Schon vor dem Wochenende wartete der Giro mit einigen Überraschungen, ja sogar sensationellen Etappen, auf. Doch für die Favoriten geht es jetzt in die Entscheidende Phase, den Showdown der Italienrundfahrt 2010. Eingeläutet wurde das Finale schon am Sonntag mit der Bergankunft auf dem Monte Zoncolan auf 1740 Meter über dem Meeresspiegel. Die Favoriten mussten hier das erste Mal richtig aus der Deckung und die Karten auf den Tisch legen. Das hat sich vor allem Ivan Basso, der Giro-Sieger von 2006, zu Herzen genommen und seinen schärfsten Konkurrenten deutlich über eine Minute abgenommen.
Beim heutigen Bergzeitfahren spielten taktische Überlegungen eine untergeordnete Rolle. Jeder Fahrer war auf sich allein gestellt, konnte nicht auf die Unterstützung seiner Teamkollegen bauen und durfte sich lediglich von den Fans am Streckenrand pushen lassen. Die 12,85 Kilometer auf den Kronplatz waren also der ideale Einstieg für die finale Woche des Giro d’Italia 2010. Etwas überraschend stand der Spanier David Arroyo vor der Etappe auf Platz eins – weit vor den nominellen Favoriten um Ivan Basso, Cadel Evans, Carlos Sastre oder Vincenco Nibali. Es galt für ihn also den Vorsprung zu halten und die Chancen auf den Gesamtsieg zu wahren.

Zwar konnte der Spanier am Berg nicht mit den Besten mithalten, aber sein Vorsprung von 2:16 auf den Tagessieger und der damit verbundene 16. Platz reichten aus, um das Maglia Rosa zu verteidigen. Verteidigen konnte auch Matthew Lloyd sein Bergtrikot und er fährt damit auf der morgigen 17. Etappe bereits zum elften Mal im Grünen Trikot des besten Bergfahrers – das ist schon jetzt mehr als die Hälfte des gesamten Giros. Das Teilstück morgen geht über 173 Kilometer von Brunico nach Peio Terme und hat auf etwa der Hälfte der Strecke einen Berg der ersten Kategorie. Die Frage wird sein, wer sich nach dem heutigen Tag am besten erholt hat und ob die Favoriten versuchen, eventuell liegengelassene Zeit auf den letzten ansteigenden Metern wieder aufzuholen.





Ich bin zufrieden mit dem Abschneiden von Omega Pharma-Lotto zum Ende der Frühjahrsklassiker. In einigen Rennen konnte das Team zwar nicht ganz vorne mitfahren, aber unser Kapitän Philippe Gilbert hat alles wieder in Ordnung gebracht. Phil hatte eine brillante Serie, die er mit seinem Sieg beim Amstel Gold Race krönte. Das Tüpfelchen auf dem „I“ war dann noch der erste Platz in der UCI Weltrangliste.









