ersten Klassikersieg.

Morgen findet dann mit Kuurne-Brüssel-Kuurne direkt das zweite belgische Highlight statt, bei dem sich die Fahrer auszeichnen können. Das Team Omega Pharma-Lotto startet mit einer Ausnahme mit der identischen Mannschaft: Für Philippe Gilbert rückt Gerben Löwik nach.

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Omloop het Nieuwsblad: der Endstand

1 Juan Antonio Flecha (Esp) | Sky Professional Cycling Team 5:07:15
2 Heinrich Haussler (GER) | Cervélo TestTeam 0:00:18
3 Tyler Farrar (USA) | Garmin – Transitions

26 Phillippe Gilbert (Bel) | Omega Pharma-Lotto 0:00:26
29 Jurgen Roelandts (Bel) | Omega Pharma-Lotto 0:00:32
31 Leif Hoste (Bel) | Omega Pharma-Lotto 0:00:39
83 Staf Scheirlinckx (Bel) | Omega Pharma-Lotto 0:06:49
108 Greg Van Avermaet (Bel) | Omega Pharma-Lotto 0:11:14
112 Sebastian Lang (GER) | Omega Pharma-Lotto
128 Michiel Elijzen (Ned) | Omega Pharma-Lotto 0:13:10